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O-Ton-Beitrag: Die richtige Medizin für Kinder

Geschrieben am 15.02.2007 - [Nächster Artikel]

Baierbrunn (ots) -

- Querverweis: O-Ton Paket unter
http://www.presseportal.de/audio abrufbar -

Da der Arzneimittelmarkt inzwischen unüberschaubar groß geworden
ist, überrascht es, dass Ärzte nach wie vor neue Medikamente für
Kinder einfordern. Als Laie würde man sagen, dass Kinder einfach eine
geringere Dosis bekommen können, aber so funktioniert es nicht,
berichtet das Apothekenmagazin "Baby und Familie". Chefredakteurin
Stefanie Becker erklärt, warum die Wirkung von Medikamenten nicht
einfach von Erwachsenen auf Kinder übertragbar ist:

0-Ton: 25 Sekunden
Kinder sind einfach keine kleinen Erwachsenen. Ihr Körper reagiert
oft ganz anders auf Arzneimittel. Bei Medikamenten, die nur an
Erwachsenen geprüft wurden, ist daher leider oft nicht klar, welchen
Weg die Wirkstoffe im Stoffwechsel von Kindern nehmen und bei welchen
Dosierungen sie die gewünschten Wirkungen dann auch erzielen. Hier
begibt sich der Arzt, also gezwungenermaßen, immer auf eine
Gratwanderung, wenn ihm keine, für Kinder nachweislich wirksamen und
sicheren Medikamente zur Verfügung stehen.

Endlich sind die Verantwortlichen aufgewacht und setzen sich auch
auf EU-Ebene für Kindermedikamente ein. Was ist das Ziel der
EU-Verordnung?

0-Ton: 17 Sekunden
Die Verordnung will die Gesundheit der Kinder verbessern. Ihnen
sollen auch bei schweren und seltenen Erkrankungen gesicherte
Medikamente zur Verfügung stehen. Und deshalb prüft der
Pädiatrieausschuss der Europäischen Arzneimittelbehörde künftig bei
jedem neuen Medikament, ob der Hersteller auch Wirksamkeitsstudien
mit Kindern durchführen muss.

Warum gab es bisher nicht ausreichend Präparate für Kinder? Der
Bedarf ist doch da.

0-Ton: 31 Sekunden
Das ist richtig. Medikamente gegen Schmerzen, Fieber und häufige
Infektionserkrankungen sind auch heute schon für Kinder gut
verfügbar. Schwieriger wird es aber bei den seltenen und schweren
Erkrankungen. Also, da spielen zum einen sich wirtschaftliche Gründe
eine Rolle, die Entwicklungskosten für ein Medikament sind sicher
sehr hoch und die Gruppe von Kindern, die davon profitieren ist oft
klein. Zum anderen sind aber die Studien sehr aufwendig an Kindern.
Sie unterliegen sehr strengen Richtlinien in der Genehmigung.
Schließlich müssen die Risiken für die Kinder, ja auch so gering wie
möglich gehalten werden und hinzukommt, dass auch das Alter eines
Kindes eine Rolle spielt.

Und das leuchtet ein, denn ein Baby braucht andere Arzneimittel
als ein Jugendlicher. Damit sich alle Eltern einen Überblick über die
Wirkung von Medikamenten, in den verschiedenen Alterstufen von
Kindern, machen können, hat "Baby und Familie" eine ausführliche
Tabelle abgedruckt.

ACHTUNG REDAKTIONEN:

Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch
um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben
an desk@newsaktuell.de.

Originaltext: Wort und Bild - Baby und Familie
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=54201
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_54201.rss2

Pressekontakt:
Kontakt:
Ruth Pirhalla
Pressearbeit
Tel.: 089 / 7 44 33-123
Fax: 089 / 744 33-459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
 
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