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Die "2007 European Corporate Integrity Survey" deckt Schwächen im Compliance-Management europäischer Großunternehmen auf

Geschrieben am 23.02.2007 - [Nächster Artikel]

Brüssel/München (ots) -

- Die Hälfte der europäischen Großunternehmen hat noch keine
ausreichenden Richtlinien im Hinblick auf die wesentlichen
Risikobereiche für Ethik und Compliance
- Jedes zweite Unternehmen sorgt nicht dafür, dass alle
Mitarbeiter den Verhaltenskodex des Unternehmens kennen
- Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen erwartet steigenden
Druck von Seiten der Kunden und Investoren
- Nur 9% der Befragten rechnen mit einem steigenden Budget für die
Einführung eines funktionierenden Compliance Managements

Corporate Governance-Richtlinien und Druck von
Regulierungsbehörden reichen nicht aus, um Unternehmen bei der
Umsetzung der erforderlichen Vorkehrungen zum Schutz vor Verstößen
gegen moralische und gesetzliche Verpflichtungen zu fördern. Dies
ergibt der "2007 European Corporate Integrity Survey", die heute von
Integrity Interactive, einem Anbieter von Web-basierten Schulungen
für Compliance und Firmenethik, und der Association of Corporate
Counsel (ACC) veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse beruhen auf einer
Umfrage, die unter den Heads of Legal und Chief Compliance Officers
der 500 größten öffentlich gelisteten Unternehmen Europas
durchgeführt wurde.

Joachim Bause, Geschäftsführer Zentraleuropa von Integrity
Interactive, sagt: "Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend. Trotz
einiger Positivbeispiele zeigen sie, dass viele europäische
Unternehmen nicht über die Ressourcen verfügen werden, um die
erforderlichen Vorkehrungen zur Mitarbeiteraufklärung und Schutz vor
Fehlverhalten im Unternehmen zu treffen."

Der Studie zufolge sind europäische Unternehmen durchaus davon
überzeugt, dass die Forderungen von Regulierungsbehörden nach
Programmen zur Einhaltung von moralischen und gesetzlichen
Verpflichtungen sowie die Zahl und die Bedeutung von Risiken in
diesem Zusammenhang steigen werden. Außerdem erwartet die
überwältigende Mehrheit der Umfrageteilnehmer eine intensivere
Forderung nach verbesserten Ethik- und Compliance Programmen.
Erwartet wird hier Druck von sämtlichen dem Unternehmen nahe
stehenden Gruppen, einschließlich Kunden (72 %) und Investoren
(76 %).

Trotz des erwarteten Anstiegs von Druck und Risiko geben lediglich
56 % an, dass sie derzeit über die notwendigen Richtlinien für die
wesentlichen Risikobereiche für Ethik und Compliance des Unternehmens
verfügen. Außerdem geht nur etwa jeder elfte Befragte (9 %) von einer
wesentlichen Anhebung der Budgets zur Lösung dieses Problems aus.
"Bei dem steigenden Aufklärungsbedarf sind so Budgetlücken zu
erwarten, infolgedessen ist eine mögliche neue Serie von
Fehlverhalten in Unternehmen zu befürchten", meint Bause.

Zwar gaben 99 % der befragten Unternehmen gaben an, entweder über
einen Verhaltenskodex oder eine Aufstellung von Werten und Prinzipien
zu verfügen, doch lediglich 50 % der Unternehmen stellen auch sicher,
dass sämtliche Mitarbeiter diese Vorgaben tatsächlich lesen. Dabei
sind 72 % der Unternehmen davon überzeugt, dass sämtliche Mitarbeiter
über die Vorschriften aufgeklärt werden sollten.

Frederick J. Krebs, Vorsitzender der Association of Corporate
Counsel: "Während. Unternehmen in den USA in den vergangenen Jahren
ihre Anstrengungen in Zusammenhang mit moralischen und gesetzlichen
Verpflichtungen ausgebauten, haben die europäischen Unternehmen
dagegen noch viel Arbeit vor sich."

Aber Unternehmen ignorieren das Problem nicht einfach nur.
Vielmehr sehen Sie sich großen Hindernissen gegenüber. Dazu zählen
Konflikte mit Prioritäten im Unternehmen (54 %), Fehlen von
erforderlichen Fachkräften/Mitarbeitern im Unternehmen (29 %) und
fehlende Budgets (25 %). Weiterhin muss fast die Hälfte (47 %) ihre
Geschäftstätigkeiten aus einem Budget mit anderen Prioritäten
finanzieren und ein Fünftel verfügt über gar kein festgelegtes
Budget.

Die Umfrage unterstreicht ebenso, dass moralische Verpflichtungen
heutzutage ein Thema für die Vorstandsetage sind. 55 % der
Unternehmen gaben an, dass der wesentliche Antriebsfaktor für die
Implementierung eines Programms der Vorstand sein muss. Dicht gefolgt
wird dies von der Aussage der Hälfte der Unternehmen, wonach diese
den Wunsch haben "das Richtige zu tun". Weitere 47 % wollen eine
einheitliche Kultur im gesamten Unternehmen aufbauen. Andere wichtige
Motoren waren Corporate Governance-Richtlinien (42 %), und der Schutz
des guten Rufs der Marke (38 %).

Bause zieht folgende Schlüsse: "Es reicht einfach nicht aus,
Verhaltenskodexe einfach zu verschicken oder auf einer Intranetseiten
zu "vergraben". Ohne flächendeckende Aufklärung und die dazugehörigen
Programme werden Mitarbeiter und Unternehmen möglicherweise auf
Probleme stoßen."

Die vollständige Studie:
www.integrity-interactive.com/2007EuropeSurvey

Originaltext: Integrity Interactive
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=65377
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_65377.rss2

Pressekontakt:
BrunoMedia Communication GmbH
Esther Linnenberg
linnenberg@brunomedia.de
Tel.: 0221-34803813
 
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