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· Air Berlin präsentiert ein starkes Ergebnis für 2006 · Air Berlin kauft die LTU · Code Share jetzt mit Condor statt mit TUIfly

Geschrieben am 27.03.2007 - [Nächster Artikel]


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ots.CorporateNews übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer
europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt der Mitteilung ist das Unternehmen
verantwortlich.
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Akquisitionen/Beteiligungen/Bilanz/Übernahme

London, Berlin (euro adhoc) - Air Berlin PLC lieferte für das Jahr
2006 einen Gewinn von 50,1 Millionen Euro ab, nach einem Verlust von
115,9 Millionen Euro im Vorjahr. Der zweitgrößten deutschen
Fluggesellschaft gelang nicht nur die Steigerung des Umsatzes,
sondern auch eine Reduzierung der Kosten. Air Berlin gibt außerdem
die Übernahme der Düsseldorfer Fluggesellschaft LTU zu 100 Prozent
bekannt. Der Air Berlin-Konzern wird damit größter Anbieter im
wichtigsten deutschen Quellenmarkt: Im Einzugsgebiet des Flughafens
Düsseldorf leben 18 Millionen Menschen. Die aus der Übernahme
entstehenden Synergien belaufen sich auf zwischen 70 und 100
Millionen Euro. Air Berlin wechselt außerdem seinen Code
Share-Partner; die Condor tritt an die Stelle von TUIfly.

Die Bilanz

"Mit dem Erreichten sind wir mehr als zufrieden", erklärte
Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer. Air Berlin habe im Jahr 2006 den Ertrag
pro verfügbarem Sitzplatz-Kilometer (ASK) um 11 Prozent steigern
können. Der Anteil des Einzelplatzverkaufs, der das Unternehmen
weitgehend unabhängig vom Preisdruck der großen deutschen
Reiseveranstalter macht, sei von 56 auf 60 Prozent des Flugumsatzes
gestiegen. Dennoch habe sich auch der Reiseveranstalter-Umsatz in
absoluten Zahlen erhöht: von 497 auf 590 Millionen Euro. Das
entspricht einer Steigerung um 18,8 Prozent.

Insgesamt belief sich der Jahresumsatz 2006 auf 1,57 Milliarden Euro.
Nach 1,22 Milliarden Euro im Jahr ist das eine Steigerung um 29,6
Prozent. "Dazu hat sowohl unser gutes organisches Passagierwachstum
als auch die Übernahme der dba beigetragen, deren Zahlen seit
September in unsere Bilanz einfließen", erklärte Hüttmeyer. Ohne dba
sei der Air Berlin-Umsatz um 16,2 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro
gestiegen.

Wachsende Bedeutung komme dem kostengünstigen Internet-Verkauf bei
Air Berlin zu. Er habe sich 2006 gegenüber dem Vorjahr um 33,5
Prozent erhöht, von 322 auf 430 Millionen Euro. Das mache 50 Prozent
vom Einzelplatzverkauf aus. Erfreulich sei auch die Steigerung der
Zusatzeinnahmen (Ancillary Revenues) um 90 Prozent von 30,8 auf 58,1
Millionen Euro. Dagegen hätten die operativen Kosten je ASK (ohne
Treibstoff) um 6,3 Prozent gesenkt werden können. Der Anteil der
Treibstoffkosten am Umsatz sei allerdings von 19,7 auf 22 Prozent
gestiegen. Ein Faktor, der die gesamte Branche betreffe.

Das operative Ergebnis (EBIT vor Zinsen und Steuern) habe gegenüber
dem Vorjahr um rund 70 Millionen Euro verbessert werden können: von
-5,5 auf +64,1 Millionen Euro. Die EBIT-Marge betrage 4,1 Prozent.
Für das laufende Jahr erwartet Hüttmeyer eine Steigerung auf 6 bis 7
Prozent. Das entspreche auch den aus der dba-Übernahme für das Jahr
2007 erwarteten Synergie-Effekten in Höhe von 31 Millionen Euro.

Günstig entwickelt habe sich auch das Netto-Finanzergebnis. Während
im Jahr 2005 noch 65,4 Millionen Euro aus (nicht zahlungswirksamen)
Währungseffekten das Ergebnis belastet hätten, habe man es 2006 durch
Einführung von Zins- und Fremdwährungssicherungsmaßnahmen und trotz
der IPO-Kosten von 13,7 Millionen Euro auf -19,7 Millionen Euro
reduzieren können. Ähnlich verhalte es sich mit den Steuern. Da
hätten 2005 rund 45 Millionen Euro das Ergebnis belastet, während man
für 2006 mit einem positiven Beitrag von 4,9 Millionen Euro rechnen
könne.

