Berlin (ots) - Der Ökonom und Vorsitzende der Sozialkammer der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gert G. Wagner, hat sich gegen die Idealisierung der Großfamilie gewandt. In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel (Freitagausgabe) schreibt der Berliner Professor, es müsse sich noch zeigen, ob die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) forcierten Mehr-Generationen-Häusern sinnvoll seien. "Intakte Großfamilien sind ein Phänomen des Bürgertums", schreibt Wagner, der auch Forschungsdirektor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin ist. "Die großbürgerliche Lösung in palastartigen Wohnungen und mit Hausmädchen kann nicht das Standardmodell werden." Auch schöne Erinnerungen an Weihnachten im Kreise großer Familien dürften nicht über die Realität hinwegtäuschen.
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