Leipzig (ots) - Anlässlich des bundesweiten Gaspreis-Vergleichs durch das Bundeskartellamt ist die Preisstruktur von Erdgas wieder in den Fokus gerückt. Über 60 Prozent des Endpreises für Erdgas gehen zu gleichen Teilen an den Staat in Form von Steuern und Abgaben und an die Erdgas-Produzenten. Auf die Gasversorgungsunternehmen entfällt lediglich rund ein Drittel des Preises, wobei dieser aufgrund unterschiedlicher regionaler Bedingungen variieren kann.
"Regionale Preisdifferenzen beim Erdgas resultieren grundsätzlich aus dem Wettbewerb mit anderen Energieträgern und der unterschiedlichen Bezugsstruktur der einzelnen Unternehmen. Auch bei leichtem Heizöl und Flüssiggas gibt es diese regionalen Unterschiede", erläutert Wolfgang Eschment, Sprecher des Forum Erdgas. "Man muss bei dieser Diskussion aber auch erwähnen, dass der verschärfte Wettbewerb innerhalb der Unternehmen Effizienzpotenziale aufdeckt, die den Kunden mittelfristig zu Gute kommen werden."
In Ostdeutschland variieren die Preise zudem durch die spezifischen Infrastrukturleistungen für den Betrieb und die Wartung der Netze: "Leitungslängen, Besiedlungs- und Absatzdichte sowie kostenintensive Techniken beispielsweise zum Schutz in hoch- und flutwassergefährdeten Regionen müssen ebenfalls berücksichtigt werden", erklärt Eschment. Darüber hinaus beeinflussen Investitionen in die Erneuerung veralteter Stahlleitungen sowie unterschiedliche kommunale Abgaben und Netzentgelte die regionale Preisbildung.
Das Forum Erdgas
Forum Erdgas ist ein Zusammenschluss ostdeutscher Erdgas-Unternehmen, die sich dem Dialog und der Information über den Energieträger Erdgas verpflichtet fühlen. Der Kreis organisiert einen offenen Meinungsaustausch, auf dessen Basis das Forum Erdgas an der öffentlichen Diskussion über aktuelle Fragen der Energiepolitik teilnimmt. Die Mitgliederliste gibt es unter www.forum-erdgas.de.
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