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DIRK-Stimmungsindikator: Positiv in die Zukunft

Geschrieben am 22.02.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg/Nürnberg (ots) -

- Zusammenarbeit zwischen Emittent und Analyst sehr eng

- Unternehmen vermarkten Aktienresearch selten

Der DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V. befragt in
Zusammenarbeit mit der GfK regelmäßig zweimal pro Jahr
Investor-Relations-Manager (IR-Manager) zur Stimmungslage in ihren
Unternehmen. Die Studie wird in Deutschland, Österreich und der
Schweiz durchgeführt.

Die Ergebnisse der im Januar 2007 durchgeführten Umfrage belegen
eine positive Stimmung in Deutschland. Die guten Werte der
Herbstumfrage 2006 wurden deutlich übertroffen.

Der Indikator über die derzeitige Lage erreicht mit 63 Prozent den
besten Wert seit Beginn der Erhebung Ende 2004. Insofern wurden die
IR-Manager vom zweiten Halbjahr 2006 positiv überrascht. Das Geschäft
ist sehr viel besser gelaufen als erwartet. Ein ähnliches Bild gibt
der zweite Indikator, der die Stimmung für die nächsten sechs Monate
einschätzt. Er liegt mit 57 Prozent nur noch 8 Prozentpunkte unter
dem Frühjahrswert von 2006 und spiegelt eine sehr positive
Zukunftserwartung wider.

In Österreich und der Schweiz fallen die Ergebnisse im Rückblick
auf 2006 vergleichbar aus. Die Zukunftsaussichten werden jedoch
deutlich vorsichtiger eingeschätzt. Mehrheitlich erwarten die
IR-Manager eine unveränderte Unternehmenslage.

Wo stehen die Aktienmärkte zur Jahresmitte?

Im Zeitpunkt der Befragung erwarteten die Mehrheit der befragten
IR-Manager aus den drei Ländern weiter steigende Kurse für die
nächsten sechs Monate (30. Juni 2007). Dem deutschen Leitindex DAX
wird ein Plus von zwei Prozent und ein Stand von 6.900 zugetraut. In
Österreich liegt das Plus bei 1,8 Prozent (ATX: 4.500) und in der
Schweiz wird eine einprozentige Steigerung angenommen. Das entspricht
einem Stand des SMI von 9.200.

Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Analysten

Wertpapieranalysten sind für IR-Abteilungen eine der wichtigsten
Zielgruppen in der Kapitalmarktkommunikation. Neben ihrer Eigenschaft
als Multiplikator sind sie oftmals die erste Anlaufstelle für den
professionellen Anleger, wenn es um die Einschätzung eines
Unternehmens und seiner Wertpapiere geht. Gut informierte Analysten
sind damit die Visitenkarte des Unternehmens im Kapitalmarkt. Das
Schwerpunktthema der Frühjahrsbefragung richtete sich deshalb auf die
Zusammenarbeit zwischen Analysten und Unternehmen.

Zwischen börsennotierten Unternehmen und Analysten besteht eine
intensive Kommunikation. Mit deutlicher Mehrheit stehen die
Unternehmen und ihre Analysten mehrmals wöchentlich in Kontakt.
Besonders intensiv ist der Dialog bei DAX-Unternehmen. Mehr als 60
Prozent dieser Unternehmen stehen im täglichen Kontakt. Bei
durchschnittlich 35 Analysten, die jedes DAX-Unternehmen beobachten
und bewerten, ist das eine Aufgabe, die entsprechende Ressourcen in
IR-Abteilungen benötigt. Die Intensität bei Unternehmen, die den
anderen Indizes angehören, liegt niedriger und zwar mehrheitlich im
mehrmaligen Kontakt in der Woche. Unternehmen ohne Zugehörigkeit zu
einem Auswahlindex konzentrieren ihre Kontakte auf die Zeit nach der
Veröffentlichung von Unternehmenszahlen.

Der persönliche Kontakt zwischen Analysten und Unternehmen in Form
von Unternehmensbesuchen ist besonders in der IPO-Phase entscheidend.
Mehr als 84 Prozent nutzen den persönlichen Kontakt. An zweiter
Stelle steht die Besprechung des Studienentwurfs mit der
IR-Abteilung. Nach dem Börsengang verändert sich der Schwerpunkt der
Kommunikation. Der Unternehmensbesuch ist zwar unverändert Standard,
aber nur noch bei 58 Prozent aller Unternehmen findet er mindestens
einmal im Jahr statt. Vor allem für Unternehmen, die dem DAX oder
MDAX angehören, hat die Diskussion der Wertpapieranalyse höchste
Priorität.

In Österreich und der Schweiz werden die Studien weniger häufig
mit den IR-Abteilungen besprochen als in Deutschland. Ebenso ist der
persönliche Kontakt mit CEO und CFO in der Schweiz sowohl beim IPO
als auch danach deutlich seltener. Schlusslicht ist das persönliche
Kennenlernen: Weniger als die Hälfte der Unternehmen gaben den
persönlichen Kontakt als Teil der Zusammenarbeit an.

