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Sarrazin zum LBB-Verkauf: "Hoher Preis entscheidet" / Rund 2,4 Milliarden Euro mehr durch strategischen Investor
Geschrieben am 07.03.2007 - [Nächster Artikel] |
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Berlin (ots) - "Wer einen hohen Preis zahlt, dient dem Land Berlin. Deshalb steht bei unseren Entscheidungskriterien der Preis an oberster Stelle." Darauf verwies der Berliner Finanzsenator, Dr. Thilo Sarrazin, anlässlich einer Veranstaltung des Gesprächskreises "Privatisierungen in Deutschland" in Berlin.
Dr. Dirk Becker, Finanzanalyst von Kepler Equities, rechnete vor, dass ein strategischer Investor dem Land Berlin im Vergleich zu einer Börsenplatzierung rund 2,4 Milliarden Euro mehr bringen würde. Darüber hinaus hielt er das Volumen von 810 Millionen Aktien für zu groß, um es ohne substanzielle Abschläge platzieren zu können, zumal es sich dann um die zweitgrößte Aktienplatzierung nach der Telekom handeln würde. Erfahrungsgemäß würden in einem Bietergefecht regelmäßig hohe Prämien erzielt. Insofern wäre ein Preis von bis zu 8 Euro pro Aktie denkbar. Bei einem Börsengang sah Becker eine Größenordnung von maximal 5 Euro pro Aktie.
Den jüngsten Spekulationen über angebliche Mehrkosten eines öffentlichen Abfindungsangebots trat Becker entgegen. Mehrkosten entstünden nur in Höhe der Differenz zwischen dem Börsenkurs und dem in der Auktion gezahlten Preis pro Aktie. Damit würden sich die Mehrkosten für die Abfindung des freefloat im unteren dreistelligen Millionenbereich bewegen.
Mit Blick auf die Diskussion um die Berücksichtigung von Nebenbedingungen wie Sicherung von Arbeitsplätzen oder Sitz des Instituts machte Sarrazin deutlich: "Wir machen das Spiel nicht mit: Wir bieten Euch Arbeitsplätze, wollen dafür aber einen geringeren Preis zahlen."
Der stv. Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz im Europäischen Parlament, Alexander Graf Lambsdorff, stellte klar, dass die EU-Kommission ausschließlich wirtschaftliche Maßstäbe beim Verkauf der LBB fordert. Sozialpolitische und standortspezifische Kriterien dürften keine Rolle spielen. Lambsdorff wies darauf hin, dass auch die Zuteilung von Aktien im Falle eines Börsengangs dem Transparenzgebot der EU-Kommission entsprechen müsse. Eine bevorzugte Platzierung bei ausgewählten Kerninvestoren sei daher kritisch.
Originaltext: EGIP Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=65562 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_65562.rss2
Pressekontakt: Bohnen Kallmorgen & Partner / EGIP Europäische Investorenschutzvereinigung e.V. Gesprächskreis "Privatisierungen in Deutschland" Wilhelmstraße 67 10117 Berlin Tel.: +49-30-206 337 89 Fax: +49-30-206 337 90 Email: info@bohnen-kallmorgen.com
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