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INTERSEROH-Bilanz 2006: Umsatzstärkstes Jahr mit einer Vielzahl von Investitionen und Akquisitionen

Geschrieben am 29.03.2007 - [Nächster Artikel]

Köln (ots) - Der Kölner Dienstleistungs- und Rohstoffkonzern
Interseroh hat im vergangenen Geschäftsjahr 2006 ein Ergebnis vor
Ertragssteuern (EBT) von 41,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Im
Vergleich zum Vorjahr 2005 mit 29,9 Millionen Euro war dies ein Plus
von ca. 37 Prozent. Der Umsatz des im General Standard gelisteten
Unternehmens stieg um fast 31 Prozent auf gut 1,2 Milliarden Euro
nach 947 Millionen Euro in 2005 und erreicht damit die bisher höchste
Marke in der 16-jährigen Interseroh-Geschichte. Der
Konzernjahresüberschuss betrug 2006 25,89 Millionen Euro nach 18,97
Millionen im Vorjahr.

"2006 war ein gutes Jahr für die Interseroh AG. Mit einer Vielzahl
gezielter Investitionen und Akquisitionen haben wir einen wichtigen
Grundstein für den fortlaufenden Ausbau und die Internationalisierung
der Interseroh-Aktivitäten gelegt. Dieser Prozess ist noch längst
nicht abgeschlossen: In einem Marktumfeld, in dem sich die
Abnehmerseite unserer Rohstoffe ebenso zunehmend konzentriert wie
unsere Vertragspartner in der Entsorgungswirtschaft, ist Wachstum für
Interseroh unabdingbar und auf der Basis unserer Kennzahlen solide
finanzierbar", erklärte der Interseroh-Vorstandsvorsitzende
Johannes-Jürgen Albus im Rahmen seiner Vorstellung der Jahresbilanz
mit dem Titel "Investitionen in Wachstum und Nachhaltigkeit".

Mit Blick auf die Notwendigkeit weiterer finanzintensiver
Investitionen haben sich Vorstand und Aufsichtsrat der Interseroh AG
entschieden, den Aktionären für das Geschäftsjahr 2006 eine
verminderte Dividende von 11 Eurocent vorzuschlagen und den
restlichen Bilanzgewinn zur Eigenkapital-Stärkung zu thesaurieren.
"Um weiteres Wachstum und auch weitere Akquisitionen realisieren und
solide finanzieren zu können, bedarf es zu deren Refinanzierung einer
stabilen Eigenkapitalquote. Diese lässt sich nur erhalten, wenn wir
die Gewinne für 2006 überwiegend thesaurieren und so das gute Rating
bei den Banken zur Refinanzierung unserer Aktivitäten
aufrechterhalten", sagte Albus. Inklusive der bereits Anfang des
Jahres 2007 getätigten Akquisitionen und der fortlaufenden
Expansionsplanung sei von einem weiteren deutlichen Anstieg der
Verschuldung und dem weiteren Rückgang der Eigenkapitalquote
auszugehen.

"Unser Unternehmen operiert schon heute in verschiedenen
Zukunftsmärkten. So haben die positive Wirtschaftsentwicklung, die
hohe und international stark wachsende Nachfrage nach den von uns
gehandelten Sekundärrohstoffen das Interseroh-Geschäft 2006
ordentlich vorangetrieben." Die international gehandelte
Sekundärrohstoffmenge 2006 stieg vor allem beim Altpapier, bei
Altholz, bei den Kunststoffen und auch bei den Metallschrotten.
Insgesamt konnte Interseroh 5,3 Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe
vermarkten. Die Unternehmen im Interseroh-Konzern beschäftigen heute
rund 1.500 Mitarbeiter in zwölf Ländern, den Großteil davon in
Deutschland.

Im Segment Stahl- und Metallrecycling hat Interseroh das vor allem
durch hohe Preise für Nichteisen-Metall und den seit der
Wiedervereinigung höchsten Schrottverbrauch geprägte Jahr 2006
genutzt, um mehrere neue Standorte für die Aufbereitung der Schrotte
zu erwerben. Diese stärkten die regionale Präsenz und damit den
Zugriff auf die Altmetalle, so Albus. Zudem sei ein zweistelliger
Millionenbetrag in die Modernisierung der bestehenden Infrastruktur
investiert und damit die Position in dem sich konsolidierenden Markt
weiter gefestigt und ausgebaut worden. "Diesen Kurs setzen wir auch
in 2007 fort. Bereits zu Jahresanfang haben wir vier neue Unternehmen
durch Akquisition in unsere Gruppe aufgenommen, weitere Zukäufe
werden angestrebt. Bei gleich bleibenden Preisen wird der Umsatz des
Stahl- und Metall-Segments im Jahr 2007 auf über eine Milliarde Euro
anwachsen", berichtete der Vorstandsvorsitzende.

