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Trügerische Ruhe: Budgets für Datensicherheit sinken

Geschrieben am 30.01.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Die Computersysteme von Unternehmen sind nach wie
vor ein begehrtes Ziel von Hackern. Allerdings stagnierte die Zahl
der Datenattacken 2006 . Die Folge: Das Thema Datensicherheit
verliert für die IT-Budgets zunehmend an Bedeutung. Mehr als 62
Prozent der befragten Entscheider geben an, nur gleich viel oder
weniger als im Vorjahr in diesen Bereich zu investieren. Nur bei
einem von fünf Unternehmen wird das Sicherheitsbudget erhöht.
Insgesamt sinkt der durchschnittliche Anteil der IT-Investitionen in
technische Sicherheitsvorkehrungen von knapp 15 auf etwa zwölf
Prozent . Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "IT-Security 2006"
der InformationWeek, die zusammen mit Steria Mummert Consulting
ausgewertet wurde.

Tatsächlich zeigt die technische Absicherung der Computersysteme
Wirkung. Die Zahl der erfolgreichen Angriffe durch Viren, Trojaner
und Vergleichbares ist entsprechend rückläufig. Auch E-mail-Accounts
werden seltener von Hackern übernommen. Für das Jahr 2006 gibt fast
jeder dritte befragte IT-Entscheider an, dass sich die Zahl der
Sicherheitsverstöße gegenüber dem Vorjahr nicht verändert hat. Gut
ein Viertel der befragten Unternehmen verzeichnen weniger
Sicherheitsprobleme als im Vorjahr, 23 Prozent melden steigende
Zahlen. Die Anzahl der Datenattacken hat sich damit 2006 auf hohem
Niveau eingependelt. 2005 berichteten noch fast vierzig Prozent der
Befragten von zunehmenden Angriffszahlen.

Sicherheitsrisiko Nummer eins ist somit immer weniger die Technik,
sondern sitzt häufig vor dem Bildschirm: Fehlverhalten von
Computernutzern wird für die IT-Verantwortlichen zu einem immer
größeren Problem. Phishing, der Passwort-Diebstahl durch gefälschte
E-Mails und Netzseiten, sowie Fälle von erratenen Passwörtern haben
im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Experten sehen dringenden
Handlungsbedarf. Die beste Lösung: Jeder Computernutzer wird zu
Risiken und Fehlverhalten geschult und kann jederzeit eine
schriftliche Sicherheits-Policy einsehen.

Zwar geben gut 81 Prozent der befragten Unternehmen an, dass
entsprechende Einweisungen durchgeführt werden. Die langfristige
Wirksamkeit solcher Maßnahmen bleibt aber fraglich, wenn unerfahrene
Nutzer keine Möglichkeit zum Nachschlagen haben. Dennoch hält nicht
einmal die Hälfte der Unternehmen schriftliche
Sicherheitsinformationen für ihre Mitarbeiter bereit. Über komplette
Beschreibungen der Sicherheitsmaßnahmen und -ziele verfügen gerade
einmal 20 Prozent der befragten Betriebe . Dabei geht knapp ein
Drittel der Befragten davon aus, dass nicht einmal sechzig Prozent
ihrer Mitarbeiter die Richtlinien für Informationssicherheit kennen.

An der Studie "IT-Security 2006" nahmen in der Zeit von Juli bis
August 2006 827 IT-Manager und Sicherheitsverantwortliche aus
Deutschland teil. Die Befragung wurde in Form elektronischer
Interviews im Auftrag der InformationWeek von research+consulting
durchgeführt und mit Unterstützung von Steria Mummert Consulting
ausgewertet.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50272
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50272.rss2

Pressekontakt:
Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Telefon: (040) 227 03-7787
Fax: (040) 227 03-7961
Joerg.Forthmann@faktenkontor.de
 
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