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Scandlines AG steigert 2006 Gewinn um 47 Prozent

Geschrieben am 30.03.2007 - [Nächster Artikel]

Rostock (ots) - Die Scandlines AG erwirtschaftete mit einem Umsatz
von 546,9 Millionen Euro und einem Gewinn von 103,1 Millionen Euro
das beste Ergebnis seit Gründung des Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2006 hat die Scandlines AG erneut ihre positive
Entwicklung der letzten Jahre fortgesetzt. Der Konzern
erwirtschaftete einen Überschuss von 103,1 Millionen Euro nach
Steuern und konnte somit das Vorjahresergebnis um 47 Prozent steigern
(2005: 69,9 Millionen Euro). Auch beim Umsatz legte das Unternehmen
weiter zu: Er stieg 2006 um 4,6 Prozent auf 546,9 Millionen Euro
(2005: 522,7 Millionen Euro).

"Auch wenn durch den Verkauf von rund 10 Prozent der Anteile an
Mols Linien A/S einmalige Erträge in Höhe von rund 11, 1 Millionen
Euro erzielt wurden, konnte die Scandlines Gruppe das
Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 24,2 Millionen Euro auf 76
Millionen Euro steigern und damit das beste operative Ergebnis seit
ihrer Gründung im Juli 1998 erwirtschaften", berichtet Uwe Bakosch,
Vorstand der Scandlines AG.

Nahezu alle Geschäftsbereiche trugen zu dem guten Konzernergebnis
bei. Motor der Transportentwicklung war vor allem der Frachtbereich.
Die größten Steigerungen erzielte das Unternehmen im Verkehr
zwischen den Mittel- und Osteuropäischen Ländern und Skandinavien.
Triebkräfte für die Zuwächse im Lkw-Transport zwischen
Deutschland/Mitteleuropa und Skandinavien sind die verbesserte
Konjunktur sowie die intensivierte Integration der Frachtprodukte von
Scandlines in die Logistikketten der internationalen
Transportindustrie. Am deutlichsten war diese Entwicklung auf der
Linie Rostock-Gedser zu verzeichnen. Hier wurde 2005 ein neues,
effizienteres Fährkonzept eingeführt.

"Hervorzuheben ist des Weiteren die Entwicklung der vier Linien
ins Baltikum. Die Ende 2005 vollzogene Konzentration auf den
lettischen Hafen Ventspils führte zu wesentlich verbesserten
Ergebnissen auf diesen Linien. Somit konnte die Reederei Scandlines
ihre Position als einer der stärksten Netzwerkanbieter im Fährverkehr
auf der Ostsee nachhaltig stärken", unterstreicht Uwe Bakosch.

Beim Transport von Passagieren und Pkw hat Scandlines mit der
Beförderung von 20 Millionen Passagieren und 4,2 Millionen Pkw erneut
das hohe Niveau der Vorjahre erreichet. Die Stabilität dieses
Geschäftsbereiches basiert insbesondere auf der anhaltend guten
Entwicklung des Reiseverkehrs auf den Linien zwischen Deutschland und
Dänemark.

Die Entwicklung des Passagierverkehres auf der Linie
Helsingør-Helsingborg war im ersten Halbjahr rückläufig. In der
zweiten Jahreshälfte konnte Scandlines aber einen erneuten Anstieg,
insbesondere im Pendlerverkehr, verzeichnen.

Auf den drei innerdänischen Linien setzte sich der seit Jahren
anhaltende positive Trend fort. Insbesondere die Zuwächse im
wichtigen Pkw-Segment beeinflussten das Konzernergebnis positiv.

Auch die Catering- und Einzelhandelsgeschäfte an Bord der Fähren
und in den drei Bordershops, insbesondere in Puttgarden, trugen in
großem Maße zur positiven Entwicklung bei. 2006 wurde im Catering-
und Einzelhandelsbereich der Reederei Scandlines das beste Ergebnis
seit dem Wegfall des zollfreien Verkaufs im Jahre 1999
erwirtschaftet. Hervorzuheben sind besonders die Steigerungsraten des
Handelsumsatzes in den neuen Travel Boutiquen an Bord der Fähren auf
der Linie Rødby-Puttgarden.

