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Optimal vernetzt: Die Stromversorgung aus 100 Prozent Erneuerbaren Energien ist möglich

Geschrieben am 21.02.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Der Anteil der Erneuerbaren Energien im deutschen
Stromnetz steigt stetig. Er wird von aktuell rund 12 Prozent bis zum
Jahr 2020 voraussichtlich auf deutlich über 30 Prozent steigen. Auch
die Versorgung mit 100 Prozent regenerativ erzeugtem Strom ist im
deutschen und europäischen Netz längerfristig möglich. Das zeigt das
Beispiel Dänemark, wo die zeitweise Vollversorgung mit Windstrom
bereits Realität ist.

Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch, dass die Stromnetze
geöffnet und ausgebaut werden, damit der dezentral erzeugte Strom aus
Erneuerbaren Energien eingespeist werden kann. Die
Erneuerbare-Energien-Branche unterstützt daher die Forderungen der
EU-Kommission, einen diskriminierungsfreien Netzzugang durch die
konsequente Trennung von Stromerzeugung und -transport zu erreichen
sowie durch entsprechende Planungen und Investitionen europaweit
funktionsfähige Netze zu schaffen.

Dr. Wolfgang Kerner, Policy Officer policies & technological
development, Europäische Kommission, DG TREN: "Fehlende Kooperationen
und lange Planungszeiten der Netzbetreiber behindern das
transeuropäische Energienetz und damit die Integration Erneuerbarer
Energien. Dadurch ist der Ausbau klimafreundlicher Energien gefährdet
und die geforderten CO2 Einsparungen können nicht eingehalten
werden."

Bei einem Symposium zum Thema "Stromversorgung im Wandel -
Netzsicherheit durch Erneuerbare Energien" am 21.02.2007 wurden die
Möglichkeiten und Notwendigkeiten für die Netzintegration
Erneuerbarer Energien aufgezeigt.

Ralf Bischof, Geschäftsführer Bundesverband WindEnergie: "Das
Stromnetz ist das letzte Mittel der Konzerne, um Konkurrenz und
Wettbewerb klein zu halten. Sie versuchen technische Lösungen für die
Integration Erneuerbarer Energien zu verhindern, um Ihre Marktanteile
zu sichern."

Darüber hinaus wurde versucht, die Erneuerbaren Energien zu
diskreditieren. Blackouts, wie der vom 4. November 2006, haben aber
nichts mit der Einspeisung von Regenerativ-Strom zu tun, sondern sind
ein Symptom dafür, dass das Netzmanagement verbessert werden muss und
Investitionen in ein optimales Stromnetz nötig sind. Dezentral
erzeugte Erneuerbare Energien können bei entsprechender Anbindung
sogar stabilisierende Funktionen haben und die Versorgung sichern.

Dr. Antja Orths vom staatlichen dänischen Netzbetreiber
Energinet.dk: "Auch Deutschland kann eine Vollversorgung mit
regenerativem Strom erreichen, indem es die Anzahl dezentraler
Kraftwerksanlagen erhöht."

Dr. Holger Krawinkel, Leiter des Fachbereichs Bauen, Energie,
Umwelt. des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V.: "Alte und
verkrustete Strukturen in Deutschland verhindern derzeit eine
ökologische und moderne Energieversorgung. Ohne Netzentflechtung
werden wir den Anschluss an zukünftige Netzinnovationen verlieren.
Auch der Verbraucher profitiert von einem dezentralen Energiesystem,
denn der Wettbewerb auf der Erzeugerseite wird deutlich belebt."

Originaltext: Informationskampagne für Erneuerbare Energien
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=61968
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_61968.rss2

Pressekontakt:
Doreen Rietentiet,
Tel: 0176 211 44095 oder d.rietentiet@unendlich-viel-energie.de
 
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