Interseroh verfügt heute bereits über ein Netz mit rund 40 Stahl-
und Metallrecyclingstandorten in Deutschland, Polen und den
Niederlanden zur Versorgung der Schrott einsetzenden Stahlindustrie.
Das weitere Wachstum solle vor allem in Deutschland - wo Interseroh
heute zu den Top drei der Stahlrecyclingindustrie gehöre - und in
Osteuropa erfolgen. Neben Polen sei das Baltikum in diesem
Zusammenhang eine relevante Region, sagte Albus.

Umfangreiche Investitionen standen im Geschäftsjahr 2006 auch im
zweiten Segment, dem Dienstleistungs- und Rohstoffhandelsgeschäft an:
Neue Aufbereitungsanlagen im Altholzrecycling, neue Rücknahmesysteme
für Elektro- und Elektronikaltgeräte und für das Einwegpfand mit elf
Zählzentren sowie das seit August 2006 bundesweit zugelassene Duale
System Interseroh sollen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in
diesem Segment stärken. "Interseroh wird sich damit zunehmend zu
einem Komplettanbieter von Entsorgungsdienstleistungen für Handel und
Industrie entwickeln. Schon heute ist unsere Produktpalette
einzigartig in Deutschland - es wird mittelfristig jedoch darum
gehen, die Abhängigkeit von regulatorischen Geschäften zu reduzieren
und somit das Risikoportfolio zu verbessern. Die aktuelle Diskussion
um die Novelle der Verpackungsverordnung untermauert diese Strategie
einmal mehr", erläuterte Albus die Zielrichtung des Konzerns.

Mit dem Dualen System Interseroh und der Selbstentsorgerlösung für
Verkaufsverpackungen werde Interseroh schon im ersten Halbjahr den
ursprünglich für 2008 angestrebten Marktanteil von 15 Prozent klar
überschreiten. Das Vertragsvolumen liege hier im ersten Quartal 2007
bei ca. 250 Millionen Euro. "Mittelfristig wollen wir mit dem Dualen
System Interseroh einen Marktanteil von 25 bis 30 Prozent erreichen",
erklärte der Interseroh-Vorstandsvorsitzende.

Das Interseroh-Dienstleistungsgeschäft war 2006, wie schon in den
Vorjahren, vor allem im angestammten Markt Deutschland von
ansteigender Wettbewerbsintensität auf Seiten der
Dienstleistungsanbieter und einem daraus folgenden Margendruck
gekennzeichnet. Es entwickelte sich dennoch insgesamt zufrieden
stellend, sagte Albus. Darüber hinaus werde der Markt geprägt durch
eine zunehmende Konsolidierung und Konzentration der Logistik- und
Verwertungspartner in der Entsorgungswirtschaft wie auch der
internationalen Rohstoffabnehmer aus der Papier-, Kunststoff- und der
Stahl- und Metallindustrie. Albus: "Der Auf- und Ausbau bestehender
und neuer Geschäftsfelder durch organisches und externes Wachstum ist
folglich zur Stärkung der Marktposition ebenso notwendig wie zur
Risikostreuung. Interseroh muss und wird sich eine größere
internationale Rohstoffbasis erschließen, um mit der Konzentration
auf der Abnehmerseite und mit den gestiegenen Anforderungen an
Liefermengen und Qualitäten Schritt zu halten."

Kennzahlen, Daten und Fakten für das Geschäftsjahr 2006

- Den höchsten Anteil am Umsatz trug abermals der Geschäftsbereich
Stahl- und Metallrecycling bei. Er belief sich in diesem Segment
auf etwa 899 Millionen Euro. Sein Anteil am Konzernumsatz macht
damit fast 73 Prozent aus. Der Umsatzanteil des
Unternehmenssegments Dienstleistung und Rohstoffhandel liegt bei
gut 27 Prozent. Die Relation hat sich im Vergleich zum Vorjahr
damit kaum verändert.

- Die Steigerung der Umsatzerlöse im Dienstleistungsgeschäft um
knapp 37 Prozent auf 340 Millionen Euro resultiert im
Wesentlichen aus dem Dualen System Interseroh zur Erfassung und
Verwertung haushaltsnah anfallender Verpackungen, das seit
August 2006 bundesweit betrieben werden kann. Aufgrund eines
hart umkämpften Wettbewerbs sind die Margen in diesem Bereich
jedoch erheblich unter Druck. Auch im Bereich des
Selbstentsorger-Systems für Verkaufsverpackungen, die im Gewerbe
anfallen, wurden im Berichtsjahr steigende Umsätze verzeichnet.
Der Aufbau des neuen Geschäftsbereichs Pfand zur Rücknahme,
Verrechnung und Verwertung der Einwegpfandflaschen hat ebenfalls
zu den gestiegenen Umsatzerlösen beigetragen.

