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Werder Bremen-Presseservice: Stimmen zum Bundesliga-Spiel Werder Bremen - FC Schalke 04: Vertauschte Rollen im Bundesliga-Blockbuster

Geschrieben am 04.02.2007 - [Nächster Artikel]

Bremen (ots) - Welcher Film war da ab 17 Uhr bloß abgelaufen?
Diese Frage konnte Christian Schulz nach dem Spiel auch nicht
beantworten. Die Mütze tief ins Gesicht gezogen, versuchte er nach
dem Auslaufen der 0:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 auf den
Grund zu gehen. Er wirkte ratlos. "Die Enttäuschung ist riesig, ich
bin ziemlich genervt. Das Spitzenspiel ist verloren und wir waren
nicht gut. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, hätten uns absetzen
können, aber es ist fast alles schief gegangen, was wir uns zum Ziel
gesetzt hatten. Eine Erklärung dafür zu finden, fällt mir so direkt
nach dem Spiel schwer."

Vielen Werder-Profis ging das so. Vielleicht lag es daran, dass
dieses Spitzenspiel, dieser Blockbuster der Bundesliga, von der
ersten Minute an mit vertauschten Rollen aufgeführt wurde. "Schalke
war aggressiver als wir. Sie sind aufgetreten wie eine Heimmannschaft
und haben hier auf Sieg gespielt", gab Werder-Verteidiger Naldo zu.
Geschäftsführer Klaus Allofs bestätigte diese Sichtweise: "Da kamen
ein paar Dinge zusammen. Schalke war von Beginn an hellwach und wir
haben nicht zu unserem Spiel gefunden. Bei uns sind einige unter
ihren Möglichkeiten geblieben."

Die Schalker dagegen fühlten sich bei diesem Rollentausch
sichtlich wohl. "Was sie heute gespielt haben, zeichnet uns
normalerweise aus. Eigentlich ist es unsere Stärke, bei Ballgewinn
schnell in die Spitze zu spielen. Sie haben das gut gemacht. Wir
konnten nicht so agieren, weil uns dazu einfach diese Ballgewinne im
Mittelfeld gefehlt haben", analysierte Allofs. Besonderes Lob für
diese Darbietung erhielten die Gäste natürlich von ihrem Trainer
Mirko Slomka: "Das war eine unglaublich gute Mannschaftsleistung. Wir
haben viele Bälle erobert, unsere Stärke ausgenutzt und die Bälle
schnell nach vorn gespielt. Wir waren extrem zweikampfstark, sehr
aufmerksam und geschlossen."

Das Drehbuch, das die Schalker sich für diese Partie zurechtgelegt
hatten, ging perfekt auf. Vorstandsmitglied Andreas Müller dazu: "Wir
wollten von Anfang an Pressing spielen und sind damit gut zurecht
gekommen." Ex-Werderaner Fabian Ernst verriet: "Wir wussten, dass
unsere Chance hier in schnellen Kontern liegt. Dass uns das 1:0 nach
20 Minuten gelungen ist, kam uns sehr entgegen."

Für ihren Auftritt hatten sich die Schalker außerdem eine gewisse
Aggressivität vorgenommen, mit der sie die Hausherren beeindruckten.
Kevin Kuranyi erklärte: "Bremen spielt sehr schönen Fußball. Wir
wollten von Anfang stören und haben diesen Fußball 90 Minuten
bekämpft. Jeder hat 90 Minuten alles gegeben. Wir haben ihr Spiel mit
unserem Kampf kaputt gemacht." Trainer Mirko Slomka ergänzte noch:
"Es war zwar ein hartes Spiel, aber es blieb fair. Dafür sind mir zu
viele gelbe Karten gezeigt worden."

Die Auswirkungen der Schalker Vorstellung beschrieb Christian
Schulz so: "In der ersten Halbzeit haben wir noch ordentlich dagegen
gehalten, hatten noch ganz gute Kombinationen. Aber mit Beginn des
zweiten Durchgangs war alles wie abgeschnitten. Die Passgenauigkeit
war nicht da, es gelang keine Kombination. Schalke hat alles
zerstört."

Am Ende waren sich die Beobachter einig über die Bewertung des
Stücks auf der Fußball-Bühne Weser-Stadion. Werders Cheftrainer
Thomas Schaaf: "Wir haben kein Druck aufbauen können, haben den
Gegner nie in Verlegenheit bringen können. Mit den drei
Einwechslungen in der zweiten Halbzeit kam noch mal frischer Wind in
die Mannschaft, aber es hat nicht mehr gereicht. Für den Sieg hätten
wir mehr arbeiten müssen." Klaus Allofs deutlich: "Auch wenn es
schwer fällt, es war ein verdienter Sieg der Schalker."

Der Bremer Geschäftsführer hofft nun, dass aus den Dramen gegen
Schalke keine Endlos-Serie wird. Sieben Pflichtspiele sind die
Werderaner nun schon ohne Sieg gegen den Rivalen aus dem Pott.
Zuletzt gewannen die Bremer am 06.08.2004, im Eröffnungsspiel der
Saison, am Abend als der Strom wegblieb. "Irgendwie haben wir in den
letzten Jahren gegen die Schalker nie so richtig den Schlüssel zum
Erfolg gefunden. Diese Serie müssen wir mal beenden", so Klaus
Allofs, der wie jeder Werderaner auf weitere Wiederholungen solcher
Krimis ohne Happy-End verzichten kann.

von Michael Rudolph und Enrico Bach

Originaltext: Werder Bremen GmbH & Co KG aA
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=52353
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_52353.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:

Werder Bremen GmbH & Co KG aA
Franz-Böhmert-Str. 1 c
Mediendirektor Tino Polster
tino.polster@werder.de
Telefon: 0421/43459188
Fax: 0421/43459153
 
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