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Eigenheimbau konzentriert sich auf die Städte

Geschrieben am 03.04.2006 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) -

- Querverweis: Grafik wird über obs versandt und ist unter
http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=ogs abrufbar -


- Kernstädte profitieren von Wohneigentumsnachfrage am stärksten
- Genehmigungsentwicklung 2005 in den west- und südwestdeutschen
Regionen am stabilsten
- Sieben von neun Ballungsräumen mit mehr Eigenheim- als
Geschosswohnungsbau


Der Trend der Wohneigentumsnachfrage in die Stadt ist nicht
neu, sondern hält bereits seit Einführung der Eigenheimzulage im Jahr
1995 an. Bis 2005, dem letzten Jahr der Zulage, haben sich die
Baugenehmigungen von Ein- und Zweifamilienhäusern in den
westdeutschen Ballungsräumen (ohne Berlin) wesentlich besser als
anderswo entwickelt, so die Analyse von LBS Research auf Basis der
aktuellen Baugenehmigungsstatistik. Danach wies der Eigenheimbau in
den Kernstädten in den letzten zehn Jahren mit plus 52 Prozent ein
deutliches Wachstum auf, während in den Randbereichen der
Ballungsräume ein leichtes Minus von 6 Prozent zu registrieren war.
In den ländlicheren Gebieten Westdeutschlands sank der Eigenheimbau
dagegen im Vergleich zu 1995 um 26 Prozent (vgl. Grafik).

Wie die Immobilienexperten der LBS ergänzend mitteilen, haben sich
die Eigenheimgenehmigungen im Verlauf der letzten zehn Jahre in ganz
Deutschland unterschiedlich entwickelt. Zunächst stiegen sie von
200.000 (1995) um 21 Prozent auf 243.000 (1999) an, um danach bis zum
Jahr 2005 um 40 Prozent auf nur noch 145.000 Einheiten abzunehmen.
Selbst im Jahr 2005, so LBS Research, wurde dieser Abwärtstrend nicht
gestoppt - trotz der vorübergehenden Belebung der Bautätigkeit vor
dem Hintergrund der Debatte um die Abschaffung der Eigenheimzulage.
Auch im vergangenen Jahr ist laut Statistik die Zahl der genehmigten
Ein- und Zweifamilienhäuser in Westdeutschland insgesamt um fast 12
Prozent zurückgegangen.

Dieser Rückgang im Jahre 2005 war allerdings nach Angaben der
LBS-Experten in den dünner besiedelten Regionen (mit minus 13,9
Prozent) stärker ausgeprägt als in den neun großen Ballungsräumen
(mit minus 7,7 Prozent). Am stabilsten entwickelten sich demnach im
Vorjahresvergleich die Eigenheimgenehmigungen im Raum Rhein-Neckar
(mit plus 1,3 Prozent), Rhein-Ruhr (minus 2,2 Prozent), Stuttgart
(minus 2,9 Prozent) sowie Rhein-Main (minus 3,1 Prozent). Deutlich
rückläufiger waren die Genehmigungen in den norddeutschen
Ballungsräumen Hamburg, Bremen und Hannover sowie in den bayerischen
Metropolregionen München und Nürnberg mit Minusraten zwischen 13,9
und 21,5 Prozent.

Die Immobilienexperten der LBS weisen darauf hin, dass bereits
seit 1999 der Eigenheimbau in allen neun genannten Ballungsregionen
im ehemaligen Bundesgebiet den Mehrfamilienhausbau übertroffen hat.
Wurden 1995 dort noch 168 Prozent mehr Wohnungen auf der Etage als in
Ein- und Zweifamilienhäusern genehmigt, lag 2005 bereits der
Eigenheimbau mit einem Vorsprung von 23 Prozent vorn. Diese
Gesamtaussage gilt laut LBS Research - mit Ausnahme von Stuttgart und
vor allem München - auch für die einzelnen Ballungsräume. Am
deutlichsten ist dies in der Region Hannover zu beobachten, wo 2005
mehr als sechsmal so viele Wohneinheiten in Eigenheimen wie in
Mehrfamilienhäusern genehmigt worden sind. Lediglich in den
Kernstädten im engeren Sinne sieht die Situation nach Information von
LBS Research noch etwas anders aus. Allerdings würden dort auch die
Geschosswohnungen immer mehr für den Kauf von selbstnutzenden
Wohneigentümern konzipiert. Zudem steigere der Erwerb von
Bestandsobjekten die Wohneigentumsbildung in den städtischen
Schwerpunkten der Wohnungsnachfrage.

Die Tatsache, dass auch in den Ballungsräumen die Bautätigkeit in
den letzten Jahren immer weiter zurückgegangen ist, stellt nach
Auffassung der LBS-Immobilienexperten ein alarmierendes Signal dar.
Längst sei bekannt, dass der Neubau insgesamt deutlich hinter dem
zurückbleibe, was angesichts der weiter wachsenden Zahl an
Haushalten, die gut wohnen wollen, eigentlich erforderlich wäre. Die
Analyse der Entwicklung zeige auch, dass für die
Wachstumsperspektiven sowie für eine gute Wohnungsversorgung gerade
in den Städten die Wohneigentumsbildung immer wichtiger werde. Daher
sind - so die Forderung der LBS-Experten - zum einen verstärkte
kommunale Anstrengungen für die Verbesserung des Baulandangebots
gefragt. Genauso wichtig seien aber deutliche Signale, dass der Staat
die potenziellen Erwerber künftig nicht allein lässt. Vielmehr müsse
die Wohneigentumsbildung als wichtiges Element der Wohnungsversorgung
von Familien mit Kindern, aber auch als Instrument zur Verhinderung
von Altersarmut in den Städten künftig wirksam unterstützt werden.

Originaltext: Landesbausparkassen
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=35604
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_35604.rss2


Pressekontakt:

Ivonn Kappel
Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen
Referat Presse
Tel.: 030-20225-5398
Fax: 030-20225-5395
E-Mail: ivonn.kappel@dsgv.de
 
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