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Thüringen setzt Pilotprojekt mit Riesen-LKW aus-Front der Befürworter von Gigalinern bröckelt

Geschrieben am 05.03.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Berlin. In Thüringen werden vorerst keine so
genannten Gigaliner fahren. Mit dem vorläufigen Stopp des geplanten
Pilotprojektes in Thüringen bröckelt erstmals die Front der
Befürworter von Riesen-LKW. "Wir freuen uns, dass jetzt offenbar das
erste Bundesland Konsequenzen aus den verheerenden Ergebnissen von
zwei aktuellen Studien zu Gigalinern zieht. Trotzdem ist auffällig,
dass ausgerechnet die Bundesländer Feldversuche mit Riesen-LKW
planen, oder bereits durchführen, in denen auch die Hersteller
solcher Fahrzeuge sitzen", so die Reaktion von Dirk Flege,
Geschäftsführer der Allianz pro Schiene.

"Angesichts der drohenden Belastungen für die Allgemeinheit sollte
jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern dem Druck der Hersteller
standhalten und Abstand von den geplanten Feldversuchen mit
Riesen-LKW nehmen", so Flege weiter.
Damit die 25 Meter langen und bis zu 60-Tonnen schweren LKW
bundesweit fahren können, sind nach jüngsten Schätzungen des
Bundesverkehrsministeriums allein an Brücken zusätzliche Ausgaben in
Höhe von vier bis acht Milliarden Euro erforderlich - von Tunneln,
Straßeneinmündungen und anderer Infrastruktur ganz zu schweigen.
Trotz der negativen Kosten- und Sicherheitsbilanz der Riesen-LKW
wollen Bundesländer wie Baden-Württemberg, Niedersachsen und
Nordrhein-Westfalen am Einsatz der Ungetüme festhalten. Alle drei
Länder verfügen über Standorte von "Monster-Truck"-Produzenten.
"Offenbar versuchen einige Hersteller von Gigalinern, neue
Absatzmärkte für Ihre Produkte zu finden. Die Folgekosten dafür soll
jedoch die Gesellschaft tragen, so Dirk Flege. "Wenn den Riesen-LKW
sämtliche Folgekosten angelastet würden, wäre das Thema sofort
erledigt", so Flege weiter.
Die zwei Studien im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums belegen
außerdem, dass mit der Einführung der Gigaliner auch eine massive
Rückverlagerung von Güterverkehr von der umweltfreundlichen Schiene
auf die Straße verbunden wäre.
Eine Liste der Hersteller von Gigalinern und dem Unternehmenssitz in
den Bundesländern, die Feldversuche mit Gigalinern planen oder
durchführen, finden Sie unter: www.allianz-pro-schiene.de

Die Allianz pro Schiene ist das Bündnis in Deutschland zur
Förderung des umweltfreundlichen und sicheren Schienenverkehrs. In
dem Bündnis haben sich 15 Non-Profit- Verbände zusammengeschlossen:
die Umweltverbände BUND, NABU und NaturFreunde Deutschlands, die
Verbraucherverbände Pro Bahn, DBV und VCD, die Automobilclubs ACE und
ACV, die drei Bahngewerkschaften TRANSNET, GDBA und GDL sowie die
Eisenbahnverbände BDEF, BF Bahnen, VBB und VDEI. Die
Mitgliedsverbände vertreten mehr als 2 Millionen Einzelmitglieder.
Unterstützt wird das Schienenbündnis von 70 Unternehmen der
Bahnbranche.

Originaltext: Allianz pro Schiene
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=25257
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_25257.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:
Allianz pro Schiene
Maximilian v. Beyme
Telefon: 030/2462599-20
Fax: 030/2462599-29
maximilian.beyme@allianz-pro-schiene.de
 
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