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ACHTUNG SENDESPERRFRIST: Weitergabe und Freigabe erst ab Freitag, 16.02.2007, 08:00 Uhr / Verbraucherpreise Januar 2007: + 1,6% zum Januar 2006

Geschrieben am 16.02.2007 - [Nächster Artikel]


ACHTUNG SENDESPERRFRIST: Weitergabe und Freigabe erst ab , 16.02.2007, 08:00 Uhr

Wiesbaden (ots) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der
Verbraucherpreisindex für Deutschland von Januar 2006 bis Januar 2007
um 1,6% gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2006
verringerte sich der Indexstand um 0,2%. Im Dezember 2006 hatte die
Jahresveränderungsrate bei + 1,4% gelegen. Die Schätzung für Januar
2007 aufgrund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit
bestätigt.

Der Anstieg der Teuerungsrate von 1,4% im Dezember 2006 auf 1,6%
im Januar 2007 um 0,2%-Punkte ist nur teilweise auf die zum 1. Januar
2007 wirksam gewordenen Steuererhöhungen (Mehrwert- und
Versicherungsteuer) zurückzuführen. Die Auswirkungen der
Steuererhöhungen auf das Gesamtergebnis sind im Berichtsmonat Januar
2007 kaum erkennbar. Vielmehr prägten rückläufige Preise für
Mineralölprodukte und gegenläufige Saisoneffekte das Preisklima.

Im Jahresvergleich sanken sowohl die Preise für leichtes Heizöl (-
9,2%) als auch für Kraftstoffe (- 2,5%; davon Normalbenzin: - 2,6%;
Superbenzin: - 2,5%; Dieselkraftstoff: - 1,8%). Dagegen stiegen die
Preise für andere Haushaltsenergien binnen Jahresfrist weiterhin
deutlich an: Gas verteuerte sich im Januar 2007 gegenüber dem Vorjahr
um 9,3%, die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme stiegen um 6,3%
und Strom wurde um 5,8% teurer. Ohne Einrechnung der Energieprodukte
hätte die Teuerungsrate im Januar 2007 bei 1,8% gelegen.

Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten
sich im Januar 2007 gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 2,6%.
Insbesondere verteuerte sich Gemüse (+ 11,9%; darunter Kartoffeln: +
36,2%) sowie Fische und Fischwaren (+ 5,3%). Auch für alkoholfreie
Getränke mussten die Verbraucher mehr als vor einem Jahr zahlen (+
2,2%; darunter Orangensaft: + 11,2% und Apfelsaft: + 4,9%). Dagegen
blieben die Preise für Molkereiprodukte und Eier im Januar 2007
gegenüber Januar 2006 stabil. Billiger wurden Kaffee, Tee und Kakao
(- 0,6%; darunter Bohnenkaffee: - 1,0%). Einen überdurchschnittlichen
Preisauftrieb binnen Jahresfrist gab es bei alkoholischen Getränken
und Tabakwaren (+ 4,0%; darunter Tabakwaren: + 4,9%; Spirituosen: +
3,6% sowie Wein: + 2,6%).

Verbraucherfreundlich blieb im Jahresvergleich die
Preisentwicklung unter anderem für Informationsverarbeitungsgeräte (-
10,5%), Telefon- und Telefaxgeräte (- 8,5%) sowie Foto- und
Filmausrüstungen (- 5,2%). Dagegen erhöhten sich die Fahrzeugpreise
im Januar 2007 im Schnitt um 3,1% (darunter Kraftwagen: + 3,3% und
Motorräder: + 2,9%). Ein Grund für diese deutliche Preissteigerung
bei Fahrzeugen dürfte die Weitergabe der Mehrwertsteuererhöhung sein.

Der leichte Rückgang der Veränderungsrate von 0,2% gegenüber dem
Vormonat Dezember 2006 ist im Wesentlichen auf saisonbedingte
Preisrückgänge zurückzuführen: Mit dem Ende der Weihnachtsferien
verbilligten sich Pauschalreisen (- 23,6%) und
Beherbergungsdienstleistungen (- 15,5%). Auch im Bereich Bekleidung
und Schuhe gab es binnen Monatsfrist Preisrückgänge aufgrund des
bevorstehenden Saisonwechsels von der Winter- auf die
Frühjahrskollektion. Im Schnitt sanken die Preise in diesem Bereich
um 1,8% (darunter Schuhe: - 2,4% und Bekleidung: - 1,9%). Dagegen
verteuerten sich saisonüblich einige Gemüse- und Obstsorten (darunter
Tomaten: + 30,4% und Paprika: + 24,5% sowie Weintrauben: + 8,0%).

