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Banken machen mobil

Geschrieben am 04.01.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Persönliche Kundenberatung wird bei deutschen
Banken künftig besonders groß geschrieben: Bis 2009 will die Mehrheit
der Kreditinstitute einen Großteil ihres Vertriebsbudgets in den
individuellen Kundenkontakt investieren. Vor allem die Beratung für
margenstarke Produkte und Dienstleistungen steht im Vordergrund. Die
Bankfiliale stufen die befragten Topentscheider dabei als
profitabelsten Vertriebskanal ein. Aber auch im mobilen Vertrieb
rechnen die Bankmanager in den kommenden Jahren mit "hohen" oder
"sehr hohen" Wertschöpfungsbeiträgen. Zu diesen Ergebnissen kommt
die Topentscheider-Befragung "Branchenkompass Kreditinstitute 2006"
von Steria Mummert Consulting AG in Zusammenarbeit mit dem
F.A.Z.-Institut.

Die Banken in Deutschland eint das Ziel, den Absatz margenstarker
Produkte zu steigern. Hierzu gehören Angebote der individuellen
Finanzplanung, Vermögensverwaltung, Altersvorsorge und
Unternehmensfinanzierung. Um mit diesen Produkten den Kunden zu
erreichen, nutzen die Banken die volle Bandbreite der
Vertriebskanäle. Tonangebend ist weiterhin die Filiale. Hier können
die Bankberater den Kunden besser kennen lernen, gezielt Produkte
empfehlen und Cross-Selling betreiben. Entsprechend groß schätzen die
Topentscheider die Profitabilität von Bankfilialen ein - 60 Prozent
erwarten hier bis 2009 "hohe" oder "sehr hohe"
Wertschöpfungsbeiträge. Das war nicht immer so. In den letzten
Jahren wurden viele unrentable Filialen entweder geschlossen oder
erfolgreich auf Profitabilität getrimmt.

Eine Ergänzung zum Filialvertrieb ist der mobile Vertrieb. Hier
rechnen 55 Prozent mit bis zu "sehr hohen" Wertschöpfungsbeiträgen .
Allerdings sind die Meinungen nicht einhellig. So sehen Entscheider
von Sparkassen mehr Gewinnpotential in Filialen (75 Prozent) und
weniger im mobilen Vertrieb (43 Prozent). Bei den Genossenschaften
schneidet der mobile Vertrieb mit 68 Prozent etwas besser als die
Filiale (62 Prozent) ab. Für Kreditbanken und Realkreditinstitute
ist der mobile Vertrieb mit 60 und 50 Prozent deutlich attraktiver
als die Filiale (45 Prozent beziehungsweise keine Nennung).

Bei den Vertriebsinvestitionen der deutschen Kreditinstitute
werden bis 2009 der mobile Vertrieb, das Internet und die Filiale im
Fokus stehen. 58 Prozent der Befragten planen nennenswerte
Investitionen im mobilen Vertrieb und Außendienst. Am wenigsten
wollen die Sparkassen in den mobilen Vertrieb investieren (45
Prozent); Genossenschaften und Kreditbanken (60 Prozent) sowie
Realkreditinstitute (67 Prozent) hingegen bauen diesen Vertriebsweg
stark aus. 56 Prozent aller Befragten setzen außerdem auf die
Expansion des Internetvertriebs. Elektronische Briefkästen für
Kundenpost, E-Tresore für wichtige Dokumente und verschiedene
Beratungsmodule sowie Multimediaanwendungen sollen das
Leistungsangebot erweitern. In die Filialen wollen insgesamt 54
Prozent der Befragten investieren. Da unter den Vertriebswegen der
Sparkassen die Geschäftsstellen am profitabelsten sind, räumen die
Entscheider diesem Zweig mit 53 Prozent eine hohe Priorität ein. Das
Internet folgt bei den Sparkassen mit 50 Prozent . Nur jedes dritte
Kreditinstitut möchte den Bereich SB-Automaten noch weiter ausbauen.
Hier scheinen die Wachstumsmöglichkeiten ausgereizt.

Im August 2006 befragte forsa im Auftrag von Steria Mummert
Consulting 100 Führungskräfte aus 100 der größten Kreditinstitute
Deutschlands zu den Branchentrends sowie zu Strategien und
Investitionszielen bis 2009. Befragt wurden jeweils die
Vorstandsvorsitzenden, Vorstandsmitglieder, die Geschäftsführer, die
Leiter der Unternehmensentwicklung, die Leiter von Finanzen und
Controlling oder die Vertriebs- und Marketingleiter. forsa führte die
Befragung mit der Methode des Computer Assisted Interview (CATI)
durch.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50272
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50272.rss2

Pressekontakt:
Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Telefon: (040) 227 03-7787
Fax: (040) 227 03-7961
Joerg.Forthmann@faktenkontor.de
 
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