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Nielsen Media Research veröffentlicht Bruttowerbeaufwendungen für das erste Quartal 2007

Geschrieben am 12.04.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Brutto-Werbemarkt in den klassischen Medien
Deutschlands mit 4,8 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr um 6,6
Prozent gewachsen

Das renommierte Medien- und Werbeforschungsunternehmen Nielsen
Media Research ermittelte für die klassischen Medien einen
Brutto-Werbeumsatz von 4,8 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten
2007. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dieses ein Wachstum von 298
Millionen Euro bzw. 6,6 Prozent. "Für die positive Entwicklung des
Werbemarktes ist der insgesamt gute und vor allem spürbare
konjunkturelle Aufwind in Deutschland verantwortlich. Die
Mehrwertsteuererhöhung hatte einen weitaus geringeren Effekt auf die
Werbewirtschaft als zunächst angenommen. Die Aufbruchstimmung im
Werbemarkt setzt sich erfreulicherweise auch im Verlauf des Jahres
2007 weiter fort, allerdings in der Dynamik etwas niedriger als im
vergangenen WM-Jahr", erläutert Ludger Wibbelt, Geschäftsführer der
Nielsen Media Research GmbH.

Die Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres und die derzeitige
CO2-Diskussion veranlassten die Automobilkonzerne im ersten Quartal
2007 ihre Produkte mit zusätzlichen 51,9 Millionen Euro auf insgesamt
399,9 Millionen Euro zu bewerben. Insbesondere das Medium Plakat
profitierte von den Werbeschaltungen der Automobilhersteller, die mit
plus 225 Prozent bzw. 26,6 Millionen Euro ihre Außenwerbeaufwendungen
auf 38,4 Millionen Euro erhöhten. Damit investierten die
Autounternehmen über 50 Prozent ihrer zusätzlichen Werbeinvestitionen
ins Medium Plakat. Stärkster Werbungtreibender der Pkw-Branche war
dabei Toyota Deutschland, die ihre Werbeinvestitionen gegenüber dem
Vorjahresquartal auf 57,1 Millionen Euro (plus 43,6 Prozent / plus
17,3 Millionen Euro) ausbaute. Im Mittelpunkt der Werbekampagnen
stand dabei der Toyota Auris, der zu seiner Einführung omnipräsent
und crossmedial gefeiert wurde.

Deutliche Impulse für den deutschen Bruttowerbemarkt wurden
ebenfalls wie in den letzten Quartalen zuvor von den Medien selber
gegeben. Insbesondere die Printmedien (plus 43,3 Millionen Euro)
nutzten ihre Werbeträger, um vor allem die Zusatzgeschäfte der
Verlage verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Eine besonders positive Entwicklung ist bei der Süßwarenindustrie
zu beobachten, die 2006 noch ein Minus bei ihren Werbeaufwendungen
verzeichnete. Bereits seit Anfang des Jahres weist diese Branche ein
starkes Werbewachstum auf und schließt das erste Quartal mit plus
23,3 Prozent bzw. plus 26,7 Millionen Euro auf 141,3 Millionen Euro
ab. Wachstumstreiber sind hier vor allem die Kinder-Produkte aus dem
Hause Ferrero sowie der neue dynamische Auftritt für Mars des
Süßwarenherstellers Masterfoods.

Die Handelsorganisationen steigerten ihre Werbeinvestitionen in
den klassischen Medien im ersten Quartal 2007 um 5,4 Prozent. Mit
Werbeaufwendungen in Höhe von 456,3 Millionen Euro bleiben die
Handelsorganisationen weiterhin die werbeintensivste Branche. Ludger
Wibbelt: "Während die Discounter und Technik-Discounter ihre
Werbeaufwendungen senkten bzw. nur moderat erhöhten, sind es hier die
Lebensmittel-Filialisten und Einkaufsgenossenschaften wie Edeka und
Rewe, die zum Werbe-Angriff durchstarten. Es bleibt abzuwarten, wie
die Reaktion der Discounter aussieht bzw. ob die Zurückhaltung
anhält."

Weniger Werbeaufwendungen verzeichneten in den ersten drei Monaten
des Jahres 2007 die Branche Lotterien / Lotto & Toto (minus 15,7
Millionen Euro), die Milchprodukte der weißen Linie (minus 15,6
Millionen Euro) sowie Computer- und Zusatzgeräte (minus 11,8
Millionen Euro).

Ein Blick auf die Entwicklung der einzelnen klassischen Medien
zeigt, dass mit Ausnahme der Publikums- und Fachzeitschriften die
restlichen Medien im ersten Quartal ihre Bruttowerbeausgaben erhöhen
konnten. Die Bruttowerbeinvestitionen verteilten sich auf die
einzelnen Mediengattungen im ersten Quartal 2007 dabei wie folgt: Die
Fernsehwirtschaft verbuchte mit knapp 2,0 Milliarden Euro weiterhin
die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien. Dies entspricht
einem enormen Wachstum von 9,6 Prozent gegenüber dem
Vorjahresquartal. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um
6,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der
Nielsen Media Research Statistik nicht einbezogen werden.
Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp
944 Millionen Euro eine leichte Reduzierung von minus 1,4 Prozent
gegenüber dem ersten Quartal 2006. Das Medium Radio konnte
Werbeaufwendungen in Höhe von rund 310 Millionen Euro erwirtschaften
und somit eine Steigerung von 7,5 Prozent im Vergleich zum
Vorjahresquartal erzielen. Die Werbeeinnahmen von Plakat steigerten
sich um beachtliche 27,0 Prozent auf knapp 176 Millionen Euro.
Fachzeitschriften verzeichneten ein leichtes Minus von 1,5 Prozent
auf ca. 109 Millionen Euro.

Originaltext: Nielsen Media Research GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53252
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_53252.rss2

Pressekontakt:
Silke Trost
Manager Corporate Communications
mailto:silke.trost@nielsen.com
Phone: +49 (0) 40 / 236 42 133
Fax: +49 (0) 40 / 236 42 122
 
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