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Energieverbrauch legt leicht zu / Hohe Preise dämpfen Zuwachs / Erneuerbare steigern Beitrag

Geschrieben am 29.01.2007 - [Nächster Artikel]

Berlin/Köln (ots) - Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2006
leicht angestiegen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB)
berechnete einen Zuwachs von 1,2 Prozent auf 493,6 Millionen Tonnen
Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE), das entspricht 14 464 Petajoule
(PJ), gegenüber dem Vorjahr. Gebremst wurde der Zuwachs durch die
milde Witterung in den letzten Monaten des Jahres sowie das hohe
Preisniveau.

Beim Mineralöl standen einem deutlich höheren Verbrauch von
Diesel, Heizöl und Flugbenzin Verbrauchsrückgänge bei
Ottokraftstoffen und Chemiebenzin gegenüber. Insgesamt erhöhte sich
der Mineralölverbrauch um 0,2 Prozent auf 176,2 Mio. t SKE. Mit einem
Anteil von über 35 Prozent bleibt Mineralöl der mit Abstand
wichtigste Energieträger in Deutschland. Förderlich für den
Mineralölabsatz waren der aus steuerlichen Gründen vorgezogene
Heizöleinkauf vieler Verbraucher sowie die fallenden Preise im
letzten Quartal.

Der Erdgasverbrauch erhöhte sich im Jahr 2006 gegenüber dem
Vorjahr um 1,5 Prozent auf 112,6 Mio. t SKE. In der Stromerzeugung
stieg der Erdgaseinsatz kräftig um rund vier Prozent. Auch die
Industrie verbrauchte mehr Erdgas als im Vorjahr. Die Auswirkungen
der kalten Witterung in den ersten vier Monaten und des ungewöhnlich
milden letzten Quartals auf den Bedarf an Raumwärme glichen sich in
etwa aus, sodass der Erdgasverbrauch im Bereich Haushalte und
Gewerbe, Handel, Dienstleistungen auf Vorjahresniveau lag.

Der Verbrauch von Steinkohlen lag mit 64,0 Mio. t SKE um 1,7
Prozent über dem Vorjahr. Zu dieser Entwicklung trugen sowohl die
höhere Nachfrage der Elektrizitätswirtschaft als auch der
Stahlindustrie bei.

Der Braunkohlenverbrauch war wegen geringerer
Kraftwerksverfügbarkeit mit 53,7 Mio. t SKE um 1,5 Prozent niedriger
als im Vorjahr. Die Stromerzeugung in den Braunkohlenkraftwerken
verringerte sich entsprechend.

Die Stromerzeugung der Kernkraftwerke stieg gegenüber dem Vorjahr
um 2,7 Prozent.

Der Beitrag der Wasserkraftwerke und Windkraftanlagen stieg
insgesamt um rund 9 Prozent. Die Stromerzeugung aus Windenergie nahm
um 12 Prozent, diejenige aus Wasserkraft um knapp 4 Prozent zu. Der
Verbrauch von sonstigen Energieträgern stieg gegenüber dem Vorjahr um
16 Prozent.

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch
belief sich 2006 auf 5,3 Prozent gegenüber 4,7 Prozent im Vorjahr.


Originaltext: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53343
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_53343.rss2

Pressekontakt:

Uwe Maaßen
Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen
c.o.
DEBRIV - Bundesverband Braunkohle
Postfach 40 02 52
50832 Köln

Max-Planck-Straße 37
50858 Köln

T +49 (0)2234 1864 (0) 34
F +49 (0)2234 1864 18
Mobil 0171/4 16 26 89

mailto: Uwe.Maassen@braunkohle.de

www.braunkohle.de
www.kohlenstatistik.de
www.ag-energiebilanzen.de
 
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