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Nordrhein-Westfalen ist neuer Spitzenreiter beim Biodiesel-Absatz an Tankstellen - Schwierige Situation der Branche nach Teilbesteuerung -
Geschrieben am 31.01.2007 - [Nächster Artikel] |
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Berlin (ots) -
- Querverweis: Bild wird über obs versandt und ist unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs abrufbar -
Die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel e. V. (AGQM) hat heute die aktuellen Daten zum Verkauf von Biodiesel an öffentlichen Tankstellen bekannt gegeben. Danach ist die an Tankstellen im Jahr 2006 abgesetzte Menge an Biodiesel gegenüber dem Vorjahr um 44.000 Tonnen auf 476.000 Tonnen zurückgegangen. Dies wird im Wesentlichen auf die Auswirkungen der seit August 2006 bestehenden Teilbesteuerung zurückgeführt.
Trotz der insgesamt kritischen Situation konnten die Tankstellen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen den Biodiesel-Absatz gegenüber dem Vorjahr auf 183.000 Tonnen bzw. 132.000 Tonnen steigern. Dagegen hat es in fast allen anderen Bundesländern teilweise erhebliche Umsatzeinbrüche gegeben. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen weisen eine Biodieseltankstellenstruktur auf, die sehr stark durch die Betankung von Nutzfahrzeugen geprägt ist. An diesen Stationen war der Umsatzeinbruch in den letzten vier Monaten des Jahres mit 15 % nicht so stark wie bei den eher durch PKW frequentierten Tankstellen, die 47 % Ihres Biodieselabsatzes verloren haben. An den LKW-Stationen hat der sehr gute Verlauf des ersten Halbjahres die späteren schlechten Ergebnisse mehr als kompensiert.
Die statistischen Ergebnisse zeigen aber noch eine weitere Gefahr auf: Biodieseltankstellen in Nordrhein-Westfalen weisen einen durchschnittlichen Umschlag von über 500.000 Liter/Jahr auf, während z. B. in Sachsen nur 57.000 Liter/Jahr erreicht wurden. Aufgrund wirtschaftlicher Gegebenheiten ist zu erwarten, dass Tankstellen mit sehr niedrigen Umschlagsmengen den Biodiesel-Verkauf einstellen werden, so dass die bisher gute flächendeckende Versorgung mit Biodiesel akut gefährdet ist. Dies senkt zusätzlich die Attraktivität des Kraftstoffs Biodiesel für den Anwender und wird zu weiteren Absatzrückgängen führen.
Durch die veränderten Rahmenbedingungen wird ein über viele Jahre systematisch aufgebautes und in weiten Bereichen mit einem verlässlichen Qualitätssicherungssystem versehenes Vertriebsnetz für einen Biokraftstoff in kürzester Zeit ruiniert. Das politische Ziel, die Abhängigkeit vom Erdöl durch Einsatz von Biokraftstoffen schrittweise zu vermindern, wird so nicht erreicht. Die AGQM sieht die Politik in der Verantwortung, die getroffenen Steuerentscheidungen noch einmal zu überprüfen und eine zukunftsfähige Lösung mit Augenmaß zu finden.
Originaltext: AGQM Biodiesel Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=31490 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_31490.rss2
Pressekontakt: Dieter Bockey, AGQM Tel.: 030/31904-215 E-Mail: info@agqm-biodiesel.de
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