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Sozialversicherungen gehen auf Brautschau

Geschrieben am 02.01.2007 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - Jeder vierte Sozialversicherungsträger in
Deutschland will bis 2008 mit einem Partner fusionieren. Synergien
bei Verwaltungsprozessen, aber auch Druck von Seiten des Gesetzgebers
werden als wesentliche Triebfedern für entsprechende Zusammenschlüsse
genannt. Insbesondere die Rentenversicherungsträger und die
gesetzliche Unfallversicherung sehen sich einer direkten
Einflussnahme der Politik ausgesetzt. Das ist das Ergebnis der Studie
Branchenkompass 2006 Sozialversicherungen von Steria Mummert
Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Der Gesetzgeber verfolgt vielerorts das Ziel, die
Sozialversicherungen günstiger zu machen. Die Lohnnebenkosten für
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sollen zügig gesenkt
werden. Entsprechend hoch bewerten die Entscheider der
Sozialversicherungsträger den politischen Druck. Die Bereitschaft für
Zusammenschlüsse steigt. 72 Prozent der Befragten sehen die Vorgaben
des Gesetzgebers als entscheidendes Motiv für die Bildung von
Kooperationen und Fusionen an. Neben einer zügigen Sanierung der
Finanzstrukturen will fast jeder zweite Entscheider
Kooperationsmodelle mit einem Ausbau des eigenen Serviceangebots
verbinden. Für Sozialversicherungsträger ein wichtiger strategischer
Schritt, um sich auf den Märkten der Zukunft zu positionieren. Grund:
Der Gesetzgeber setzt der Tätigkeit der Sozialversicherer enge
rechtliche Schranken. Durch Kooperationen mit Partnern aus Branchen
außerhalb des eigenen Geschäftsfeldes können die Träger ihr
Produktportfolio hingegen ohne rechtliche Hindernisse erweitern.

Für die Unfallversicherung und die Kranken- und Pflegeversicherung
bleiben allerdings Leistungsanbieter aus der eigenen Branche die
wichtigsten Kooperationspartner. Bis 2008 planen vier von zehn
Unfallkassen eine Fusion mit einem Träger desselben Verbandes. Dabei
suchen die gesetzlichen Kostenträger im Gesundheitswesen häufiger die
Zusammenarbeit mit privaten Anbietern ihrer Branche als mit anderen
gesetzlichen Krankenkassen. Gegenstand solcher Kooperationen sind
häufig zusätzliche Assekuranzprodukte, wie beispielsweise
Extraleistungen auf dem Niveau privater Krankenversicherungen.

Der Branchenkompass 2006 Sozialversicherungen zeigt auf, wie die
Träger der gesetzlichen Sozialversicherungen auf die sich wandelnden
Rahmenbedingungen reagieren. Im Mai 2006 informierten 100
Topentscheider deutscher Sozialversicherungsträger über die
Investitionsziele ihrer Institutionen und Entwicklungstrends. Die
Befragten sind führende Manager aller fünf Sozialversicherungsträger:
der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung, der gesetzlichen
Rentenversicherung, der gesetzlichen Unfallversicherung, der
gesetzlichen Krankenkassen sowie der gesetzlichen Pflegekassen. Die
Interviewpartner sind Mitglieder des Vorstands oder der
Geschäftsführung sowie führende Abteilungsleiter. Die
Marktforschungsgesellschaft forsa aus Berlin führte die Erhebung
anhand eines strukturierten Fragebogens nach der Methode des Computer
Assited Telephone Interview (CATI) durch.

Originaltext: Steria Mummert Consulting
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50272
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50272.rss2

Pressekontakt:
Jörg Forthmann
Faktenkontor GmbH
Telefon: (040) 227 03-7787
Fax: (040) 227 03-7961
Joerg.Forthmann@faktenkontor.de
 
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