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Telekommunikation im Umbruch: Unternehmen müssen Kosten senken und gleichzeitig in neue Produkte und den Service investieren

Geschrieben am 23.01.2007 - [Nächster Artikel]

München (ots) - UMTS wächst auf 3,5 Mrd. Euro Marktvolumen / DSL
als Wachstumstreiber / Marktanteil bei Konvergenzprodukten verdoppelt
sich / Telekommunikationsunternehmen müssen auf Kosten achten und
Margen stabil halten / Segmentierungsstrategien sind viel
versprechend, erfordern aber konsequentes Umdenken / Investitionen in
Service und Marke als Ausweg aus der Preisspirale

Das Jahr 2007 steht in der Telekommunikation im Zeichen von
Konvergenz, Innovation und weiterer Marktsättigung - davon werden
Deutschlands Verbraucher nachhaltig profitieren. Die internationale
Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton erwartet
weiter zunehmenden Marktdruck aufgrund steigender
Kundenanforderungen. Die Telekommunikationsunternehmen müssen
einerseits Kosten senken, andererseits jedoch verstärkt in
Kundenservice und Produkte investieren. "Im Mobilfunk droht zwar
nicht mehr die Gefahr eines Preiskrieges, die Auswirkungen der
Marktsättigung auf die Profitabilität der Anbieter sind jedoch
beträchtlich", so Dr. Roman Friedrich, Geschäftsführer von Booz Allen
Hamilton. "Telekommunikationsunternehmen sind gefordert, in neue,
innovative Dienste zu investieren, um in den nächsten Jahren
Umsatzrückgänge abzufedern und die Margen zu stabilisieren", so
Friedrich.

Breitband bleibt Wachstumstreiber, UMTS wird stark zulegen Im
Festnetzmarkt setzt sich der Trend zu geringeren Umsätzen im
Sprachbereich fort. Ursachen hierfür sind die verstärkte Nutzung von
VoIP, aber auch die noch anhaltende Substitution durch Mobilfunk. Der
Anteil des Gesprächsvolumens im Festnetz wird sich weiter reduzieren.
Wachstumstreiber bleibt der Markt mit Breitbandanschlüssen. Hier
eröffnen sich auch für den Mobilfunk Potenziale durch Cross-Selling,
Bündelangebote und neue konvergente Produkte. Anbieter von mobilen
Diensten generieren bis 2012 immerhin 8% bis 10% ihres Umsatzes mit
DSL- und Konvergenzprodukten. Auch UMTS wird rasant zulegen. Booz
Allen rechnet mit einer Verdopplung des Marktvolumens von heute 1,7
Mrd. auf 3,5 Mrd. Euro bis 2008. Dies entspricht einem Anteil von 14%
am deutschen Mobilfunkmarkt.

Triple-Play stößt auf Kundeninteresse

Technologische Entwicklungen machen die weitere Verschmelzung von
Mobilfunk- und Festnetz möglich. Verbraucher profitieren von
Konvergenzprodukten mit integriertem Festnetz- und Mobilfunkangebot.
Schon heute interessiert sich laut einer Booz Allen-Umfrage jeder
Dritte für entsprechende Produkte. 2007 wird darüber hinaus das Jahr
der Medien- und Inhaltekonvergenz. 58% der Kunden mit
Konvergenzprodukten nutzen bereits das Triple-Play aus
Mobilfunk/Festnetz/Breitband, wohingegen 38% ein Triple-Play-Bündel
aus Festnetz/Breitband/Medienzugang bevorzugen. Dabei gibt es
insgesamt eine verstärkte Nachfrage nach Hardware innerhalb der
Bündelangebote.

Marktpenetration von Triple-Play-Angeboten verdoppelt sich in 2007
Zwar nimmt die Marktpenetration von Triple-Play-Produkten in
Deutschland in 2007 von derzeit 2% auf 4% stark zu, im europäischen
Vergleich hinkt diese aber weiter deutlich hinterher. In Deutschland
bestimmen immer noch Voice-over-IP und WLAN das Marktgeschehen.
Außerdem gewinnen Bündelangebote mit starken Medieninhalten an
Bedeutung, unabhängig vom Zugangsweg. Dr. Roman Friedrich: "Triple-
und Quadruple-Play werden mit inhaltlich attraktiven,
kundenfreundlichen Bündel- bzw. Konvergenzangeboten erfolgreich sein.
Der Telekommunikationsmarkt ist reif für diese Innovation."

Der Trend: Outsourcing des Netzbetriebs

Der hohe Wettbewerbsdruck in teilweise gesättigten Märkten
erfordert von den Anbietern rigides Kostenmanagement. Klarer Trend
ist derzeit das Outsourcing auch strategisch wichtiger Komponenten
und großer Kostenblöcke, wie beispielsweise der Netzbetrieb oder das
Call Center. "Diese beiden Bereiche sind extrem kostenintensiv, sie
können bei guter Planung outgesourct werden. Wir sehen hier
Einsparpotenziale in einer Größenordnung von bis zu 20%", erläutert
Roman Friedrich. "Allerdings ist nicht für jeden Anbieter das
Outsourcing die beste Lösung, da damit auch
Differenzierungsmöglichkeiten aus der Hand gegeben werden."

Segmentierung schafft neue Angebote

Großes Wachstumspotenzial sieht Booz Allen bei der Adressierung
spezifischer Kundengruppen. Beispielsweise sind im Gesundheitsbereich
Handys mit Alarmfunktionen für Diabeteskranke bzw. Notfallhilfe bei
pflegebedürftigen Personen denkbar. Neben der Entwicklung eigener,
segmentspezifischer Marken wird die Nutzung etablierter,
branchenfremder Marken zukünftig eine größere Rolle spielen. Eine
Segmentierungsstrategie erfordert insgesamt von Unternehmen
konsequentes Umdenken, bis hin zur Veränderung von
Organisationsstrukturen sowie der Einführung neuer Service- und
Betriebsmodelle.

Zufriedene Kunden sind profitable Kunden Guter Kundenservice
wiederum trägt laut Booz Allen zu 30% bis 35% zur Kundenzufriedenheit
bei. So sind negative Erfahrungen mit dem Kundenservice für
durchschnittlich jede zehnte Kündigung verantwortlich. Die
Unternehmen müssen daher verstärkt in Service-Mitarbeiter und
Ladenpräsenz investieren. Roman Friedrich: "Wir sehen vor allem in
herausragendem Kundenservice und innovativen Diensten die Chance, den
Ausstieg aus dem reinen Preiswettbewerb zu schaffen - und dabei
höhere Margen als der Wettbewerb zu erzielen."

Booz Allen Hamilton ist mit mehr als 18.000 Mitarbeitern und Büros
auf sechs Kontinenten die weltweit führende Strategie- und
Technologieberatung. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner
rund 300 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum:
Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Der Umsatz
beläuft sich weltweit auf 3,7 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf
205 Mio. Euro.

Originaltext: Booz Allen Hamilton
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=44015
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_44015.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen und weitere Informationen:
Sabine Bayer
Marketing & Communications
Tel.: 089 / 54 52 5 530 oder 0170 / 22 38 530
Fax: 089 / 54 52 5 602
Email: bayer_sabine@bah.com
 
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