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Stimmungshoch am Finanzplatz Frankfurt / Finanzdienstleister noch optimistischer als Banken und Versicherungen / Neuer CFS-Finanzplatzindex beobachtet die Entwicklung der Finanzindustrie in Deutschlan

Geschrieben am 08.03.2007 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) - Das Center for Financial Studies (CFS)
präsentiert heute offiziell den CFS-Finanzplatzindex. In
vierteljährlichem Abstand wird der Index künftig über die
Einschätzungen der Finanzmarktakteure hinsichtlich der Entwicklung
des Finanzstandortes Deutschland Auskunft geben. Der erste Indexwert
beträgt 126,2 und deutet auf ein Stimmungshoch am Finanzplatz
Frankfurt hin.

Der CFS-Finanzplatzindex basiert auf einer Mitte Februar 2007
durchgeführten Managementbefragung unter 150 Führungskräften des
Finanzplatzes Frankfurt. Die Erweiterung des Panels auf Deutschland
ist für die nächste Zukunft vorgesehen. Der CFS-Finanzmarktindex
fasst die Beurteilung und Erwartungen bezüglich spezifischer
Unternehmenskennzahlen zusammen und gibt somit eine repräsentative
Erwartungshaltung wieder. Konstruktionsbedingt beträgt der maximale
Indexwert 150, der minimale 50. Ein Wert von 100 signalisiert eine
neutrale Stimmungslage. Der nun ermittelte, erste Indexwert von 126,0
deutet auf eine sehr positive Stimmungslage der Finanzbranche und der
mit ihr verbundenen Unternehmen hin.

Dabei übertreffen die Erwartungen für das aktuelle Quartal noch
die guten Werte des letzten Quartals im Jahr 2006. Diese
Aufwärtsbewegung resultiert aus einem erwarteten
Beschäftigungszuwachs, vor allem bei finanzplatzorientierten
Dienstleistern wie Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten und
Ratingagenturen. Die Ertragserwartungen sind dagegen auf hohem Niveau
leicht rückläufig.

Grundsätzlich sind die befragten Unternehmensvertreter gedämpft
optimistisch für die zukünftige, internationale Entwicklung des
Finanzstandortes Frankfurt. Dabei sind es wiederum die
finanzplatzorientierten Dienstleister, deren Erwartungen deutlich
positiver ausfallen, als jene der klassischen Finanzinstitute:
Banken, Versicherungen, Investmentgesellschaften und die Börse. Die
internationale Börsenkonsolidierung wird gegenwärtig überwiegend als
Bedrohung für den Finanzplatz wahrgenommen, insbesondere von den
Finanzinstituten. Langfristig erwartet man aber von einer allein
operierenden Deutschen Börse AG keineswegs eine Marginalisierung des
Börsenplatzes Frankfurt.

Die anstehende Umsetzung der europäischen Richtlinie über Märkte
für Finanzinstrumente (MiFID), die zu erhöhter Transparenz im
Wertpapiergeschäft beitragen wird, schlägt sich in der Erwartung
nieder, dass es zu einer Umverteilung der Erträge hin zu den
Finanzdienstleistern kommen wird. Finanzinstitute, insbesondere
Banken, sehen dagegen per Saldo eine weitere Kostenbelastung auf sich
zukommen.

Der CFS-Finanzplatzindex ist Teil des hessischen
Finanzplatz-Monitorings, mit welchem die Wettbewerbsfähigkeit des
Finanzplatzes im europäischen Vergleich gemessen werden soll. Die
Helaba Landesbank Hessen-Thüringen hat diesbezüglich bereits im
Sommer 2006 die Auftaktstudie "Finanzplatz Frankfurt - Ein Standort
bewegt sich" veröffentlich, die für den Finanzplatz Frankfurt die
kontinentaleuropäische Führungsrolle als möglich erachtet. Sie
unterstützt das CFS organisatorisch und finanziell beim Dauerbetrieb
des Finanzplatzindex und ist neben der Frankfurt School of Finance &
Management und der Hessen Agentur Partner im Gesamtprojekt
Finanzplatz-Monitoring.

Die nächste Befragung für den CFS-Finanzplatzindex findet vom 16.
bis 20. April 2007 statt und soll im Hinblick auf die Abdeckung des
Finanzplatzes Deutschland kontinuierlich ausgebaut werden.
Interessierte Unternehmen aus der Finanzbranche, die bisher nach
nicht an der Befragung teilnehmen, können sich zwecks weiterer
Informationen an das CFS wenden.

Weitere Informationen zum CFS-Finanzplatzindex, z.B. eine
Übersicht der an der Befragung beteiligten Unternehmen sowie die
genaue Abgrenzung von Finanzinstitutionen und finanzplatzorientierten
Dienstleistern, erhalten Sie unter http://www.finanzplatzindex.de.

Kurzprofil CFS

Das Center for Financial Studies (CFS) mit Sitz in Frankfurt am
Main ist ein an die Johann Wolfgang Goethe-Universität angegliedertes
und unabhängig finanziertes Forschungsinstitut. Es betreibt
international ausgerichtete Forschung über Finanzmärkte,
Finanzintermediäre und Monetäre Ökonomie. Das CFS veranstaltet
regelmäßig internationale Konferenzen, Kolloquien, wissenschaftliche
Foren und Fachvorträge zu finanzmarktrelevanten Fragen und fördert so
den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Präsident des CFS ist
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing. Vorstandsvorsitzender des
Trägervereins ist Dr. Rolf-E. Breuer. Die Institutsarbeit wird von
den beiden Direktoren Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen und Prof. Volker
Wieland, Ph.D. geleitet.

Originaltext: Landesbank Hessen-Thüringen
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=55060
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_55060.rss2

Pressekontakt:

Stephan H. Späthe,
FRM Center for Financial Studies an der Johann Wolfgang
Goethe-Universität
Mertonstr. 17-21
60325 Frankfurt am Main
Tel.: (069) 798-30090
Mobil: (0176) 24050072
Fax: (069) 798-30077
E-Mail: spaethe@ifk-cfs.de
Internet: http://www.finanzplatzindex.de




Wolfgang Kuß
Presse und Kommunikation

Helaba
Landesbank Hessen-Thüringen
Girozentrale
MAIN TOWER
Neue Mainzer Str. 52-58
60311 Frankfurt
Tel.: 069/9132-2877
Fax: 069/9132-4335
e-mail: wolfgang.kuss@helaba.de
Internet: http://www.helaba.de
 
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