Baierbrunn (ots) - Wer im Schlaf umherwandelt, bewegt sich keineswegs "schlafwandlerisch sicher". Die Gefahr, zu stürzen oder sich zu stoßen, ist groß. Für Hindernisse fehlt Schlafwandlern die Sensibilität. Selbst wenn sie mit aufgerissenen Augen herumlaufen, nehmen sie ihre Umgebung nicht wahr. Sie wiederholen meistens gewohnte Bewegungen. Nur die Muskeln werden aktiv, Glieder setzen sich in Bewegung, das Gehirn aber schläft, erklärt Professor Dieter Riemann, Leiter des Schlaflabors am Universitätsklinikum Freiburg das Phänomen in der "Apotheken Umschau". Eine spezifische Behandlung gibt es bis heute nicht. Bei Kindern verschwindet die Neigung zum Glück oft mit Beginn der Pubertät. Erwachsene Schlafwandler sollten sich auf jeden Fall gründlich untersuchen lassen. Bei ihnen könnten auch andere Krankheiten verantwortlich sein.
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