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Neue weltweite Umfrage zeigt die entscheidende Bedeutung einer effektiven Arzt-Patienten-Kommunikation für die richtige und rechtzeitige Erkennung von neuropathischen Schmerzen

Geschrieben am 01.03.2007 - [Nächster Artikel]

London (ots/PRNewswire) -

- Selbst nach Arztbesuch vergeht oft ein Jahr und länger bis zur
Diagnosestellung

Eine neue, in sieben Ländern durchgeführte Umfrage zeigt, dass
eine effektive Arzt-Patienten-Kommunikation der Schlüssel zu einer
frühzeitigen, richtigen Diagnosestellung und Behandlung von Patienten
mit Nervenschmerzen - den so genannten neuropathischen Schmerzen -
ist. Bei Nervenschmerzen handelt es sich um ein mit starken
Beeinträchtigungen einhergehendes Krankheitsbild, bei dem
typischerweise chronische, oftmals quälende Nervenschmerzen bestehen.
Vielfach treten diese als Komplikation von häufigen Krankheiten, wie
z.B. Diabetes, Herpes, Krebs, HIV, Multiple Sklerose, Schlaganfall,
Verletzung oder Operationen, auf. Die Ergebnisse der Studie wurden
heute vom Neuropathic Pain Network (NPN), einer Koalition von
Patientenorganisationen, veröffentlicht. Diese zeigten, dass in
einigen Ländern Patienten durchschnittlich bis zu 19 Monate warten
und zwei oder mehr Ärzte konsultieren müssen, bevor die richtige
Diagnose gestellt wird. Zu den an der Befragung beteiligten Ländern
gehören Grossbritannien, Deutschland, Italien, Korea, Mexiko, Spanien
und Finnland.

Neuropathischen Schmerzen sind schwer zu erkennen

Viele Patienten müssen mehr als nur einen Arzt aufsuchen, bevor
die neuropathische Natur ihrer Schmerzen erkannt wird. Die Mehrheit
der befragten Ärzte aus sieben Ländern waren niedergelassene
Allgemeinmediziner, die die Erkennung von neuropathischen Schmerzen
überwiegend als schwierig erachten. Die meisten Ärzte in allen
Ländern geben an, dass ein Hauptfaktor für die verzögerte
Diagnosestellung in der Schwierigkeit begründet ist, zwischen
neuropathischem Schmerz und anderen Schmerzuständen zu
differenzieren. Dies ist wichtig, da Behandlungen, die bei anderen
Schmerzarten erfolgreich sein können, Patienten mit Nervenschmerzen
oftmals keine Linderung verschaffen.

Patienten- und Arzt-Checkliste: Drei Hauptbereiche erfassen

Den Ergebnissen der Befragung zufolge warten Patienten
durchschnittlich zwischen 5,7 bis 19,5 Monate nach dem ersten
Auftreten der Beschwerde, bevor sie einen Arzt aufsuchen, da die
meisten Patienten glauben, der Schmerz verschwände schon "von
alleine" wieder. Nachdem Patienten einen Arzt wegen ihrer Schmerzen
konsultiert haben, kann eingeschränkte oder ineffektive Kommunikation
das Erkennen des neuropathischen Schmerzes weiter verzögern.

Die Studie fand heraus, dass Ärzte, die die neuropathische Natur
der Schmerzen richtig erkannten, häufiger die nachfolgend
aufgeführten drei Hauptbereiche mit ihren Patienten besprachen. Bei
Ärzten, die keine Fragen zu diesen drei Hauptbereichen stellten, war
die Wahrscheinlichkeit des Erkennens der Beschwerden ihrer Patienten
als neuropathische Schmerzen geringer.

1. Art der Beschwerden: Beschreiben Sie bitte die Intensität und
Dauer und auch, wie Sie den Schmerz empfinden (verwenden Sie
spezifische Adjektive wie z.B. "Ameisenlaufen", "brennend",
"stechend" "taub" oder "wie elektrische Schläge")

2. Krankengeschichte: Teilen Sie ihre gesamte Krankengeschichte
mit; neuropathischer Schmerz kann eine Komplikation von Diabetes,
Herpes, Krebs, HIV, Verletzungen oder Operationen sein

3. Schmerzlokalisation: Beschreiben Sie bitte, wo Sie den Schmerz
in Ihrem Körper fühlen

"Zerrüttende neuropathische Schmerzen beeinträchtigen das Leben
der Patienten in allen Aspekten, schränken oftmals deren
Arbeitsfähigkeit ein und werden dennoch typischerweise zu selten
diagnostiziert", sagte Ian Semmons, Board Member des Neuropathic Pain
Network und Chairman der UK Action on Pain. "Die Umfrage legt nahe,
dass Patienten einiges tun können, um die Diagnosestellung zu
beschleunigen. Indem Patienten ihrem Arzt die Art ihrer Schmerzen,
ihre Krankengeschichte und die Schmerzlokalisation mitteilen, können
sie ihm dabei helfen zu entscheiden, ob ihr Schmerz neuropathischer
Natur ist. Wir fordern alle Schmerzpatienten auf, insbesondere wenn
sie an Diabetes, Herpes, Krebs oder HIV leiden, diese Themen mit
ihrem Arzt zu besprechen."