Im Monatsvergleich kostete leichtes Heizöl deutlich weniger (-
5,3%), während die Preise für alle anderen Energieprodukte von
Dezember 2006 auf Januar 2007 stiegen. Für leichtes Heizöl wurde
damit der niedrigste Indexstand seit Mai 2005 erreicht.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte
Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Januar 2007
gegenüber Januar 2006 um 1,8% erhöht. Im Vormonatsvergleich
verringerte sich der Index um 0,2%. Die Schätzung vom 30. Januar 2007
wurde damit bestätigt.


Verbraucherpreisindex für Deutschland


Veränderung nachricht-
Gesamtindex/ 2000 gegenüber Veränderung lich:
Gütergruppen = Vorjahres- gegenüber theoretisch
-------- 100 zeitraum Vormonat möglicher
Jahr/Monat Effekt der
MwSt-Erhöhung


in % in %-Punkten


Gesamtindex
im Januar 2007 110,9 1,6 - 0,2 1,4


Nahrungsmittel und
alkoholfreie
Getränke 109,0 2,6 1,0 1,8
Alkoholische Ge-
tränke, Tabakwaren 137,5 4,0 0,1 2,6
Bekleidung und Schuhe 96,6 1,2 - 1,8 2,5
Wohnung, Wasser,
Strom, Gas u.s.w. 113,7 1,8 0,5 0,6
Einrichtungsgegen-
stände,Haushalts-
geräte u.ä. 102,3 0,8 0,2 2,6
Gesundheitspflege 126,7 1,5 0,6 1,1
Verkehr 117,4 1,3 1,3 2,2
Nachrichtenüber-
mittlung 91,9 - 0,4 1,4 2,3
Freizeit, Unterhal-
tung u.ä. 98,9 0,6 - 4,9 1,4
Bildungswesen 117,2 3,4 0,5 0,3
Beherbergungs- und
Gaststättendienst-
leistungen 110,3 2,5 - 3,0 2,4
Andere Waren und
Dienstleistungen 112,2 2,1 1,3 1,1


Gesamtindex


2005 JD 108,3 2,0 - -
2006 JD 110,1 1,7 - -


2006 Januar 109,1 2,1 - 0,5 -
Februar 109,5 2,1 0,4 -
März 109,5 1,8 0,0 -
April 109,9 2,0 0,4 -
Mai 110,1 1,9 0,2 -
Juni 110,3 2,0 0,2 -
Juli 110,7 1,9 0,4 -
August 110,6 1,7 - 0,1 -
September 110,2 1,0 - 0,4 -
Oktober 110,3 1,1 0,1 -
November 110,2 1,5 - 0,1 -
Dezember 111,1 1,4 0,8 -


2007 Januar 110,9 1,6 - 0,2 1,4


JD = Jahresdurchschnitt

Detaillierte Informationen zur Verbraucherpreisstatistik bietet
die Fachserie 17, Reihe 7, die im Statistik-Shop unter
www.destatis.de/shop, Suchwort "Verbraucherpreisindex" kostenlos
erhältlich ist.

Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung Die Mehrwertsteuererhöhung
zum 1. Januar 2007 von 16% auf 19% betrifft ausschließlich die voll
besteuerten Waren und Dienstleistungen, die etwa 53% der
Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte (Wägungsschema) umfassen.
Nicht unmittelbar betroffen sind Güter, die einem ermäßigten
Steuersatz unterliegen (zum Beispiel Lebensmittel ohne Getränke) oder
Güter, die steuerbefreit sind (zum Beispiel Mieten ohne Nebenkosten).
Rein rechnerisch hätte sich bei voller und unmittelbarer Überwälzung
der Mehrwertsteuererhöhung auf den privaten Verbraucher ein
zusätzlicher Anstieg der Teuerungsrate um 1,4%-Punkte ergeben können.
Dieser theoretisch mögliche Effekt wird in der nachfolgenden Tabelle
auch für die einzelnen Gütergruppen nachrichtlich ausgewiesen. Von
der Güterzusammensetzung her müssten alle Gütergruppen von der
Steuererhöhung betroffen sein. In welchem Maße die
Mehrwertsteuererhöhung tatsächlich die Verbraucherpreise beeinflusst,
lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen.


Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: (0611) 75-4777,
E-Mail: verbraucherpreisindex@destatis.de

ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de
 
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