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Risikomanagement ermöglicht Banken Vorteile im internationalen Wettbewerb

Geschrieben am 11.04.2007 - [Nächster Artikel]

Düsseldorf/München (ots) -

Deloittes aktueller "Global Risk Management Survey" zeigt, dass
Konzentration auf neue Risikofelder notwendig ist, um komplexen
Herausforderungen gerecht zu werden.

Innerhalb eines globalen Umfelds entwickelt sich effektives
Risikomanagement zu einer Zentralaufgabe der Vorstandsebene
internationaler Bankhäuser und Finanzinstitutionen. 80 Prozent der
Führungskräfte bestätigen, in klassischen Risikobereichen wie Kredit,
Markt und Liquidität bereits leistungsfähige Risikomanagementprozesse
eingeführt zu haben. In den neuen Risikofeldern besteht hingegen noch
Nachholbedarf: Im Bereich IT-Sicherheit schätzen nur 47 Prozent der
Verantwortlichen ihr Risikomanagement als sehr gut ein. Geringfügig
schlechter fällt dieser Wert im Umfeld operationeller Risiken (43%)
aus, deutlich schwächer bewerten Führungskräfte die Risikoprozesse in
Bezug auf geopolitische Herausforderungen (35%). Das ergab die
"Global Risk Management"-Umfrage, die Deloitte bei insgesamt 130 der
wichtigsten internationalen Banken und Finanzinstitutionen in
Amerika, Asien und Europa durchgeführt hat.

"Die Studie verdeutlicht, dass viele Institutionen weiterhin
keinen integrierten Ansatz gefunden haben, um sowohl den klassischen
als auch den neuen Risikofeldern adäquat zu begegnen. Banken, die
Risikomanagement schon heute umfassend betreiben, können dies als
strategisches Mittel im internationalen Wettbewerb nutzen", so Jörg
Engels, Partner Financial Risk Solutions bei Deloitte.

Maßnahmen und Instrumente des Risikomanagements

84 Prozent der Banken und Institutionen haben bereits die Position
eines Chief Risk Officer (CRO) eingeführt. Dies bedeutet eine erneute
Steigerung gegenüber der 2004 durchgeführten Studie (81%) und den in
2002 gemessenen 65 Prozent. Zudem planen aktuell weitere acht Prozent
der Befragten, dies als Position zu etablieren. Die CRO berichten
entweder direkt an den Vorstandsvorsitzenden (42%), an die
Geschäftsleitung (37%) oder sie haben zumindest Zugang zum Senior
Management. In 70 Prozent der befragten Institutionen ist die
Verantwortung für das Risikomanagement auf der obersten
Managementebene angesiedelt. Zum Vergleich: 2004 lag die Zahl noch
bei 59 und 2002 bei 57 Prozent. Nationale Unterschiede bestehen in
der Einschätzung der Wertigkeit des Risikomanagements. Während im
nordamerikanischen und europäischen Raum nur etwas mehr als die
Hälfte der Befragten der Meinung waren, dies auf Vorstandsebene
anzusiedeln, stimmten im asiatischen Raum drei Viertel der Befragten
damit überein.

Enterprise-Risk-Management-Programme (ERM) gehören inzwischen zu
den wichtigsten Instrumenten des Risikomanagements. Wenngleich erst
35 Prozent der Banken dieses Instrument aktiv anwenden, sind weitere
32 Prozent dabei, ein ERM-Programm zu implementieren. ERM-Programme
haben den Vorteil, individuelle Risikokataloge erfassen zu können.
Diese können neben traditionellen Risiken auch neue
Gefährdungsbereiche beinhalten. Bei der Integration neuer
Risikofelder, wie zum Beispiel IT-Sicherheit und geopolitische
Risiken, lagen europäische Finanzunternehmen deutlich vor
nordamerikanischen und asiatischen Unternehmen. Umfassende
ERM-Programme bieten entscheidende Vorteile: Auf Basis einer
qualitativen Einschätzung gaben drei Viertel der Verantwortlichen an,
dass der Mehrwert ihrer ERM-Programme die Kosten überschritten habe.

