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Nie war es so wertvoll wie heute: Restholz

Geschrieben am 05-03-2007

Hannover (ots) - Die Nachfrage nach Holz in allen Sorten und
Qualitäten ist in Europa deutlich gestiegen. Der Holzmarkt hat in den
vergangenen Monaten eine Dynamik erhalten, die viele überrascht hat.
Vor allem aufgrund einer stärkeren energetischen Nutzung sind heute
auch solche Sortimente absetzbar, die noch vor wenigen Monaten keinen
Markt hatten. Das Restholz hat eine neue, vor allem preisliche
Qualität erhalten.

Die bessere Nutzung von größeren Mengen Restholz setzt nicht nur
andere, sondern auch rationellere Verfahren der Aufbereitung voraus
als die bisher üblichen. Das beginnt im Wald, wo bislang große Mengen
an Restholz (Rinde, Äste, Wipfel) verrotteten, und setzt sich über
die Säge- und Hobelwerke, wo vor allem Späne und Sägemehl anfallen,
aber auch nicht verwertbares Holz, bis hin zur Möbelindustrie und dem
Holzhandwerk, wo neben Spänen bearbeitete Holzteile und Werkstoffe
für die energetische Nutzung aufbereitet werden müssen, fort. Jeder
Bereich hat dabei seine speziellen Anforderungen an die
Restholzverarbeitung, die im Übrigen keineswegs nur eine Aufbereitung
für die energetische Nutzung darstellt, sondern beispielsweise auch
Rohstoffe für die Zellstoff- und Holzwerkstoffindustrie bereitstellt.

Die große Nachfrage nach Brennholz hat im Bereich der Kippsägen
und Holzspalter zu einem regelrechten Boom geführt, der wiederum
technische Innovationen begünstigt hat. Die Bedienung wurde
vereinfacht, die Zuführung erleichtert, die Volumengrößen variiert
und die Spaltkraft erhöht. 20 Tonnen Spaltdruck sind auch bei
kleineren Anlagen durchaus die Regel. Vor allem aber wurde die
Sicherheit erhöht, nachdem die Unfälle bei der Brennholzzubereitung
aufgrund der größeren Verarbeitungsvolumina in jüngster Zeit
bedenklich zugenommen haben. Die Maschine sollte trotz ihrer größeren
Leistungsfähigkeit leicht transportierbar sein, um das Holz vor Ort,
sei es im Wald oder auf dem lokalen Lagerplatz, zu zerkleinern. Die
größere Nachfrage nach Brennholz hat auch dazu geführt, dass das
Angebot standardisiert und in Hinblick auf die Holztrocknung
verbessert werden muss.

Bei der Aufbereitung von Restholz für die Zellstoff- und
Holzwerkstoffindustrie sind die gleichen Qualitätsanforderungen wie
bei der Verarbeitung von Industrieholz zu erfüllen, denn die
Großanlagen dieser Branche arbeiten nur dann rationell, wenn die
Holzspäne von stabiler Qualität sind. Bei der Restholzaufbereitung
erfolgt zwischen Vorbrecher und Zerspaner mit Zwischenbunkern und
Siebanlagen die Trennung der Sorten und Qualitäten. Das über
unterschiedliche Trichter den Hackern zugeführte Material wird in den
unter der Zerkleinerungseinheit angeordneten Sieben nach
Granulatgröße ausgeworfen. Je nach Schnelligkeit der
Zerkleinerungsanlagen können die Betriebsgeräusche ganz erheblich
sein. Die technische Raffinesse einer Zerkleinerungsanlage besteht
nicht nur in der Schnelligkeit der Zerkleinerung und in der
Langlebigkeit der Walzen und Hacker, sondern auch im Lärmpegel und
der Minimierung von Staubentwicklung.

Für eine Zerspanungsanlage ist je nach Ausgangsmaterial und der
erzeugten Endspangröße eine Durchsatzleistung von 30 bis 60 Tonnen
pro Stunde kein Problem. Die sauberen Holzspäne können je nach
Zusammensetzung thermisch oder als Rohstoff in der
Holzwerkstoffindustrie verwendet werden.

Für die staub- oder granulatförmigen Restholzprodukte bietet sich
die Pressung zu Briketts an, weil der Platz zur unkomprimierten
Lagerung des Materials fehlt und die Silokapazitäten erschöpft sind.
Auch zum kostengünstigen Abtransport und der Entsorgung sowie zur
Vermeidung von Stäuben ist die Brikettierung angebracht, unabhängig
davon, ob das Material zur thermischen Verwertung zugeführt wird oder
nicht. Aufgrund der eingesparten Entsorgungskosten und aufgrund des
geringen Energieverbrauchs amortisiert sich eine Brikettierungsanlage
sehr schnell.

Die Brikettierpressen verdichten das Spänegemisch in zwei Stufen,
zuerst im Füllschacht und dann im Presskanal. Bei der Verdichtung im
Presskanal werden Drücke bis zu 30 Tonnen genutzt. Den Druck baut ein
leise arbeitendes, automatisch gesteuertes Hydraulikaggregat auf.

Viele Anbieter zur Restholzaufbereitung bieten auch Filteranlagen
und Heizungsanlagen an, doch gehören diese nicht mehr zur
Restholzaufbereitung im engeren Sinne, sondern zur
Restholzverwertung. Auf der LIGNA+ HANNOVER 2007 (14. bis 18. Mai)
wird das breit gefächerte Angebot der Restholzaufbereitung vom
forstlichen Bereich bis zur Möbelfertigung präsentiert,
einschließlich aller Möglichkeiten der Restholzverwertung, vor allem
aber zur Energieerzeugung im Holz verarbeitenden Betrieb.

Originaltext: Deutsche Messe AG Hannover
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=13314
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_13314.rss2

Ansprechpartnerin für die Redaktion:

Anja Brokjans
Tel.: +49 511 89-31602
E-Mail: anja.brokjans@messe.de

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