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Prognos-Studie: Arbeitslosigkeit, Sozialversicherungen, Staatsverschuldung - die Sorgenkinder bis 2030

Geschrieben am 02.04.2006 - [Nächster Artikel]

Düsseldorf (ots) -

Handelsblatt stellt exklusiv Wachstumschancen und
wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland bis 2030 vor


Die deutsche Wirtschaft wird in den nächsten zweieinhalb
Jahrzehnten keine Vollbeschäftigung erreichen - das prognostiziert
das Schweizer Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos in einer
umfangreichen Studie über die langfristige wirtschaftliche
Entwicklung Deutschlands. Vor allem die Arbeitsmarktchancen für
gering Qualifizierte werden sich durch Rationalisierung,
Strukturwandel und Globalisierung demnach in Zukunft weiter deutlich
verschlechtern und zwingen die Politik gegenzusteuern, heißt es in
der 700 Seiten umfassenden Untersuchung mit dem Titel "Prognos
Deutschland Report 2030". Das Handelsblatt stellt in seiner
Montagausgabe die Kernergebnisse der Studie exklusiv vor.

"Langfristig wird die Arbeitslosigkeit dennoch deutlich sinken",
so Prognos Geschäftsführer Christian Böllhoff. Für 2030 rechnet
Prognos noch mit rund 2,3 Millionen Arbeitslosen - gegenüber 2005
hätte sich die Zahl der Menschen ohne Job damit mehr als halbiert.
Die Arbeitslosenquote dürfte dann bei 5,9 Prozent liegen. "Diese
Prognose fußt allerdings auf der Annahme, dass die Politik ab 2010
einen funktionierenden Niedriglohnsektor schafft", betont Michael
Schlesinger, Chefökonom der Prognos AG. Anderenfalls gehen die
Wirtschaftsforscher davon aus, dass sich die Arbeitslosenquote noch
im Jahr 2015 auf dem heutigen Niveau bewegt und erst danach rein
demografisch bedingt zurückgeht. Durch die zunehmende Alterung der
Gesellschaft sinke die Zahl der Erwerbspersonen.

Die Wachstumsschwäche wird Deutschland laut Prognos bis 2030 nicht
nachhaltig überwinden: Mehr als ein Wachstum von 1,4% pro Jahr sei
langfristig nicht drin. "Wachstumsraten wie in den siebziger Jahren
wird Deutschland auch in fernerer Zukunft nicht mehr erreichen",
heißt es in der Studie. Das reale Pro-Kopf-Einkommen werde aber
dennoch bis 2030 um mehr als 40 Prozent steigen.

Die Beitragssätze zur Renten-, Kranken-, und Pflegeversicherung
werden laut Prognos zum Teil dramatisch ansteigen, mit entsprechenden
Folgen für die Arbeitskosten. Der Rentenbeitragssatz wird 2030
voraussichtlich bei über 25 Prozent liegen, bei der
Pflegeversicherung sind es mehr als 3 Prozent. Die Verschuldung des
Staates steigt weiter an, auch langfristig bleibt sie in Relation zum
BIP bei fast 70% und verletzt damit ein Maastricht-Kriterium. Die
Globalisierung gewinnt für die Wirtschaftsstruktur weiter an
Bedeutung. Vor allem die Dienstleistungen werden vom Strukturwandel
profitieren. Beschäftigungswachstum ist nur in wenigen Branchen zu
erwarten. Die neuen Bundesländer bleiben auf Dauer hinter der
gesamtdeutschen Entwicklung zurück.


Über den Prognos Deutschlandreport 2030

Am 3. April 2006 erscheint der neue Prognos Deutschland Report
2030, seit 40 Jahren das umfassendste Kompendium zur Zukunft
Deutschlands. Wissenschaftlich fundiert gibt Prognos in dem alle vier
Jahre erscheinenden Standardwerk eine einzigartige, detaillierte
Sicht auf die Entwicklung Deutschlands bis zum Jahr 2030.


Hinweis für Redaktionen:

- Am 3. April fasst das Handelsblatt auf einer Doppelseite die
Kernergebnisse der Studie zusammen.
- Alle Handelsblatt-Artikel zum Thema sind nach Erscheinen
nachzulesen unter www.handelsblatt.com/deutschlandreport
- Detaillierte Informationen zum Deutschland Report 2030 können im
Internet abgerufen werden unter
www.prognos.com/deutschlandreport


Handelsblatt - Wirtschafts- und Finanzzeitung

Das Handelsblatt ist die größte Wirtschafts- und Finanzzeitung in
deutscher Sprache. Rund 200 Redakteure, Korrespondenten und ständige
Mitarbeiter rund um den Globus sorgen für eine aktuelle, umfassende
und fundierte Berichterstattung. Für Entscheider zählt die
börsentäglich erscheinende Wirtschafts- und Finanzzeitung heute zur
unverzichtbaren Lektüre: Laut Leseranalyse Entscheidungsträger in
Wirtschaft und Verwaltung (LAE) 2005 erreicht das Handelsblatt
289.000 Entscheider, das entspricht 12,6 Prozent.


Prognos - Orientierung in Zukunftsfragen

Die Schweizer Prognos AG berät seit 1959 europaweit
Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft in Zukunftsfragen. Auf
Basis neutraler Analysen und fundierter Prognosen entwickeln Experten
in Basel, Berlin, Bremen, Brüssel und Düsseldorf praxisnahe
Entscheidungsgrundlagen und Zukunftsstrategien für Unternehmen,
öffentliche Auftraggeber und internationale Organisationen. Mehr
unter www.prognos.com.


Originaltext: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=8076
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_8076.rss2

Kontakt:

Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH
Bettina Schönherr
Tel.: 0211.887-1132
Fax: 0211.887-1107
E-Mail: b.schoenherr@vhb.de

Prognos AG
Birte Jessen
Tel.: 030.520059-222
Fax: 030.520059-201
E-Mail: birte.jessen@prognos.com
 
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