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Rohstoffe stabilisieren in unruhigen Zeiten
Geschrieben am 14.03.2007 - [Nächster Artikel] |
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Frankfurt am Main (ots) -
Als Portfolio-Beimischung tragen Rohstoffe zu einer günstigeren Risikostreuung bei
Nach Ansicht der meisten Experten werden sich die weltweiten Aktienmärkte weiterhin positiv entwickeln - allerdings dürften aufgrund steigender Nervosität auch unerwartete Kursschwankungen zunehmen. Einen ersten Vorgeschmack darauf erhielten Anleger Ende Februar, als die chinesischen Börsen einbrachen und die Kurse weltweit nach unten zogen. Mit dieser Erfahrung wächst bei vielen Investoren der Wunsch nach einer breiteren Streuung ihrer Anlagerisiken. Eine attraktive Möglichkeit hierfür sind Rohstoffe. "Rohstoffe entwickeln sich nicht im Gleichlauf mit den Aktien- und Rentenmärkten und sind daher zur Diversifizierung des Portfolios gut geeignet. Denkbar sind Produkte, die auf Rohstoff-Terminkontrakten basieren, oder strukturierte Rohstoff-Zertifikate", erklärt Gerrit Weber, der im Commerzbank Private Banking das Wertpapiermanagement verantwortet.
Investition in Rohstoffe lohnt vor allem bei begrenztem Angebot
Grundsätzlich können unter Investitionsgesichtspunkten drei Rohstoffarten unterschieden werden:
- Rohstoffe, deren Angebot begrenzt ist und deren Erschließung langjährige Investitionszyklen erfordert, wie Metalle, Öl und Gas
- Rohstoffe, bei denen Angebotsengpässe innerhalb eines Jahres und mit vertretbaren Kosten behoben werden können, z. B. Agrarrohstoffe
- Rohstoffe, die im Prinzip keine großen Angebotsrestriktionen haben und bei denen Lagerveränderungen eine große Rolle spielen, wie beim Gold
Zur Anlage eignet sich vor allem die erste Rohstoffart, da hier tendenziell eher mit Preissteigerungen und den damit verbundenen Renditen zu rechnen ist. Rohstoffe ohne große Angebotsrestriktionen hingegen sind weniger geeignet. Die dritte Rohstoffart bietet zwar eine langfristige strategische Absicherung für Krisenzeiten. Bestehen allerdings wie beim Gold Lagerbestände in einer Größenordnung von 32.000 Tonnen, müssen Knappheitsgesichtspunkte in den Hintergrund treten.
Diversifizierung durch aktienunabhängige Anlageformen
Durch den Erfolg des Segments, das zeitweise deutlich höhere Renditen brachte als Aktien, haben die Anlagemöglichkeiten in den vergangenen Jahren explosionsartig zugenommen. Rohstoffe haben sich in diesem Zeitraum von einem exotischen Thema für institutionelle Anleger zu einem festen Bestandteil vieler Portfolios entwickelt. Verbreitet ist der Kauf von Aktien mit Bezug zu Rohstoffen, etwa Unternehmensaktien von Ölgesellschaften, Explorations- oder Transportfirmen. Grundsätzlich kann diese Anlageform empfohlen werden, wenn positive Gewinnerwartungen für die zugrunde liegenden Unternehmen gegeben sind.
Wer allerdings die Schwankungen seines Aktienportfolios verringern möchte, dem raten die Experten des Commerzbank Private Banking zu andere Anlagen. Ein Beispiel ist der Erwerb von Rohstoffen über Terminkontrakte. Die genaue Ausgestaltung und die jeweiligen Einflussparameter für die Wertentwicklung der Produkte sollten jedoch im Vorfeld eines Investments analysiert werden. Zudem existieren für fast alle Rohstoffarten strukturierte Zertifikate mit den verschiedensten Sicherheitsmechanismen. Dabei sollte die Anlageform individuell auf die Anforderungen und die Anlagementalität des Kunden zugeschnitten sein, denn die Preisschwankungen sind teilweise extrem. Ein professionelles Research und eine fundierte Beratung sind deshalb dringend angeraten.
Langfristig positive Entwicklungen zu erwarten
Neben der Diversifizierung sind auch die zu erwartenden Renditen ein Argument für die Investition in Rohstoffe. Drei globale Trends werden die Rahmenbedingungen für Rohstoffe in den nächsten Jahren bestimmen:
1. Weltwirtschaft mit stabilem Wachstum
Ein hohes Wirtschaftswachstum lässt die Rohstoffnachfrage steigen. Im Fokus stehen dabei nicht einzelne Volkswirtschaften, sondern - analog zur Internationalität der Rohstoffmärkte - das globale Wachstum. Und dies befindet sich derzeit auf einem stabilen, hohen Niveau. 2007 wird die Weltwirtschaft laut OECD um reichlich 4% expandieren.
2. Neue globale Strukturen
Durch das höhere Wachstum der Schwellenländer werden sich die Anteile der einzelnen Länder an der Weltwirtschaft massiv verändern. So wird im Jahr 2050, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, China die größte Volkswirtschaft sein. Danach folgt hinter den USA bereits Indien. Dabei gilt der einfache Zusammenhang, dass aufstrebende Volkswirtschaften einen höheren Anteil an Basisrohstoffen wie Öl oder Metalle verbrauchen. Zudem will die immer stärker wachsende Mittelschicht mit Produkten wie Benzin, veredelten Baustoffen und höherwertigen Nahrungsmitteln wie Kakao, Fleisch oder Zucker sowie mit Luxusgütern versorgt werden.
3. Knappes Angebot durch Produktionsengpässe
In den neunziger Jahren führten neue, billigere Produktionsmethoden zu sinkenden Preisen. Diese Entwicklung bremste die Investitionen wie zum Beispiel die Erschließung neuer Metall- und Erdölvorkommen. Die entstandenen Kapazitätsengpässe sind noch heute spürbar, geeignete Substitute fehlen oder können nur langsam entwickelt werden. Am Rohstoffmarkt wird diese Kombination aus Kapazitätsengpässen und der kostenintensiven Erschließung neuer Ressourcen längerfristig zu einem knappen Angebot führen.
Betrachtet man all diese Trends, ist für Rohstoffe in den nächsten Jahren eine positive Entwicklung zu erwarten. In Kombination mit der stabilisierenden Auswirkung auf ein Portfolio werden Rohstoffe damit zu einer interessanten Beimischung, die allerdings intensiver Beratung bedarf.
Originaltext: Commerzbank Private Banking Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=54251 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_54251.rss2
Pressekontakt: Commerzbank Private Banking - Public Relations 60261 Frankfurt am Main Tel. (069) 136 - 44552 Fax (069) 136 - 56928 E-Mail: PR.PrivateBanking@commerzbank.com Internet: www.privatebanking.commerzbank.de
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