Ein weiteres wichtiges Ereignis des Jahres 2006 war der
erfolgreiche Abschluss der Einführung des neuen, eigens für die
Bedürfnisse von Scandlines entwickelten, zentralen Buchungs- und
Ticketingsystems "COAST", welches nunmehr für alle Scandlines-Routen
eingesetzt wird.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Der Konzern finanzierte sich zum Bilanzstichtag mit 79 Prozent aus
Eigenkapital sowie mit 21 Prozent aus Fremdkapital. Darin enthalten
sind Rückstellungen in Höhe von 59,0 Millionen Euro. Hierbei handelt
es sich im Wesentlichen um ausstehende Rechnungen, Rückstellungen für
Urlaub und Überstunden sowie Steuern (12 Prozent der Bilanzsumme).
Für das Geschäftsjahr 2005 sind im Juni 2006 Ausschüttungen an die
Gesellschafter in Höhe von 100 Millionen Euro geleistet worden.

Das Anlagevermögen des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2006
weiter verringert. Den Investitionen des Geschäftsjahres 2006 in Höhe
von 6,7 Millionen Euro stehen Abschreibungen auf Immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen von 40,8 Millionen Euro
gegenüber. Darüber hinaus sind in Vorbereitung eines möglichen
Verkaufs der Scandlines AG die Anteile an der Mols-Linien A/S von 40
auf 30 Prozent reduziert worden. Dieser Verkauf führte zu einem
einmaligen Buchgewinn i. H. v. 11,1 Millionen Euro. Der Bestand an
liquiden Mitteln beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 150,7 Millionen.
Euro.

Erwartungen für 2007 und Zukunftsaussichten

Die Scandlines AG erwartet infolge der anziehenden Konjunktur in
den Ostsee-Anrainerstaaten sowie einer fortschreitenden
internationalen Arbeitsteilung weiteres kontinuierliches Wachstum der
Transportmengen und des Umsatzes auf den von ihr derzeit betriebenen
12 Schifffahrtslinien. Dabei stößt das Unternehmen in verschiedenen
Destinationen zunehmend auf Kapazitätsengpässe, die in den
Folgejahren durch zusätzliche Tonnage gelöst werden müssen.

Im Verkehr in die baltischen Staaten wurden die ersten Erfolge der
im Oktober 2005 erfolgten Konzentration auf den Hafen Ventspils
erreicht. Diese sollen in den Folgejahren weiter aus gebaut werden.

Der Fährverkehr über den Öresund wird sich auch in den nächsten
Jahren in Konkurrenz zur Öresundbrücke entwickeln.

Eine weitere stabile, positive Entwicklung wird für die drei
innerdänischen Linien erwartet.

Das Einzelhandelsgeschäft in den drei Bordershops von Scandlines
wird auch weiterhin von einer zunehmenden Wettbewerbssituation
geprägt sein, auf die sich das Unternehmen bereits in den Vorjahren
durch beträchtliche Investitionen eingestellt hat.

Die Vorstände der Scandlines AG, Peter Grönlund und Uwe Bakosch,
sind davon überzeugt, dass die bisher erwirtschafteten operativen
Ergebnisse auch im Geschäftsjahr 2007 und in den Folgejahren weiter
verbessert werden können.

Die Scandlines Gruppe wurde am 21. Juli 1998 durch die Fusion der
Scandlines A/S und der Deutschen Fährgesellschaft Ostsee mbH (DFO)
gegründet. Das Unternehmen beschäftigt rund 2.900 Mitarbeiter und
betreibt 12 Fährlinien mit 24 Fährschiffen im Dreieck zwischen
Deutschland, Dänemark und Schweden sowie in die baltischen Staaten.

Eigentümer der Scandlines AG sind zu gleichen Teilen die Deutsche
Bahn AG und das Dänische Ministerium für Transport & Energie. Auf den
Linien der Scandlines AG wurden 2006 insgesamt rund 20 Millionen
Passagiere, 4,2 Millionen Pkw, mehr als 1 Million Lkw und Trailer,
80.500 Reisebusse und 88.000 Eisenbahnwaggons transportiert. Damit
zählt das Unternehmen zu den leistungsstärksten Fährreedereien in
Europa.

Originaltext: Scandlines Deutschland GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=37384
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_37384.rss2

Pressekontakt:

Martina Reuter, Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Scandlines Deutschland GmbH

Hochhaus am Fährhafen
18119 Rostock
Tel.: +49 (0) 381 5435 850
Fax: +49 (0) 381 5435 859
Email: presse@scandlines.de
Internet: www.scandlines.de
 
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