Die Eigenkapitalquote zum Stichtag 31.12.2006 betrug 28,2 Prozent -
nach 18,6 Prozent im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie beträgt 0,95 Euro.
"Damit haben wir die Ziele, die wir uns beim Börsengang selbst
gesteckt hatten, nicht nur erreicht, sondern sogar noch übertroffen",
erklärt Ulf Hüttmeyer. Für das laufende Jahr erwartet er weiterhin
ein Passagier- und Umsatzwachstum "über dem Branchendurchschnitt -
obwohl generell nicht mehr mit zweistelligen Yield-Steigerungen zu
rechnen ist."

Die LTU-Akquisition

Der LTU-Kaufvertrag wurde Montagabend in Berlin notariell beurkundet.
Der Kaufpreis für das Eigenkapital der LTU beträgt 140 Millionen Euro
und es werden zwischen 190 und 200 Millionen Euro an
Nettofinanzverbindlichkeiten der LTU übernommen. Zur Wirksamkeit
bedarf es noch der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Er soll
größtenteils durch eine in naher Zukunft durchzuführende kombinierte
Finanzierung mit einem Gesamtvolumen von ca. 250 Millionen Euro aus
der Ausgabe neuer Aktien und einer Wandelanleihe finanziert werden,
wobei neue Aktien von bis zu 10 Prozent des derzeitigen Grundkapitals
ausgegeben werden und der größere Anteil aus der Wandelanleihe
stammen wird. Zusätzlich zur Finanzierung des Kaufpreises werden
diese Mittel zur Refinanzierung von ca. 100 Millionen Euro
LTU-Schulden und zur Refinanzierung von ca. 50 Millionen Euro Air
Berlin-Verbindlichkeiten eingesetzt.

"Mit der Übernahme der LTU folgen wir den Wünschen des Marktes. Viele
unserer Kunden, die vor allem unseren Service schätzen, fordern schon
seit Jahren, dass wir auch Langstrecken anbieten. Das können wir
jetzt tun, weil wir mit unseren europäischen und unseren
innerdeutschen Verbindungen über das erforderliche Zubringer-Netz
verfügen", erklärte Air Berlin-Chef Joachim Hunold.

Hunold erwartet durch die Eingliederung der LTU in den Air
Berlin-Konzern jährliche Synergie-Effekte zwischen 70 und 100
Millionen Euro. Als "Stell-schrauben" dafür bezeichnete er u. a.
gemeinsamen Einkauf und Vertrieb, Flugplanabstimmung sowie
Kostensenkungen durch Mengenrabatte an Flughäfen. Zwar seien
Umstrukturierungen nicht ausgeschlossen, doch ein Stellenabbau bei
der LTU sei nicht das Ziel der Übernahme. Hunold: "Wenn wir als
Konzern weiter wachsen wollen, brauchen wir gute und motivierte
Mitarbeiter. Ich kenne noch viele Kollegen aus der Zeit meiner
früheren LTU-Tätigkeit. Das war die erfolgreichste Zeit in der
Geschichte dieser Fluggesellschaft. Weil ich an die LTU und ihre
Mitarbeiter glaube, sehe ich auch eine Perspektive für das
Unternehmen."

Die LTU wird im Air Berlin-Konzern ein rechtlich selbstständiges
Unternehmen mit eigener Geschäftsführung bleiben. Auch der Name LTU
soll auf absehbare Zeit Bestand haben. Im Europa-Verkehr werde es
jedoch eine nahtlose Eingliederung der LTU-Strecken in das Air
Berlin-Netz geben. Die LTU betreibt derzeit 15 Mittelstrecken- und 11
Langstrecken-Jets. Ihre wichtigsten Destinationen sind die
Dominikanische Republik, die USA, Thailand, die Kanarischen Inseln,
Nordafrika und die Türkei. Das Unternehmen beschäftigte zum Stichtag
31. Dezember 2.244 Mitarbeiter und beförderte im vergangenen Jahr 5,3
Millionen Passagiere. Air Berlin hatte im selben Zeitraum 16,8
Millionen Passagiere, fliegt derzeit mit 93 Maschinen und beschäftigt
rund 4.000 Mitarbeiter.

