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stern.de: SPD-Chefin in NRW bezweifelt Steinkohle-Ausstieg im Jahr 2018
Geschrieben am 07.02.2007 - [Nächster Artikel] |
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Hamburg (ots) - Vor dem erneuten Steinkohle-Spitzentreffen am Mittwoch in Berlin hat die nordrhein-westfälische SPD-Vorsitzende Hannelore Kraft Zweifel an der Umsetzung des geplanten Ausstiegsdatums 2018 geäußert. Sie würde auch ein Verhandlungsergebnis, das das Ende der Steinkohle-Subventionen für das Jahr 2018 vorsehe, "überhaupt nicht" als definitiven Ausstiegsbeschluss begreifen, sagte NRW-SPD-Chefin Hannelore Kraft zu"stern.de", der Online-Ausgabe des Hamburger Magazins "stern."
"Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Entwicklung der energiepolitischen Situation und der Weltmarktpreise uns Recht geben wird", sagte Kraft "stern.de". "Für mich ist der Faktor Energieversorgungssicherheit ein hohes Gut. Wir haben außer den erneuerbaren Energien nur einen heimischen Energieträger, und das ist die Kohle." Ihr gehe es darum, den Zugang zu den Lagerstätten offen zu halten, so Kraft. Dennoch sei sie hinsichtlich der Verhandlungen am Mittwoch optimistisch, dass eine Einigung erzielt werden könnte. "Das setzt voraus, dass die Landesregierung nicht abermals überreizt", sagte Kraft "stern.de".
Die SPD-Politikerin äußerte scharfe Kritik an der Verhandlungsführung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, CDU. "Der Ministerpräsident hat zu verantworten, dass er mit seinem missglückten Pokerspiel Nordrhein-Westfalen in die Isolation geführt hat", sagte Kraft zu "stern.de." Rüttgers sei dafür verantwortlich, dass die Ausgangslage für die weiteren Kohlegespräche schlecht sei, so die Oppositionsführerin im Düsseldorfer Landtag.
Eine Runde aus Vertretern von Bund, Ländern, Bergbaugewerkschaft und RAG-Konzern verhandelt heute ab 11.30 Uhr in Berlin. Dabei dient der vergangene Woche bereits erzielte Kohle-Kompromiss als Grundlage. Dieser sieht einen Ausstieg aus der Förderung im Jahr 2018 vor. 2012 sollte dieses Zieldatum noch einmal überprüft werden. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, CDU, hatte den Kompromiss in der vergangenen Woche nach einer scheinbaren Einigung überraschend in Frage gestellt und gefordert, die Subventionen für die Steinkohleförderung bereits 2014 einzustellen.
Originaltext: Gruner+Jahr, stern Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=6329 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_6329.rss2
Pressekontakt: Das vollständige Interview finden Sie unter www.stern.de/steinkohle
Ansprechpartner in der Redaktion: Florian Güßgen, 030/20224 - 0
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