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Brüssel setzt die Jugend in Aktion / Start des neuen EU-Jugendprogramms: Mehr Jugendliche profitieren von Fördergeldern - Deutsche EU-Ratspräsidentschaft will Integration junger Menschen stärken

Geschrieben am 03.01.2007 - [Nächster Artikel]

Bonn (ots) - Europas Jugendpolitik geht in die nächste Runde: Mit
dem Jahreswechsel ist das neue EU-Programm JUGEND IN AKTION in Kraft
getreten. Bis einschließlich 2013 verteilt Brüssel 885 Millionen Euro
unter Jugendinitiativen, gemeinnützigen Vereinen und Trägern der
Jugendarbeit in 31 Ländern. Damit möchte die EU Bürgersinn,
Solidarität und zivilgesellschaftliches Engagement unter jungen
Menschen stärken und ihnen zu mehr Mobilität und Zusammenarbeit in
Europa verhelfen.

JUGEND IN AKTION setzt bewährte Bestandteile des vorherigen
Programms JUGEND aus den Jahren 2000 bis 2006 fort. Vor allem
Jugendinitiativen, Jugendaustausche und der Europäische
Freiwilligendienst sollen von den Fördergeldern profitieren. Wer ein
Hip-Hop-Projekt zusammen mit polnischen Jugendlichen organisiert, auf
Jugendfahrt nach Spanien startet oder freiwillig in einem Kinderheim
in Bulgarien arbeiten möchte, kann auf Förderung aus dem Jugendtopf
hoffen.

EU will demokratisches Engagement stärken

Neue Impulse setzt JUGEND IN AKTION vor allem durch flexiblere
Altersgrenzen, mit denen die EU mehr Jugendliche in das Programm
einbeziehen möchte. Statt wie bisher 15- bis 25-Jährige können nun
13- bis 30-Jährige an den meisten Programmaktionen teilnehmen. Auch
sollen sozial benachteiligte Jugendliche stärker angesprochen werden,
um sie zu Lernerfahrungen in einem interkulturellen Umfeld zu
ermuntern.

Rund 80 Millionen Euro aus den Programmmitteln werden in den
nächsten sieben Jahren nach Deutschland fließen. Pro Jahr können
damit rund 300 Jugendbegegnungen mit 12.000 Teilnehmern, 120
Jugendinitiativen und 1.200 Europäische Freiwillige gefördert werden.
In den nächsten sieben Jahren erhalten mindestens 100.000 junge
Menschen aus Deutschland die Chance, mit JUGEND IN AKTION europäische
Erfahrungen zu machen und sich aktiv zu engagieren.

Besonders das demokratische Engagement rückt mit JUGEND IN AKTION
in den Mittelpunkt. Junge Menschen sollen intensiver in den Dialog
mit Politikern und Institutionen treten, sich an Diskussionen über
Europas Zukunft beteiligen und auf politische Prozesse einwirken, die
sie betreffen. Brüssel fördert darum mehr Projekte, in denen
Jugendliche sich aktiv in politischen und gesellschaftlichen Fragen
engagieren - von regionalen Jugendparlamenten bis zum Europäischen
Jugendforum, dem Dachverband europäischer Jugendorganisationen.

EU-Ratspräsidentschaft macht sich für Chancengleichheit stark

Die gleiche Richtung schlägt die deutsche Bundesregierung ein, die
am 1. Januar die EU-Ratspräsidentschaft übernommen hat. "Es ist
erklärtes Ziel der Deutschen EU-Präsidentschaft, die Aufmerksamkeit
für das Politikfeld Jugend insgesamt zu erhöhen." erklärte
Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen in Brüssel.

Im April sollen auf einem Jugendevent in Köln Jugendliche die
Gelegenheit erhalten, mit den 27 Generaldirektorinnen und -direktoren
JUGEND über die Einbeziehung Jugendlicher in jugendpolitische
Prozesse in Europa zu diskutieren. Die Vorschläge und Ideen der
Teilnehmer sollen in eine mögliche EU-Ratsentschließung zum Thema
"Gleiche Chancen und soziale Integration für alle Jugendlichen"
einfließen, für die sich die deutsche Ratspräsidentschaft stark
macht.

100.000 deutsche Jugendliche können Europa erfahren

Der deutsche Ansprechpartner für JUGEND IN AKTION ist die
Nationalagentur JUGEND für Europa mit Sitz in Bonn. Sie ist eine von
33 Nationalagenturen, die die nationalen Budgets verwalten,
Jugendprojekte betreuen und Fachwissen vermitteln. Auch die deutsche
Nationalagentur unterstützt die demokratische Partizipation
Jugendlicher, indem sie den Akteuren ein Forum zum Ideenaustausch
bietet und ausführlich über jugendpolitische Entwicklungen auf
europäischer Ebene informiert.

Zu den Leitbildern von JUGEND für Europa gehört es, Jugendliche
als souveräne Akteure ernst zu nehmen und zu unterstützen. "Wir legen
großen Wert auf die Eigeninitiative von Jugendlichen und wollen sie
direkt beteiligen", betont JUGEND für Europa-Chef Hans-Georg Wicke.
Mit Trainings, dem Aufbau von Netzwerken und mit der Förderung
innovativer Projekte sorgt die Nationalagentur für mehr Kompetenz
unter den Akteuren der Jugendarbeit. Die dabei erworbenen
Qualifikationen sollen künftig europaweit mit einem "Youthpass"
belegt werden.

In den vergangenen Monaten hat sich die Bonner Agentur intensiv
auf JUGEND IN AKTION vorbereitet, damit es pünktlich zum
Jahreswechsel losgehen kann. Hans-Georg Wicke freut sich auf weitere
sieben Jahre mit dem europäischen Jugendprogramm: "Für uns ist das
Aktionsprogramm JUGEND eine der herausragenden Möglichkeiten, neue
Formen nicht formaler Bildung und internationaler Jugendarbeit zu
praktizieren und das lebendige Europa zu erfahren."

Originaltext: Jugend Für Europa
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=43464
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_43464.rss2

Pressekontakt:
JUGEND für Europa
Deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION

Frank Peil, Referent für Information und Öffentlichkeitsarbeit
Godesberger Allee 142-148
53175 Bonn
Tel.: 0228 9506-219
peil@jfemail.de
www.webforum-jugend.de
 
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