Daneben nutzen 60 Prozent der Befragten im Bereich der
"klassischen" Risiken (Zinsänderungs-, Währungs- und
Aktienkursrisiken) die Vorteile der Value-at-Risk-Methode (VaR). Ein
anderes Bild ergibt sich jedoch bei neueren Produkten: Weniger als
ein Drittel gibt an, VaR-Methoden auch für Asset-Backed Securities
(ABS), Kreditderivate, strukturierte Produkte und Energieprodukte
einzusetzen.

Regulierung der europäischen Finanzmärkte

Seit Anfang 2007 gelten innerhalb der EU neue aufsichtsrechtliche
Vorschriften: So ist z.B. das Basel-II-Regelwerk Anlass zur
Neuorientierung für viele Banken und Finanzinstitutionen. 70 Prozent
der Befragten gaben an, ein formelles unternehmensweites Programm zur
Umsetzung etabliert zu haben. Dennoch herrscht vielfach in
Teilbereichen wie Messung, Analyse und Validierung der
Risikoparameter noch großer Nachholbedarf.

Marktentwicklung und Investments

Weitere Marktveränderungen durch Firmenzusammenschlüsse,
alternative Investments wie Hedge Fonds und Kreditderivate oder die
finanziellen Unwägbarkeiten des Energiemarktes erfordern ein
erweitertes Risikobewusstsein sowie die Implementierung
entsprechender Maßnahmen und Prozesse. Dabei zählen bei
internationalen Banken und Finanzinstitutionen nach wie vor
klassische Garantien und Verpfändungen zu den wichtigsten
Kreditsicherheiten. Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen nutzt
allerdings bereits zusätzlich Sicherungsinstrumente wie
Kreditderivate oder Verbriefungen bzw. plant dies zukünftig.
"Effektives Risikomanagement ist ein Schlüssel zum Erfolg und eine
Grunderwartung der Aktionäre, Aufsichtsbehörden und Kunden", erklärt
Jörg Engels von Deloitte. "Die Messlatte für das Risikomanagement
liegt inzwischen sehr hoch. Doch global agierende Banken und
Finanzinstitutionen sind dabei, ein ganzheitliches Risikomanagement
zu entwickeln. Die Ausgaben dafür sind in den letzten zwei Jahren
massiv gestiegen. Eine Investition, die sich auszahlen wird!"

Die komplette Studie finden Sie unter
http://www.deloitte.com/dtt/research/0,1015,cid%253D152978,00.html
zum Download.

Ende

Deloitte Deutschland

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und
Beratungsgesellschaften in Deutschland. Das breite Leistungsspektrum
umfasst Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate
Finance-Beratung. Mit 3.400 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen
betreut Deloitte seit 100 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder
Rechtsform und Größe aus allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund
Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 135.000 Mitarbeitern in
nahezu 140 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu, einen Verein
schweizerischen Rechts, dessen Mitgliedsunternehmen einschließlich
der mit diesen verbundenen Gesellschaften. Als Verein schweizerischen
Rechts haften weder Deloitte Touche Tohmatsu als Verein noch dessen
Mitgliedsunternehmen für das Handeln oder Unterlassen des/der jeweils
anderen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und
unabhängig, auch wenn es unter dem Namen "Deloitte", "Deloitte &
Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen
Namen auftritt. Leistungen werden jeweils durch die einzelnen
Mitgliedsunternehmen, nicht jedoch durch den Verein Deloitte Touche
Tohmatsu erbracht. Copyright © 2007 Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.

Originaltext: Deloitte
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=60247
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_60247.rss2

Pressekontakt:
Isabel Milojevic
PR Manager
Tel +49 89 29036-8825
imilojevic@deloitte.de
 
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