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Aktuelle Fakten zum Internationalen Frauentag

Geschrieben am 05.03.2007 - [Nächster Artikel]


Wiesbaden (ots) - Der größere Teil der Bevölkerung unseres Landes
ist weiblich. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lebten Ende
2005 42,1 Millionen Mädchen und Frauen in Deutschland, das waren 51%
der Bevölkerung. 8,0 Millionen Frauen und Mädchen waren jünger als 20
Jahre, 22,4 Millionen Frauen gehörten der mittleren Generation an,
während 11,7 Millionen Frauen über 60 Jahre alt waren. In den älteren
Geburtsjahrgängen haben Frauen eine deutliche Mehrheit: Von den
Menschen ab 65 Jahren sind 59% Frauen, bei den 80-Jährigen und
Älteren sind es sogar 72%. Auch von den rund 7,3 Millionen Einwohnern
Deutschlands mit ausländischer Staatsangehörigkeit war Ende 2005 fast
die Hälfte (48%) weiblich. Der Frauenanteil bei in Deutschland
lebenden Staatsbürgern aus Brasilien (75%), den Philippinen (80%) und
Thailand (86%) war dabei besonders hoch, wie Daten des
Ausländerzentralregisters (ARZ) zeigen.

Frauen als Mütter: Rund 8,7 Millionen Mütter lebten 2005 in
Deutschland mit Kindern unter 18 Jahren gemeinsam in einem Haushalt.
86% dieser Mütter hatten die deutsche Staatsangehörigkeit, 14% einen
ausländischen Pass. Deutsche Mütter mit minderjährigen Kindern waren
im Schnitt mit 38,9 Jahren etwa drei Jahre älter als ausländische
Mütter (36,1 Jahre). Unterschiede gab es auch bei der Kinderzahl:
Deutsche Mütter betreuten im Durchschnitt 1,6 Kinder unter 18 Jahren
im Haushalt, bei den ausländischen Müttern waren es durchschnittlich
1,8 Kinder unter 18 Jahren. Während deutsche Mütter mit
minderjährigen Kindern ihren überwiegenden Lebensunterhalt zu 55%
durch eigene Erwerbs- oder Berufstätigkeit bestritten, lebten
ausländische Mütter überwiegend vom Unterhalt durch Angehörige (53%).

Frauen auf dem Arbeitsmarkt: Für Frauen wie auch für Männer hat
sich die Arbeitsmarktsituation in Deutschland 2006 positiv
entwickelt. Die Erwerbstätigenquote, also der Anteil Erwerbstätiger
im Alter von 15 bis 64 Jahren an der Gesamtbevölkerung dieser
Altersgruppe, lag im Jahresdurchschnitt 2006 insgesamt bei 68,8% und
damit um 0,9 Prozentpunkte höher als im Durchschnitt des Vorjahres.
Die Erwerbstätigenquote der Frauen stieg in diesem Zeitraum von 64,8%
auf 65,6%. Somit wird die im Rahmen der sogenannten
Lissabon-Strategie der Europäischen Union vereinbarte Zielgröße einer
Frauenerwerbstätigenquote von 60% in Deutschland dauerhaft klar
übertroffen. Die Frauenerwerbslosenquote als Anteil erwerbsloser
Frauen an allen weiblichen Erwerbspersonen sank von 9,5% im
Jahresdurchschnitt 2005 auf 8,4% im Jahr 2006.

Frauenverdienste: Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienten 2006 in
Deutschland im Produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und
Versicherungsgewerbe durchschnittlich 2 587 Euro brutto im Monat; das
sind 20% weniger als der Durchschnittsverdienst der Männer (3 234
Euro). Ein wesentlicher Grund für den Verdienstunterschied dürfte
sein, dass Frauen insgesamt seltener in höheren Positionen vertreten
sind als Männer. So waren 2006 40% der männlichen Angestellten in
Deutschland der Leistungsgruppe zugeordnet, die verantwortliche
Tätigkeiten und besondere Erfahrungen voraussetzt. Unter den
weiblichen Angestellten lag dieser Anteil jedoch nur bei 16%. Bei den
Arbeitern waren 61% der Männer und nur 15% der Frauen als Fachkräfte
tätig.

Frauen und Bildung: Mädchen und junge Frauen haben ihren
Bildungsstand in den vergangenen zehn Jahren weiter erhöht. In den
weiterführenden Schulen waren im Schuljahr 2005/2006 insbesondere
Mädchen in den Schularten überdurchschnittlich vertreten, die zu
höheren Abschlüssen führen: In Gymnasien stellten sie mit 54% der
Schüler die Mehrheit, in Freien Waldorfschulen betrug ihr Anteil 52%.
Von 1996 bis 2005 ist der Anteil der Abiturientinnen bei den 25 bis
64 Jahre alten Frauen stark gestiegen. 1996 hatten 17% die
Fachhochschul- oder Hochschulreife. Rund zehn Jahre später besaßen
bereits 25% der Frauen diesen Abschluss.

Frauen und Gesundheit: Im Jahr 2005 wurden nach vorläufigen
Ergebnissen 9,1 Millionen Frauen in deutschen Krankenhäusern
stationär behandelt. Das waren etwa 54% der insgesamt 17 Millionen
Krankenhauspatientinnen und -patienten dieses Jahres. Der häufigste
Grund für einen solchen Krankenhausaufenthalt der Frauen war eine
Herzmuskelschwäche (165 000 Fälle). Der zweithäufigste
Behandlungsanlass war Brustkrebs (153 000 Fälle), gefolgt von
Gallensteinen (140 000 Fälle). Im Schnitt dauerte der
Krankenhausaufenthalt der Patientinnen 8,7 Tage. Das
Durchschnittsalter lag bei 53 Jahren (Männer: 51 Jahre).


Weitere Auskünfte gibt:
Petra Kucera,
Telefon: (0611) 75-2838,
E-Mail: presse@destatis.de

ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de
 
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