Wie vermarkten Unternehmen das Research?

In Deutschland wird das Research von den Unternehmen mehrheitlich
nicht vermarktet. Vor allem Unternehmen aus dem DAX und dem MDAX sind
sich hierin einig (mehr als 77 Prozent). Alle anderen befragten
Unternehmen nutzen diese Vermarktung mehrheitlich. Während die
Situation in der Schweiz ähnlich ist wie in Deutschland, vermarktet
die Mehrzahl der österreichischen Unternehmen (63 Prozent) das
Research.

Die Ursache für die Unternehmensentscheidung für oder gegen eine
Vermarktung liegt häufig bei den Analysten. Sie geben zwar
mehrheitlich die Erlaubnis zur Nutzung der Studie, schränken aber
gleichzeitig die Verwendungsalternativen für die Unternehmen ein. Nur
in 28 Prozent aller Fälle gibt es keine Einschränkungen. Die
Unternehmen begrenzen sich deshalb zumeist auf die Angabe von einigen
Details wie Verfasser der Studie, Namen der Bank,
Veröffentlichungszeitpunkt und Anlageurteil.

Wie wird die Vermarktung von Aktien-Research zukünftig beurteilt?

In Deutschland erwarten mehr als zwei Drittel der IR-Manager keine
Veränderungen. Unternehmen, die dem TecDAX, dem SDAX oder keinem
Auswahlindex angehören, sehen zu mehr als einem Drittel eine bessere
Vermarktung in der Zukunft. Diesem Urteil pflichten auch die
IR-Manager in Österreich bei. Die Meinungen sind mehrheitlich
positiv.

Über den DIRK

Der DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V. ist der
deutsche Berufsverband für professionelle Investor Relations. Mit
über 240 Mitgliedern setzt der DIRK die Standards für die
Kommunikation zwischen Unternehmen und dem Kapitalmarkt. Die
Bandbreite der im DIRK organisierten Unternehmen umfasst sämtliche
DAX-Werte sowie das Gros der im MDAX, SDAX und TecDAX gelisteten
Aktiengesellschaften bis hin zu kleinen Unternehmen im General
Standard. Eine zunehmende Rolle spielen zudem nicht börsennotierte
Mitglieder, die den Gang an die Börse noch vor sich haben oder
Fremdkapitalinstrumente emittieren. Im Jahr 1994 gegründet verfügt
der DIRK heute über eine professionelle Organisation mit ständiger
Geschäftsstelle und regionalen Treffpunkten. Seinen Mitgliedern
bietet der DIRK aktive fachliche Unterstützung und fördert den
regelmäßigen Austausch untereinander sowie mit Investor
Relations-Fachleuten aus aller Welt. Darüber hinaus setzt sich der
DIRK für die Aus- und Weiterbildung des Investor
Relations-Nachwuchses in Deutschland ein.

Über die GfK Gruppe

Die GfK Gruppe, weltweit die Nummer 4 der
Marktforschungsunternehmen, ist in den fünf Geschäftsfeldern Custom
Research, Retail and Technology, Consumer Tracking, Media und
HealthCare aktiv. Neben 13 Niederlassungen in Deutschland gehören der
GfK Gruppe insgesamt weltweit über 130 Unternehmen in über 70 Ländern
an. Von den derzeit über 7.800 Beschäftigten arbeiten rund 80 Prozent
außerhalb Deutschlands. Weitere Informationen erhalten Sie unter
www.gfk.com.

Über die Studie

Die Ergebnisse stammen aus der Studie "DIRK - Investor Relations
Stimmungsbarometer", die gemeinsam vom DIRK und der GfK AG
herausgegeben wird. Sie basiert auf einer halbjährlichen Befragung
von über 340 IR-Abteilungen deutscher, österreichischer und schweizer
Unternehmen. Die Rücklaufquote dieser Befragung beträgt regelmäßig
mehr als 50 Prozent. Der DIRK-Stimmungsindikator ist die Differenz
aus den positiven abzüglich der negativen Antworten zur
Unternehmenslage. Die Schwankungsbreite beträgt +/- 100.

Originaltext: DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V.
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=38456
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_38456.rss2

Für weitere Informationen:

DIRK - Deutscher Investor Relations Verband e.V.
Kay Bommer
Baumwall 7 (Überseehaus)
20459 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 4136-3960
Fax: +49 (0)40 4136-3969
info@dirk.org
www.dirk.org

GfK AG
Bernhard Wolf
Nordwestring 101
90319 Nürnberg
Tel.: +49 (0)911 395-2012
Fax: +49 (0)911 395-4075
bernhard.wolf@gfk.com
www.gfk.com
 
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