Im Europa-Verkehr wird Air Berlin durch den LTU-Erwerb hinter
Ryanair, Air France/KLM und Lufthansa zum viertgrößten Anbieter von
Flugreisen. Die mögliche Verbesserung der Präsenz Flughafen
Düsseldorf sei eines der Hauptmotive für den Kauf gewesen, sagte
Hunold. "Das Einzugsgebiet des Flughafens Düsseldorf ist der
wichtigste Markt in Deutschland - und nach London der zweitwichtigste
in Europa. Wegen der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Slots
hätten wir dort aus eigener Kraft nicht weiter wachsen können",
erklärte Hunold.

Das Code Share-Abkommen

Air Berlin wechselt außerdem seinen Code Share-Partner; die Condor
tritt an die Stelle von TUIfly. Joachim Hunold sieht in dem Code
Share-Abkommen mit Condor Vorteile sowohl für die Kunden als auch für
die beteiligten Unternehmen. Air Berlin, LTU und Condor werden ihre
Flugpläne aufeinander abstimmen und gegenseitig Tickets verkaufen.
Der Vorteil für die Kunden liegt im breiter gefächerten Angebot: Die
Jets der drei Unternehmen werden beispielsweise nicht mehr parallel
zu denselben Zielen fliegen, sondern an verschiedenen Verkehrstagen.

Die zum Reisekonzern Thomas Cook gehörende Condor verfügt derzeit
über 36 Flugzeuge und beförderte im vergangenen Jahr 7,8 Millionen
Passagiere. Durch das Code Share mit der LTU erhöhen beide
Unternehmen ihre Langstrecken-Kompetenz. Während LTU und Condor im
Vertrieb vor allem auf Reiseveranstalter und Reisebüros setzen,
dominieren bei Air Berlin der Einzelplatzverkauf und der Vertrieb
über das Internet. Außerdem hat die Berliner Airline bereits einen
hohen Anteil von Geschäftsreisenden.

Von der Vertriebskraft der Air Berlin hat in den vergangenen Jahren
die zum TUI-Konzern gehörende Airline "Hapagfly" profitiert. Mit
Ablauf des Winter-flugplanes 2006/2007 beendet Air Berlin nun das
Code Share mit diesem Unternehmen. Als Grund dafür nannte Hunold die
Neupositionierung der in "TUIfly" umbenannten Gesellschaft als
Wettbewerber. Es gebe auch eine spürbare Zurückhaltung bei der
Veranstalter-Kundschaft, die ihre Gäste nur ungern auf Maschinen des
Mitbewerbers TUI gebucht sehen wolle. Der Reiseveranstalter TUI
bleibe allerdings Kunde bei Air Berlin.

Beteiligung an Belair

Die Air Berlin PLC beabsichtigt, eine 49-prozentige Beteiligung an
der Schweizer Fluggesellschaft Belair Airlines AG zu erwerben. Das
teilte der Vorstand am Dienstag in Berlin mit. Belair ist eine
Tochtergesellschaft der Hotelplan Gruppe, die wiederum zu 100 Prozent
dem Handelskonzern Migros gehört. Die Hotelplan AG ist eine
international tätige Reiseorganisation mit einem Umsatz von rund 2
Milliarden Schweizer Franken. Sie beschäftigt 2.960 Mitarbeiter.
Belair betreibt derzeit drei Flugzeuge: zwei Boeing 757-200 und eine
Boeing 767-300. Während Air Berlin eine Verstärkung ihrer Aktivitäten
im Schweizer Markt anstrebt, sieht Hotelplan Vorteile, wenn Belair in
Vertrieb und Logistik von Air Berlin eingebunden wird. Hinsichtlich
des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart. Zur Wirksamkeit der
Übereinkunft bedarf es noch der Zustimmung des Kartellamtes.


Ende der Mitteilung euro adhoc 27.03.2007 07:32:37
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ots Originaltext: Air Berlin PLC & Co Luftverkehrs KG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragehinweis:
Peter Hauptvogel
Director of Corporate Communications Air Berlin
Tel.: +49 (0)30 3434 1500
E-Mail: abpresse@airberlin.com

Branche: Luftverkehr
ISIN: GB00B128C026
WKN: AB1000
Index: Classic All Share, Prime All Share, SDAX
Börsen: Frankfurter Wertpapierbörse / Amtlicher Markt/Prime Standard
Börse Berlin-Bremen / Freiverkehr
Hamburger Wertpapierbörse / Freiverkehr
Baden-Württembergische Wertpapierbörse / Freiverkehr
Börse Düsseldorf / Freiverkehr
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