Berlin (ots) - Die Gewerkschaft Verdi hat die neue Strategie der Telekom als widersprüchlich kritisiert und ihre Streikdrohung erneuert. Lothar Schröder, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand und im Telekom-Aufsichtsrat, sagte dem Tagesspiegel (Freitagausgabe), den Beschäftigten werde die Zuversicht geraubt. Positiv seien zwar die Investitionen ins Breitbandnetz, die zusätzlichen Arbeitsplätze in den T-Punkten und die Neuordnung der Markenstrategie zu werten. "Das ganze verliert aber an Bedeutung, wenn man gleichzeitig die Konditionen für die Beschäftigten verschlechtert und Personal abbaut. Das passt inhaltlich nicht zusammen", sagte Schröder. "Man steuert keinen Tanker um, wenn man die Mannschaften in die Rettungsboote schickt." Schröder sagte, die Gewerkschaft bereite sich auf Streiks vor und werde ihre Handlungsfähigkeit "relativ zügig" herstellen. "Zunächst mal versuchen wir aber, am Verhandlungstisch mit Argumenten zu überzeugen."
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