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Auch andere MEDI Verbünde wollen Ausstieg aus dem KV-System vorbereiten
Geschrieben am 03.04.2006 - [Nächster Artikel] |
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Stuttgart/Frankfurt (ots) - Nach MEDI Baden-Württemberg ziehen nun auch die anderen MEDI Verbünde in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Bayern einen Ausstieg ihrer Mitglieder aus dem KV-System in Betracht. Der Vorstand von MEDI Deutschland möchte dazu in den nächsten Wochen eine Arbeitsgruppe zusammenstellen, die die Möglichkeiten eines KV-Ausstiegs prüft und dementsprechend vorbereitet. Das hat der Vorstand bei seiner Sitzung am Wochenende in Frankfurt beschlossen. Die MEDI Ärzte wollen in der Arbeitsgruppe auch Vertreter anderer Ärzteorganisationen und Berufsverbände einbeziehen. "Ein solcher Ausstieg ist nur umsetzbar, wenn er gut vorbereitet wird, wenn alle Verbände an einem Strang ziehen und jeder Arzt weiß, was auf ihn zukommt", erklärt Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender von MEDI Deutschland. Der Ausstieg der niedergelassenen Ärzte aus dem KV-System wird zur Zeit im Zuge der Protestaktionen innerhalb der Ärzteschaft viel diskutiert. In Baden-Württemberg hat der MEDI Verbund Ende März Ergebnisse einer Mitglieder-Umfrage veröffentlicht, wonach 93 Prozent von über 1.000 MEDI Mitgliedern einer Vorbereitung zum Ausstieg aus dem KV-System zustimmten. Insgesamt sind in MEDI Baden-Württemberg rund 6.400 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten organisiert. Die Arbeitsgemeinschaft MEDI Deutschland zählt bundesweit über 12.000 Mitglieder.
Darüber hinaus hat sich der Vorstand von MEDI Deutschland für mehrere dezentrale Protestveranstaltungen ausgesprochen, die parallel zur Großkundgebung am 19. Mai in Berlin stattfinden sollen. "Über 90 Prozent unserer Mitglieder, die beim Nationalen Protesttag am 24. März ihre Praxen geschlossen hatten, waren nicht in Berlin, wären aber gerne zu einer Veranstaltung in ihrer Region gekommen", so Baumgärtner. "Mit dezentralen Protestaktionen könnten wir insgesamt mehr als 30.000 Demonstranten mobilisieren."
Der 19. Mai wurde von mehreren Ärzteverbänden, darunter auch von MEDI Deutschland, für eine weitere große Ärztedemonstration in Berlin ausgerufen. Damit wollen die Niedergelassenen ihre Proteste weiterführen. "Die politisch Verantwortlichen haben unsere Forderungen zu wenig wahrgenommen und gegen den Willen der Ärzte das neue Arzneimittel-Spargesetz mit seiner Bonus-Malus-Regelung im Bundestag verabschiedet", erklärt Baumgärtner. "Deshalb müssen wir weiter kämpfen." Zu der Berliner Demonstration sind alle Verbände im Gesundheitswesen, Arzthelferinnen und Patienten aufgerufen.
Originaltext: MEDI Deutschland Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=61059 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_61059.rss2
Pressekontakt:
MEDI Deutschland Angelina Schütz Industriestraße 2 70565 Stuttgart
Tel. 0711/ 80 60 79-73 e-Mail: schuetz@medi-verbund.de
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