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Fernost-Metropolen sind Spitzenreiter beim Wachstum

Geschrieben am 09.03.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) -

- Querverweis: Eine Gesamttabelle mit Auflistung der 150
untersuchten Städte liegt in der digitalen Pressemappe zum
Download vor und ist unter
http://www.presseportal.de/dokumente abrufbar -

PwC-Prognose 2020: Stärkstes Wachstum in den Boomtowns der
Schwellenländer / Tokio und New York bleiben führend / Deutsche
Städte weiterhin nicht unter den "Top 50"

Die Städte in den Schwellenländern sind im kommenden Jahrzehnt
Schrittmacher der Weltwirtschaft. Tokio, New York, London und andere
Metropolen der etablierten Industriestaaten werden zwar auch 2020 die
Rangliste der wirtschaftlich stärksten Städte prägen, in den
Großstädten der Schwellenländer wächst die Wirtschaft jedoch deutlich
dynamischer, wie aus Berechnungen der Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) für den "Economic
Outlook 2007" hervor geht. Eine deutsche Stadt wird allerdings auch
2020 voraussichtlich nicht unter den "Top 50" vertreten sein. "Die
Veränderungen in der Rangliste spiegeln sowohl die unterschiedliche
demographische Entwicklung in Industrie- und Schwellenländern als
auch den Anstieg der Pro-Kopf-Einkommen in den Emerging Economies
wider. Zudem zeigt die Studie, dass in den Industriestaaten vor allem
Städte mit einer Spezialisierung auf Dienstleistungen für Industrie-
und Finanzdienstleister überdurchschnittliche Wachstumschancen
haben", erläutert Alfred Höhn, Partner und Leiter von PwC-Economics
in Deutschland.

Städte der Schwellenländer wachsen schneller

Sämtliche der 30 wachstumsstärksten Städte liegen in
Schwellenländern. Champion ist die nordchinesische Industriestadt
Changchun mit einem Zuwachs der kaufkraftbereinigten
Wirtschaftsleistung von 6,9 Prozent pro Jahr bis 2020. Insgesamt ist
China in dieser Rangliste mit zehn Städten vertreten, Indien mit neun
und Indonesien und Vietnam mit jeweils zwei Städten.

Die hohe Wachstumsdynamik lässt das wirtschaftliche Gewicht der
Städte in den Emerging Economies steigen. Lagen im Jahr 2005 noch 63
der 100 wirtschaftlich bedeutendsten Städte in den Industriestaaten,
werden es 2020 voraussichtlich nur noch 55 sein. Umgekehrt verbessern
sich die Schwellenländer von 37 auf 45 Städte unter den
wirtschaftlich stärksten 100 Metropolen.

Einkommensunterschiede bleiben hoch

"Der Aufholprozess der Städte in den Schwellenländern sollte aber
nicht darüber hinweg täuschen, dass der Abstand beim
Pro-Kopf-Einkommen auch 2020 noch sehr groß sein wird", betont Höhn.
So wird beispielsweise New York seine Wirtschaftsleistung von 2005
bis 2020 um jährlich 2,2 Prozent steigern können. In absoluten Zahlen
entspricht dies einem Anstieg von kaufkraftbereinigt gut 1,1
Billionen US-Dollar auf knapp 1,6 Billionen US-Dollar. Die
Wirtschaftsleistung in Schanghai dürfte im gleichen Zeitraum um
jährlich 6,5 Prozent auf 360 Milliarden US-Dollar wachsen und die
chinesische Metropole vom 32. auf den 16. Platz der weltweit
stärksten Stadtwirtschaften bringen. Doch auch nach diesem Szenario
würde das Pro-Kopf-Einkommen in Schanghai im Jahr 2020 nur 19.150
US-Dollar erreichen gegenüber 76.900 US-Dollar in New York.

Deutsche Metropolen fallen weiter zurück

Die vier deutschen Städte im weltweiten Ranking fallen bis 2020
weiter zurück. Berlin wird sich von Rang 69 auf 86 verschlechtern,
Hamburg von 77 auf 95 und München von 83 auf 100. Köln fällt der
Prognose zufolge vom 121. auf den 134. Platz der weltweit 151
wirtschaftsstärksten Städte. Auch andere europäische Metropolen wie
Amsterdam, Kopenhagen oder Rom bis 2020 zählen zu den Absteigern. In
Deutschland zeigt sich, dass das Fehlen einer "Megacity" zu hinteren
Plätzen führt. Während München, Hamburg und Köln mit prognostizierten
Wachstumsraten von 2,6 bis 2,0 Prozent im Konzert der "OECD Städte"
recht achtbar stehen, führt die geringere Bevölkerungszahl zu
hinteren Plätzen. Die internationale Großstadt Berlin verfügt sicher
eher über das Bevölkerungspotenzial fällt allerdings mit einer
Wachstumsrate von lediglich 1,1 Prozent deutlich zurück. Langsamer
wächst von allen 151 untersuchten Städten nur Budapest.

Neue Chancen für alte Städte

"Die Dynamik der Emerging Economies bietet jedoch Städten überall
auf der Welt neue Chancen", ist Höhn überzeugt: "Rankings mit Auf-
und Absteigern dürfen nicht zu dem Missverständnis führen, dass
wirtschaftliche Entwicklung ein Nullsummenspiel ist. Von der höheren
Kaufkraft in Schanghai oder Mexiko City profitieren Finanzzentren wie
London oder New York ebenso wie die Modeindustrie in Paris und
Mailand oder für Touristen besonders attraktive Ziele von Berlin bis
Venedig", so der PwC-Experte.

Bei allen Unsicherheiten, mit denen Prognosen verknüpft sind,
unterstreicht die Studie die wachsende Bedeutung der Stadt für die
Weltwirtschaft. Bereits im Jahr 2005 erwirtschafteten die 30
wirtschaftlich stärksten Städte gemeinsam etwa 16 Prozent der
weltweiten Wirtschaftsleistung, die "Top 100" kamen sogar auf 25
Prozent. Bis 2020 dürfte dieser Anteil deutlich wachsen.

Redaktionshinweis: Die PricewaterhouseCoopers AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist in Deutschland mit 8.100
Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro
eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften.
An 28 Standorten arbeiten Experten für nationale und internationale
Mandanten jeder Größe. PwC bietet Dienstleistungen an in den
Bereichen Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen
(Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie in den Bereichen
Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung (Advisory).

Originaltext: PwC PriceWaterhouseCoopers
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=8664
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_8664.rss2

Pressekontakt:
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Alfred Höhn
PwC Economics
Tel.: (069) 26 36 - 12 04
E-Mail: alfred.hoehn@de.pwc.com

Karim Schäfer
PricewaterhouseCoopers AG WPG
Presseabteilung
Tel.: (069) 95 85 - 10 74
E-Mail: karim.schaefer@de.pwc.com
 
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