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Weiter Trend zur Pflege in Heimen und ambulanten Diensten

Geschrieben am 01-02-2007


Wiesbaden (ots) - Im Dezember 2005 waren 2,13 Millionen Menschen
in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des
Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI). Das waren nach Mitteilung des
Statistischen Bundesamtes rund 52 000 oder 2,5% mehr als 2003 und 112
000 beziehungsweise 5,6% mehr als bei der ersten Durchführung der
Erhebung im Jahr 1999. Die Mehrheit (82%) der Pflegebedürftigen war
65 Jahre und älter; ein Drittel (33%) 85 Jahre und älter. 68% der
Pflegebedürftigen waren Frauen.

Mehr als zwei Drittel (68% oder 1,45 Millionen) der
Pflegebedürftigen wurden im Dezember 2005 zu Hause versorgt. Davon
erhielten 980 000 Pflegebedürftige ausschließlich Pflegegeld, das
bedeutet, sie wurden in der Regel zu Hause allein durch Angehörige
gepflegt. Weitere 472 000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls in
Privathaushalten. Bei ihnen erfolgte die Pflege jedoch zum Teil oder
vollständig durch ambulante Pflegedienste. 677 000 (32%)
Pflegebedürftige wurden in Pflegeheimen betreut.

Im Vergleich zu den Vorjahren zeigt sich weiter ein Trend hin zur
professionellen Pflege in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten:
So ist gegenüber 2003 die Zahl der in Heimen betreuten
Pflegebedürftigen um 5,7% (+ 36 000) und die durch ambulante Dienste
Versorgten um 4,8% (+ 21 000) gestiegen, während die Pflege durch
Angehörige beziehungsweise die "reinen" Pflegegeldempfänger um 0,6%
(- 6 000) abnahm. Im Vergleich zu 1999 beträgt der Anstieg in den
Heimen 18,0% (+ 103 000 Pflegebedürftige), bei den ambulanten
Pflegediensten 13,5% (+ 56 000) und der Rückgang bei den
Pflegegeldempfängern 4,6% (- 47 000). Durch diese Entwicklung sank
auch der Anteil der zu Hause Versorgten von 72% im Jahr 1999 über 69%
(2003) auf nun 68% aller Pflegebedürftigen.

Diese und weitere Angaben - insbesondere auch über die Pflegeheime
und die ambulanten Pflegedienste einschließlich des Personals -
enthält der heute veröffentlichte Bericht zur "Pflegestatistik 2005 -
Deutschlandergebnisse". Der Bericht ist kostenlos im Statistik-Shop
des Statistischen Bundesamtes unter (www.destatis.de/shop, Suchwort
Pflegestatistik) abrufbar.


Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Heiko Pfaff,
Telefon: (01888) 644-8106,
E-Mail: pflege@destatis.de

ots-Originaltext
Statistisches Bundesamt
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
Telefon: (0611) 75-3444
Email: presse@destatis.de


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