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Booz Allen Hamilton Untersuchung zum Wachstumsmarkt Indien: Europäische Telekommunikationsunternehmen auf Expansionskurs

Geschrieben am 21.02.2007 - [Nächster Artikel]

München (ots) -

Indiens Mobilfunkmarkt wächst um 80% p.a. / Marktdurchdringung
erst knapp über 10% / Durchschnittliche Handy-Nutzung mehr als
dreimal so hoch wie in Deutschland / 30 - 35% EBITDA-Marge möglich

Mit mehr als 100 Millionen Kunden und einer Wachstumsrate von 80%
im Vergleich zum Vorjahr 2005 präsentiert sich der indische
Mobilfunkmarkt als attraktives Ziel für das internationale Engagement
europäischer Telekommunikationsunternehmen. Diese leiden zum großen
Teil unter geringem Ertragswachstum und sinkenden Margen im Festnetz-
und Mobilfunkgeschäft in Europa. Allein in Deutschland gibt es mehr
Mobilfunkverträge als potenzielle Käufer. Umsatzwachstum lässt sich
infolgedessen nur noch über vermehrte Nutzung, neue Dienste (inkl.
sog. Machine-to-Machine-Anwendungen) und den Verkauf von mehreren
SIM-Karten an eine Person erzielen. Das bewährte Konzept des
Teilnehmerwachstums ist hingegen ausgeschöpft.

Ganz anders der asiatische Subkontinent: Die Marktdurchdringung
beträgt bei mehr als einer Milliarde Einwohner gerade einmal 10%. Die
Netzabdeckung erreicht derzeit erst etwa die Hälfte der Bevölkerung.
Boomartiges Wachstum soll die Zahl der Mobilfunkkunden schon im Jahr
2010 auf mehr als 400 Millionen ansteigen lassen. Weil Chancen wie
diese die Wachstumsphantasien der Börse erfahrungsgemäß anregen,
verspricht ein Auslandsengagement europäischer Firmen eine stark
verbesserte Marktkapitalisierung. So schätzt die internationale
Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton, dass
etablierte europäische Telekommunikationsanbieter ihren Marktwert
durch entsprechendes Engagement im indischen Mobilfunkmarkt um bis zu
15% je nach Größe steigern könnten.

Vergleichbare EBITDA-Marge wie in Europa

Weitere Gründe sprechen für einen Einstieg der europäischen
Anbieter in den indischen Markt: Hoch innovative Anbieter betreiben
hier Mobilfunknetze zu einem Zehntel der Kosten, die europäische
Operator aufwenden müssen. Ermöglicht werden diese Low-Cost-Modelle
durch die niedrigeren lokalen Lohnkosten, aber auch durch modernste
Infrastruktur und die aggressive Nutzung von
Outsourcing-Möglichkeiten, etwa bei Aufbau und Betrieb der
Netzinfrastruktur.

Außerdem können europäische Unternehmen trotz des niedrigeren
Minutenpreises von umgerechnet 1,9 EuroCent von einer guten
Profitabilität ihres Engagements ausgehen. Dafür sorgt unter anderem
die hohe Teilnehmer-Wachstumsrate. "Die Festnetzpenetration ist in
dem riesigen Land deutlich niedriger als in Europa; d.h. um überhaupt
eine Telefonversorgung zu erhalten, nimmt die Bevölkerung die
Mobilfunkangebote zügig an", erklärt Roman Friedrich, Geschäftsführer
bei Booz Allen Hamilton. Die durchschnittliche Handy-Nutzung ist mit
fast 400 Minuten je Teilnehmer und Monat beinahe doppelt so hoch wie
in Frankreich, Spanien und Großbritannien und sogar mehr als dreimal
so hoch wie in Deutschland. "Anbieter in Indien erzielen mit 30 bis
35% EBITDA-Marge bereits heute vergleichbare Profitabilitätswerte wie
die europäischen Unternehmen", so Friedrich weiter.

Markteinstieg über Akquisition

Für den Eintritt in den indischen Markt bleibt europäischen
Telekommunikationsunternehmen nur die Beteiligung und eventuell
spätere Übernahme einer der zahlreichen regionalen Mobilfunkanbieter.
Jedoch ist mit dem Verkauf der Hutchison-Anteile an Vodafone bereits
eine der interessantesten Einstiegstüren verschlossen. Indien lockt
darüber hinaus nicht nur mit Ertrags- und Wachstumspotenzialen,
sondern auch als Tor zu anderen asiatischen Märkten wie China,
Indonesien, Malaysia oder Vietnam. Europäische Betreiber können
lernen, mit welchen Geschäftsmodellen profitables Wachstum auch in
Schwellen- und Entwicklungsländern möglich ist und sich damit für den
weiteren Preiswettbewerb in den Heimatmärkten wappnen. Europäischen
Anbietern bietet sich somit die Chance, von Synergien in der
Beschaffung von Netzinfrastruktur und Endgeräten zu profitieren.

Booz Allen Hamilton ist mit mehr als 18 000 Mitarbeitern und Büros
auf sechs Kontinenten die weltweit führende Strategie- und
Technologieberatung. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner
rund 300 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum:
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Der Umsatz
beläuft sich weltweit auf 3,7 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf
205 Mio. Euro.

Originaltext: Booz Allen Hamilton
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=44015
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_44015.rss2

Rückfragen und weitere Informationen:

Robert Ardelt
Marketing & Communications
Tel.: 089 / 54 52 5 529 oder 0170 / 22 38 529
Fax: 089 / 54 52 5 602
Email: ardelt_robert@bah.com
Internet: www.boozallen.de
 
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