Berlin (ots) - Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der RAG, wird bei seinem Ziel, Chef der neuen RAG-Stiftung zu werden, tatkräftig von Friedrich Merz unterstützt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete arbeitet neben seinem politischen Mandat bei der Anwaltskanzlei Mayer Browne Rowe & Maw, die Müller beim Börsengang berät und jetzt auch einen Entwurf für die geplante RAG-Stiftung verfasst hat. Darin heißt es: "Der Gründungsstiftung gehören an: Dr. Werner Müller (Mülheim/Ruhr) als Vorsitzender." Müller wäre damit Herr über das Stiftungsvermögen, das sich nach dem Verkauf des weißen Bereichs mit Degussa (Chemie), Steag (Energie) und die RAG Immobilien auf fünf Milliarden Euro belaufen soll. Hauptaufgabe der Stiftung wird es danach sein, jene Kosten für die Schäden zu tragen, die durch den Bergbau entstanden sind. Sie sollen sich auf mehr als acht Milliarden Euro summieren. Der Entwurf der Merz-Kanzlei liegt der Bundesregierung sowie den Landesregierungen der Steinkohle-Länder von Nordrhein-Westfalen und des Saarlandes vor. Im April wollen Bundestag und beide Landtage den Ausstieg aus dem Bergbau und die Stiftungskonstruktion beraten und beschließen.
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