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Zoobesuch der dritten Dimensionen: Mit neuen Medien Tieren auf der Spur

Geschrieben am 06-03-2007

Osnabrück (ots) -

Internet und mobile Info-Angebote halten in Osnabrück Einzug -
Taschencomputer und Handys im Einsatz

Die elektronischen Medien und ihre Nutzungsmöglichkeiten gerade
für Kinder und Jugendliche sind in der Kritik. Doch das, was heute
viele mit Blick auf Killerspiele im Internet als Fluch der modernen
Zeit geißeln, kann auch ein Segen sein. Im Zoo Osnabrück etwa sollen
Informationen über die dort lebenden Tiere, ihren natürlichen
Lebensraum und ihre Gefährdung mit Hilfe neuer Medien angeboten
werden. Durch dreidimensionale Darstellungen im Internet und mobile
Informationsangebote sollen insbesondere Schüler und Studenten
gezielt angesprochen werden. Das in Deutschland und Europa einmalige
Projekt des Instituts für Geoinformatik und Fernerkundung (IGF) der
Universität Osnabrück und der Zoogesellschaft Osnabrück wird mit fast
100.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
unterstützt.

Ziel des Projektes sei es, neue Medien zur Umweltbildung im Zoo zu
erproben und einzusetzen, betonte heute bei der Übergabe des
Bewilligungsschreibens an Dr. Ulrich Michel von der Universität
Osnabrück und Reinhard Coppenrath sowie Andreas Busemann von der
Zoogesellschaft DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Zum einen
würden die Informationen dem Besucher bereits im Vorfeld mit einem
dreidimensionalen Zoo-Rundgang im Internet vorgestellt, zum anderen
über einen mobilen und elektronischen Zooführer während des Besuchs
präsentiert.

Die Informationen sollten in einer neuen Tiefe angeboten werden,
betonte Zoogesellschafts-Präsident Coppenrath. Dies könne etwa durch
Bildmaterial, kurze Videoclips, die das Tier in seiner natürlichen
Umgebung zeigen, Tiergeräusche oder Interviews mit Pfleger und
Zooärztin verwirklicht werden. So solle der Nutzer animiert werden,
sich mit dem Tier und seinem Lebensraum intensiver auseinander zu
setzen. Die Besucher könnten so auch auf Maßnahmen zum Schutz der
Tiere hingewiesen und für diese Thematik interessiert und
sensibilisiert werden. An den einzelnen Gehegen könnten je nach
Wunsch weitere Informationen abgerufen werden. Der bislang gedruckte
Zooführer solle um ein digitales mobiles Informationssystem ergänzt
werden, das auf Taschencomputern (PDA) oder Handys genutzt werden
könne.

Die Internet-Darstellung des Zoos könne zum Besuch motivieren und
differenzierte Informationen zu einzelnen Tieren hinterlegen, die
nach einem Zoobesuch beispielsweise für die schulische Nachbereitung
vertieft werden könnten, betonte Dr. Michel von der Universität
Osnabrück. Das mobile Informationssystem biete die Möglichkeit, live
vor dem Gehege oder im Tierhaus stehend, erweiterte Informationen zu
den jeweiligen Tieren abzurufen.

Der Einsatz elektronischer Medien ermögliche neue Formen der
Umweltwissensvermittlung, unterstrich Brickwedde. Informationen
könnten schnell zugänglich, individuell aufbereitet und abfragbar
gemacht werden. Der Trend gehe weiter in Richtung neuer Medien. Wie
eine aktuelle Online-Studie von ARD und ZDF zeige, nutzten
Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren zu 96 Prozent das Internet. Die
Umfrage habe zudem ein hohes Interesse an mobiler Mediennutzung
ermittelt.

"Aus Sicht der Umweltbildung ist es wichtig, diese neuen Medien
und Möglichkeiten der Informationsvermittlung und der Integration in
Umweltbildungskonzepte nicht auszublenden, sondern vielmehr sinnvolle
Wege zu erproben, die es ermöglichen, diese Medien gezielt und
sinnvoll einzusetzen," betonte Brickwedde. Insbesondere vor dem
Hintergrund der Diskussion um eine mangelnde Naturnähe bei
Jugendlichen gelte es, zielgruppengerechte Alternativen zu
entwickeln, um diese Altersgruppe wieder für die Natur zu
interessieren. Brickwedde: "Die neuen Medien können dabei eine
Mittlerrolle einnehmen und eine Brücke zwischen dem Medienalltag der
Jugendlichen und der Naturbegegnung sowie dem Naturerlebnis
schlagen."

Originaltext: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6908
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6908.rss2

Ansprechpartner:
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -

Anneliese Grabara

Kontakt DBU:
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541|9633521
Telefax: 0541|9633198
presse@dbu.de
www.dbu.de

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt:
Dr. Ulrich Michel
Universität Osnabrück
Telefon: 0541/969-4591
Fax: 0541/969-4061
E-Mail: umichel@igf.uni-osnabrueck.de

Andreas Busemann
Zoo Osnabrück
Telefon: 0541/951050
Fax: 0541/9510522
E-Mail: zoo@zoo-osnabrueck.de


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