- Knapp 22 Millionen Euro des Konzernergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) von den insgesamt rund 41 Millionen Euro kommen aus dem
Stahl- und Metall-Segment, fast 20 Millionen aus
Dienstleistungen und Rohstoffhandel. Der Konzernjahresüberschuss
betrug 2006 25,89 Millionen Euro, ein Plus von fast sieben
Millionen Euro oder 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

- Die Geamtkapitalrentabilität blieb 2006 mit 10,4 Prozent nahezu
konstant. Die Gesamtkapitalrendite ist für jede einzelne
Geschäftseinheit das zentrale Steuerungsinstrument und sollte
jeweils mindestens zehn Prozent erreichen. Dies ist den meisten
Gesellschaften im Interseroh-Konzern 2006 gelungen.

- Angesichts massiver Investitionen im vergangenen Jahr hat sich
die Eigenkapitalquote um sieben Punkte auf 30,3 Prozent
reduziert. Inklusive der bereits Anfang des Jahres 2007
getätigten Akquisitionen und der fortlaufenden Expansionsplanung
ist von einem weiteren deutlichen Anstieg der Verschuldung und
dem weiteren Rückgang der Eigenkapitalquote auszugehen.

- Die Nettofinanzschulden sind vor diesem Hintergrund von gut vier
Millionen Euro in 2005 auf fast 21 Millionen Euro im vergangenen
Jahr gestiegen. Inklusive der bereits Anfang des Jahres 2007
getätigten Akquisitionen und der fortlaufenden Expansionsplanung
ist von einem weiteren deutlichen Anstieg der Verschuldung und
dem weiteren Rückgang der Eigenkapitalquote auszugehen.

- Der Brutto-Cash Flow aus dem laufenden Geschäft hat sich 2006
ebenfalls entsprechend von 31,1 auf 36,6 Millionen Euro erhöht.

- Neben dem Umsatz erreichte 2006 ein weiterer Wert die
Rekordmarke: Interseroh hat mit knapp 37 Millionen Euro das
höchste Investitionsvolumen ihrer Geschichte in ihren beiden
Segmenten Stahl- und Metallrecycling sowie Dienstleistung und
Rohstoffhandel realisiert. Über 33 Millionen Euro sind hiervon
in neue Sachanlagen geflossen, Akquisitionen nicht eingerechnet.

- Die Bilanzsumme hat sich nicht zuletzt durch die Investitionen
und das deutliche Umsatzwachstum um 128 Millionen Euro auf 446
Millionen Euro im Jahr 2006 erhöht. Angesichts der weiteren
Expansionspläne ist davon auszugehen, dass die Bilanzsumme auch
im laufenden Geschäftsjahr steigt. Zu rechnen ist mit einem
Anwachsen um rund 150 Millionen Euro per erstem Quartal 2007.

- In den vergangenen vier Jahren hat sich der Kurs der
Interseroh-Aktie verfünffacht. Im Vergleich zum
Xetra-Schlusskurs 2006 von 30,49 Euro hat der Wert allein in den
vergangenen Wochen über fünf Euro zugelegt. Die Performance des
Papiers lag 2006 bei 9,9 Prozent, im Jahr 2005 waren es sogar
über 60 Prozent.

Die INTERSEROH AG mit Sitz in Köln, rund 70 Standorten und 1.500
Mitarbeitern in Deutschland und Europa ist seit ihrer Gründung im
Jahr 1991 einer der führenden Dienstleistungs- und Rohstoffkonzerne
und Anbieter von Organisationslösungen für das Stoffstrommanagement.
Als Dienstleister organisiert INTERSEROH Recyclingprozesse, als
Versorger der Papier-, Stahl-, Kunststoff- und Holzwerkstoffindustrie
sowie von Biomassekraftwerken liefert INTERSEROH mehr als fünf
Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe im Jahr.

Originaltext: INTERSEROH Aktiengesellschaft
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=9088
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_9088.rss2
ISIN: DE0006209901

Pressekontakt:
INTERSEROH AG
Michael Block
Leiter Unternehmenskommunikation
Phone: +49 2203 91471264
Fax: +49 2203 91571264
Mobile: +49 173 5398340
E-Mail: michael.block@interseroh.com
Web: www.interseroh.com
 
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