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Weltweit grösste Studie zu Schlaganfall und Morbus Fabry

Geschrieben am 14.02.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots/PRNewswire) -

- SIFAP Studie wird Rolle des Morbus Fabry beim Schlaganfall
klären

Schlaganfälle sind die zweithäufigste Todesursache weltweit und
gehören zu den häufigsten Verursachern von Demenz in Europa. In
Deutschland erleiden über 200.000 Menschen jedes Jahr einen
Schlaganfall. Auch bei jungen Menschen - nach WHO-Definition
Betroffene zwischen 18 und 55 Jahren - ist der Schlaganfall eine
ernst zu nehmende Gefahr. Dennoch bleibt seine Ursache bei mindestens
einem Viertel der Patienten dieser Altersgruppe ungeklärt. Neueste
Studien sehen in der erblichen Stoffwechselkrankheit Morbus Fabry
inzwischen einen ausschlaggebenden Verursacher. Die Rolle der
Krankheit wird nun im Rahmen der internationalen "Stroke in Young
Fabry Patients (SIFAP)" Studie unter Leitung von Prof. Arndt Rolfs,
Universität Rostock, untersucht.

Junge Menschen sind häufiger von Schlaganfällen betroffen als
allgemein bekannt. Etwa 15 Prozent aller Schlaganfallpatienten sind
unter 55 Jahre alt. Eine erste Studie hat gezeigt, dass in dieser
Altersgruppe etwa fünf Prozent der männlichen und etwa drei Prozent
der weiblichen Patienten mit kryptogenem, d.h. ungeklärtem,
Schlaganfall an der Stoffwechselkrankheit Morbus Fabry leiden.
"Gerade junge Schlaganfallpatienten müssen auf Morbus Fabry als
mögliche Ursache untersucht werden", erklärte Prof. Rolfs im Rahmen
einer internationalen Pressekonferenz zu SIFAP. "Die Studie wird
nicht nur gesicherte Aussagen zur Rolle des Morbus Fabry beim
Schlaganfall ermöglichen, sondern auch in erheblichem Masse dazu
beitragen, die Lebenssituation von Morbus Fabry-Patienten zu
verbessern."

SIFAP ist ein Gemeinschaftsprojekt von mehr als 30 europäischen
Forschungszentren. In der ersten Phase der Studie (SIFAP 1) werden
über einen Zeitraum von 18 Monaten die Risikofaktoren, Ursachen und
klinischen Symptome von 5.000 jungen Schlaganfallpatienten
untersucht. Die Ergebnisse werden unter anderem präzise Aussagen über
die Häufigkeit von Morbus Fabry bei jungen Patienten erlauben. Im
Anschluss wird in einem zweiten Schritt (SIFAP 2) die Wirksamkeit von
prophylaktischen und therapeutischen Massnahmen bei
Schlaganfallpatienten mit einem Morbus Fabry erforscht.

Morbus Fabry ist eine erbliche, lysosomale Stoffwechselkrankheit.
Betroffene leiden unter einer eingeschränkten Funktion von Îplus or
minus-Galaktosidase, einem Enzym, das zum Abbau bestimmter Fette -
vor allem Globotriaosylceramid (Gb-3) - benötigt wird. In der Folge
lagern sich Fettsubstanzen im Gewebe ab und schädigen wichtige
Organe wie Gehirn, Gefässe, Herz, Nieren oder Augen. Typische
Symptome reichen von Schmerzen in Händen und Füssen, kleinen
punktförmigen Blutschwämmchen in der Haut (sog. Angiokeratome) bis
hin zu Nierenversagen, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Bei Veröffentlichung bitten wir Sie um die Zusendung eines
Belegexemplars. Vielen Dank.

Originaltext: University of Rostock
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=65263
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_65263.rss2

Pressekontakt:
Pressekontakt: Sebastian Frölich, ipse Communication, Tel.
+49-030-288846-18, Fax +49-030-288846-46, Mail s.froelich@ipse.de;
Patrick Torka, ipse Communication, Tel. +49-030-288846-28, Fax,
+49-030-288846-46, Mail p.torka@ipse.de
 
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