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"Age-Management": Potenzial älterer Mitarbeiter nutzen 3. Wiesbadener Gespräche zur Sozialpolitik des Arbeitgeberverbandes HessenChemie in Wiesbaden zeigen Handlungsfelder für Politik und Betriebe au

Geschrieben am 14.03.2007 - [Nächster Artikel]

Wiesbaden (ots) - "Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir es uns
noch leisten können, verstärkt auf das Potenzial der Jüngeren
abzustellen und gleichzeitig auf das große Potenzial der älteren, gut
ausgebildeten und erfahrenen Arbeitnehmer über 50 Jahren zu
verzichten." Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende des
Arbeitgeberverbandes HessenChemie die etwa 200 Teilnehmer der 3.
Wiesbadener Gespräche, die am heutigen Mittwoch im Kurhaus Wiesbaden
stattfanden.

Im Jahr 2050 wird es 11 Millionen Arbeitskräfte weniger in
Deutschland geben, dass heißt die Erwerbstätigenzahl wird von rund 45
Millionen auf 34 Millionen sinken. Auch die Altersstruktur und die
damit zur Verfügung stehende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird
sich verändern. Derzeit bilden die 35- bis 49-Jährigen mit 20
Millionen die größte Altersgruppe. In den nächsten Jahrzehnten werden
diese Beschäftigten in die Gruppe der Älteren aufsteigen. Bereits
2020 werden die dann 50- bis 64-jährigen den größten Teil der
erwerbstätigen Bevölkerung darstellen.

Daraus folgerte Caprano: "Im immer schärfer werdenden Wettbewerb
um qualifizierte Mitarbeiter werden die Unternehmen, die sich
rechtzeitig auf die demografische Entwicklung einstellen, die Nase
vorn haben. Denn eine längere Teilhabe Älterer am Arbeitsleben kann
erfolgreich dazu beitragen, dem sich bereits heute in einigen
Branchen abzeichnenden Fachkräftemangel zu begegnen."

Mögliche Handlungsfelder eines Age-Managements hat HessenChemie im
Rahmen einer Befragung unter seinen Mitgliedsunternehmen eruiert.
Abgefragt wurden die Bereiche Arbeitszeitgestaltung und
Arbeitsorganisation, Qualifizierung, Weiterbildung und Stärkung der
Arbeitsfähigkeit durch Gesundheitsprävention.

Bausteine eines "Age-Managements" sind unter anderem eine an den
Lebensphasen der Mitarbeiter orientierte Arbeitszeitgestaltung,
zusätzliche Kurzzeitpausen und verminderte Arbeitszeiten für ältere
Mitarbeiter. Möglich sind auch flexiblere Arbeitszeiten,
Langzeitkonten oder die besondere Berücksichtigung der Älteren bei
der Schichtplangestaltung. 59 Prozent ermöglichen eine selbständige
und damit altersgerechte Arbeitseinteilung und 45 Prozent der
Unternehmen achten bewusst auf eine gesunde Mischung der Generationen
("Generationen-Mix").

Ältere Mitarbeiter verfügen in der Regel über eine tiefgehende
Praxis und ein breites Erfahrungswissen. Dieses Wissen schätzen 84
Prozent der Unternehmen. Die spezielle Nutzung dieses Kapitals
erfolgt zum Beispiel durch Know-how-Transfer, Patenschaften,
Mentoring für jüngere Mitarbeiter oder die Einbindung Älterer als
Berater. Auch bei der Schulung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter,
bei Weiterbildung und der Zusammensetzung von Projektteams wird das
Wissen genutzt. 78 Prozent der beteiligten Unternehmen stehen der
Neueinstellung von über 50-Jährigen grundsätzlich positiv gegenüber,
auch wenn zahlenmäßig überwiegend jüngere Bewerber eingestellt
wurden.

Den Tagungsband "50plus - Potenziale für Wirtschaft und
Gesellschaft" mit Expertenbeiträgen und Praxisbeispielen aus den
Unternehmen kann man kostenlos über die Internetseite
www.wiesbadenergespraeche.de bestellen.

Originaltext: Arbeitgeberverband HessenChemie
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53824
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_53824.rss2

Pressekontakt:
Arbeitgeberverband Chemie und
verwandte Industrien für das Land Hessen e.V.
Jürgen Funk, Pressesprecher
Abraham-Lincoln-Straße 24, 65189 Wiesbaden
Tel: 0611 / 7106-49
Mobil: 01622 / 710649
Fax: 0611 / 7106-66
E-Mail: funk@hessenchemie.de
Internet: www.hessenchemie.de
 
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