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München (ots) -
Fast jeder 10.erkrankte Hund starb trotz Behandlung
Galt die Hundemalaria, der Tierarzt spricht auch von Babesiose, bis vor wenigen Jahren als reine Reisekrankheit, so hat sich das entscheidend geändert. Das bestätigte eine Tierärztebefragung, die im Auftrag des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte (bpt) im letzten Jahr durchgeführt wurde. 1300 Tierarztpraxen meldeten 834 Hunde, die an der extrem gefährlichen Hundemalaria erkrankten, ohne dass diese jemals im Ausland waren und sich dort infizieren konnten. Etwa jeder zehnte erkrankte Hund starb trotz Behandlung. Aufgrund des milden Winters ist in diesem Jahr mit einem weiteren Anstieg der Hundemalaria zu rechnen.
Ausbreitung der Hundemalaria erfolgt rasch
Die schnelle Ausbreitung der Hundemalaria führt Professor Eberhard Schein, Direktor des Instituts für Parasitologie und Tropenveterinärmedizin der Freien Universität Berlin auf eine Besonderheit der Auwaldzecke hin. Sie überträgt die Erreger der Hundemalaria, die Babesien, direkt auf ihre Brut, so dass alle 3000 bis 5000 Eier der infizierten Zecke auch mit den Erregern der Hundemalaria infiziert sind. Hierdurch erfolgt die rapide Ausbreitung. Die Krankheit ist in ihren Symptomen und dem Krankheitsverlauf der menschlichen Malaria sehr ähnlich, auch wenn die Überträger und die Erreger unterschiedlich sind. In beiden Fällen werden die roten Blutkörperchen von Parasiten befallen und zerstören diese. Blutarmut, hohes Fieber und Gelbsucht sind die Folge. In den meisten Fällen stirbt der unbehandelte Hund an Nierenversagen.
Prävention: Wichtigster Schritt zur Vermeidung der Krankheit
Der beste Schutz vor der Hundemalaria ist die Prävention vor Zecken. Das Absammeln allein bietet keinen sicheren Schutz, da die Zecken ihre Erreger bereits vor dem Entfernen übertragen haben können. Als besonders wirkungsvoll haben sich die 65%igen Permethrin-Lösungen, wie exspot®, erwiesen, die im sogenannten Spot on-Verfahren auf die Haut des Hundes geträufelt werden. Der große Vorteil dieser Präparate ist die Zweifachwirkung. Zum einen verhindern sie durch ihre abschreckende Wirkung (Repellenteffekt) ein Anheften der Parasiten und damit die Blutmahlzeit mit der Erregerübertragung, zum anderen töten sie durch die akarizide/insektizide Wirkung die Parasiten ab. Nach vier Wochen muss die Behandlung erneuert werden. Gefahren für den Hundehalter oder die Umwelt sind nicht bekannt. Der Wirkstoff von exspot®, das Permethrin, ist auch in Deutschland in geringerer Konzentration zur Behandlung der Krätze (Scabies) bei Kleinkindern und zur Bekämpfung von Läusen zugelassen. Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird dieser Wirkstoff ebenfalls zur Behandlung der Krätze empfohlen.
Spot on-Produkte schützen auch den Menschen
Durch diese Maßnahmen schützt der Hundehalter aber auch sich selbst und seine Familie vor den Parasiten. Wenn Zecken sich nicht auf dem Hund festsetzen, können sie auch nicht über ihn ins Haus getragen werden. Der Mensch kann zwar nicht an Hundemalaria erkranken, bei Infektion drohen ihm aber die Borreliose und/oder die gefährliche FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Deshalb sollte er sich gegen die FSME durch Impfung schützen.
Originaltext: essex tierarznei München Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=62742 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_62742.rss2
Pressekontakt: Agentur Scheunemann Fax: 02246 / 16775
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