Screening-Instrumente nicht überall im Einsatz

Um Ärzten bei der Diagnostik von Schmerzpatienten im Vorfeld zu
helfen, haben Forscher Fragebögen für Patienten entwickelt, die diese
im Wartezimmer ausfüllen können, bevor sie mit dem Arzt sprechen. Die
Patienten beantworten dabei mehrere Fragen zu ihrem Schmerz, u.a.
auch Fragen zu den Hauptthemen, die in dieser Befragung gefunden
wurden. Das Instrument kann den Ärzten bei der schnellen, aber
dennoch detaillierten Beurteilung der Schmerzen des Patienten helfen.
Von den sieben Ländern der Studie verwendet zurzeit nur in Mexiko
eine Mehrheit der Ärzte die erhältlichen Screening-Instrumente bei
den meisten oder allen Patienten, obwohl in allen Ländern das
Interesse der Ärzte, mehr über diese Screening-Instrumente zu
erfahren, gross ist.

"In vielen Ländern bleibt den Ärzten immer weniger Zeit für ihre
Patienten, was insbesondere bei neuropathischen Schmerzen
problematisch ist, die ja immer schon schwierig zu erkennen waren",
sagte Michael Bennett, M.D., Senior Clinical Lecturer im Bereich
Palliativmedizin und Honorary Senior Research Fellow an der
Universität Leeds in Leeds, Grossbritannien. "Für diese Ärzte könnten
Screening-Instrumente eine Lösung sein, die sie rechtzeitig auf das
mögliche Vorliegen von neuropathischen Schmerzen aufmerksam macht. Ob
durch den Einsatz dieser Instrumente oder einfach durch ein
eingehenderes Gespräch, fest steht, dass eine Verbesserung der
Kommunikation hinsichtlich der Symptome der neuropathischen Schmerzen
uns dabei hilft, den Bedürfnissen dieser Patienten mit langer
Leidensgeschichte besser gerecht zu werden."

Neuropathische Schmerzen: ein stark beeinträchtigendes
Krankheitsbild

Bei den neuropathischen Schmerzen handelt es sich um ein stark
beeinträchtigendes Krankheitsbild, das Schätzungen zufolge zwischen
2,8 bis 4,7 Prozent der Menschen weltweit betrifft. Neuropathische
Schmerzen können einen schwerwiegenden Einfluss auf das Leben der
Betroffenen haben, von denen viele nicht mehr in der Lage sind zu
arbeiten, zu gehen oder einfach nur Kleidung zu tragen, da eine
Berührung der Haut unerträgliche brennende Schmerzen verursacht.
Neuropathische Schmerzen werden häufig unzureichend diagnostiziert
und behandelt. Auslöser oder Ursache von neuropathischen Schmerzen
ist ein Schaden bzw. eine Fehlfunktion des Nervensystems (entweder
peripher oder zentral). Die Patienten beschreiben ihre
Missempfindungen oftmals als brennend, stechend oder wie ein
elektrischer Schlag. In den letzten Jahren wurden eine Reihe von
Screening-Instrumenten (z.B. Pain DETECT, LANSS, DN4, ID Pain)
entwickelt, um Ärzten beim Erkennen dieses häufig sehr schwer
fassbaren Krankheitsbilds zu helfen.

Informationen zur Befragung

Im Juli 2006 beauftragten das Neuropathic Pain Network und Pfizer
Inc die Firma Harris Interactive damit, eine mehrere Länder
einschliessende Befragung von Patienten mit neuropathischen Schmerzen
und deren behandelnden Ärzten durchzuführen. Es wurde eine Befragung
von ungefähr 700 Patienten mit diagnostizierten neuropathischen
Schmerzen und 700 Ärzten in den folgenden sieben Ländern
durchgeführt: Finnland, Deutschland, Korea, Italien, Mexiko, Spanien
und Grossbritannien. Die Durchführung der Feldarbeit erfolgte vom 18.
August 2006 bis zum 29. Januar 2007. Die Ergebnisse von Befragungen
unterliegen einer sich aus der Stichprobenerhebung ergebenden
Streuung. Bei einer Stichprobengrösse von 100 beträgt die maximale
mögliche Streuung durch die Stichprobenerhebung + oder - acht
Prozentpunkte bei einem Konfidenzniveau von 95%. Die Befragung wurde
von Pfizer Inc. finanziert.

Informationen zum Neuropathic Pain Network

Das Neuropathic Pain Network (NPN) ist eine Koalition von
Organisationen, die Patienten mit neuropathischen Schmerzen aktiv
unterstützten, indem es diese in die Lage versetzt, ihre Schmerzen
besser zu bewältigen, die beste Behandlung zu bekommen und letztlich
ein verbesserte Lebensqualität zu gewinnen. Das NPN hat die erste
Website entwickelt, die sich ausschliesslich darauf konzentriert,
Menschen mit neuropathischen(Nerven-) Schmerzen zu unterstützten.

Originaltext: The Neuropathic Pain Network and Pfizer
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=65462
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_65462.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartner: Sejal Sedani Resolute Communications,
+44-20-7397-7474, Sejal.sedani@resolutecommunications.com
 
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