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Umsatz steigt 2006 konzernweit um zehn Prozent auf 1,135 Mrd. EUR / TÜV SÜD weiter auf Wachstumskurs / Akquisition des US-Prüfdienstleisters PetroChem ebnet Weg in die globalen Chemie-Märkte

Geschrieben am 18.12.2006 - [Nächster Artikel]

München (ots) - TÜV SÜD bleibt auf Wachstumskurs: Im Geschäftsjahr
2006 wird der weltweite Konzernumsatz um rund zehn Prozent auf
voraussichtlich 1,135 Mrd. EUR steigen. Mit der aktuellen Übernahme
des US-amerikanischen Prüfdienstleisters PetroChem Inspection
Services Inc. (Houston) mit 400 Beschäftigten und einem Jahresumsatz
von umgerechnet rund 27 Mio. EUR baut TÜV SÜD sein globales
Chemie-Geschäft weiter aus. Trotz hoher Investitionen in
Integrationsprojekte nach dem Erwerb der PSB-Unternehmensgruppe in
Singapur und anderer Unternehmen sowie des Aufbaus neuer Labore unter
anderem in Japan, Hongkong, Shanghai und Indien erwartet TÜV SÜD bei
Ertrag und Umsatzrendite annähernd die Werte des Rekordjahres 2005,
sagte Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Peter Hupfer am Montag vor
Journalisten in München. Konkrete Zahlen nannte er allerdings noch
nicht. Im vergangenen Jahr hatte TÜV SÜD ein Vorsteuer-Ergebnis von
110,4 Mio. EUR und eine Umsatzrendite von 10,5 Prozent erzielt.

Mit der Gründung von TÜVTURK in 2005, der Akquisition von PSB in
Singapur sowie den Übernahmen von PetroChem, des Prüfdienstleisters
EST Testing Solutions Inc. in Michigan (USA) sowie der ungarischen
KERMI Kft. hat TÜV SÜD sein internationales Netzwerk auf über 600
Standorte ausgebaut. Die Unternehmensgruppe beschäftigt zum
Jahresende 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - rund 1.200 mehr
als im Jahr zuvor. Im Ausland wächst der Umsatz der TÜV SÜD Gruppe
bis zum Jahresende um voraussichtlich 35 Prozent auf über 280 Mio.
EUR. Damit erwirtschaftet die TÜV SÜD Gruppe inzwischen ein Viertel
ihres Umsatzes außerhalb des heimischen Markts. Vor einem Jahr waren
es noch knapp 20 Prozent. Besonders dynamisch stellt sich die
Entwicklung des größten TÜV erneut in der Wirtschaftsregion
Asien-Pazifik dar. Dort verdoppelten sich die Umsätze auf etwa 110
Mio. EUR. Den PSB-Effekt bezifferte TÜV SÜD-Chef Hupfer mit rund 50
Mio. EUR. Auf den NAFTA-Märkten wird TÜV SÜD im zu Ende gehenden
Geschäftsjahr um etwa 20 Prozent wachsen. Damit steigen die Umsätze
dort auf rund 35 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund der aktuellen
Akquisitionen bezifferte Hupfer das Umsatzpotenzial auf rund 70 Mio.
EUR.

Durch die Übernahme von PetroChem hat TÜV SÜD den weltweiten
Spezialistenpool seines Geschäftsbereichs Chemie Service
verdreifacht, in dem der Konzern sein gesamtes Know-how rund um die
Verfügbarkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Anlagen in der
Chemie- und Prozessindustrie gebündelt hat. "Mit unseren
qualifizierten und branchenspezifischen Dienstleistungen stehen wir
unseren Kunden nun als kompetente Partner in allen bedeutenden
Chemie-Zentren der Welt zur Verfügung", betonte Hupfer. Gleichzeitig
profitiere PetroChem vom weltweiten TÜV SÜD-Netzwerk zur Erschließung
weiterer Marktpotenziale.

Hanseatische Lösung bei Germanischer Lloyd undramatisch

Mit Bedauern hat TÜV SÜD zur Kenntnis genommen, dass sich
Gesellschafter und Vorstand der Germanischer Lloyd AG für einen
Verkauf ihrer Mehrheitsanteile an den Hamburger Unternehmer Günter
Herz und damit für eine hanseatische Lösung entschieden haben. "Damit
steht für uns ein Engagement bei der Germanischer Lloyd AG nicht mehr
zur Diskussion", sagte der Vorstandsvorsitzende von TÜV SÜD. Hupfer
bezeichnete den Zuschlag für Herz als undramatisch und ohne
strategische Bedeutung für das TÜV SÜD-Geschäft, da die Unternehmen
nicht im Wettbewerb stehen. Der Schiff- und der Land-TÜV hätten sich
vielmehr ideal ergänzt, was der Germanischer Lloyd AG eine
hervorragende Wachstumsperspektive in einem industriellen Verbund
geboten hätte. Auch der Erwerb von PetroChem hätte für die
Germanischer Lloyd AG zu zusätzlichen Synergien führen können.

Mit Blick auf das zu Ende gehende Geschäftsjahr sagte Hupfer:
"Unsere Kunden würdigen unser neues Marktprofil als engagierter und
verantwortungsbewusster Prozesspartner und -berater, der für seine
Auftraggeber überall auf der Welt mehr Sicherheit und
wirtschaftlichen Mehrwert schafft". TÜV SÜD habe sich erfolgreich zum
Begleiter der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt, um auf Basis
gesetzlicher und eigener Produktions-standards die Verfügbarkeit
technischer Anlagen zu verbessern, Betriebsabläufe zu optimieren,
Investitionsrisiken zu minimieren oder Produkten im globalen Handel
durch entsprechende Zertifizierungen einen schnellen Marktzugang zu
sichern.

"Unsere Dienstleistungen fokussieren wir auf unsere
Kernkompetenzen Beraten, Testen, Zertifizieren und Ausbilden", so der
TÜV SÜD-Vorstandsvorsitzende. "Unser Unternehmenszweck reicht
inzwischen weit über das traditionelle technische Umfeld hinaus." Mit
dem Strategischen Geschäftsfeld MENSCH trage TÜV SÜD auch den so
genannten Soft Skills als immer wichtiger werdenden Faktoren für den
wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen Rechnung. Hupfer: "Dass wir
auch hier richtig aufgestellt sind und die Anforderungen des Markts
rechtzeitig erkannt haben, zeigt die Umsatzentwicklung mit einem Plus
von fast 30 Prozent auf 180 Mio. EUR." Mit einem Umsatzanteil von
rund 530 Mio. EUR (= 47 Prozent) ist das Strategische Geschäftsfeld
INDUSTRIE das größte im TÜV SÜD-Verbund gefolgt vom Strategischen
Geschäftsfeld MOBILITÄT mit 420 Mio. EUR (= 37 Prozent).

Innovative Dienstleistungen und weiterer Ausbau des weltweiten
Netzwerks

Mit seiner "Mehr Wert"-Strategie, die im neuen Jahr auch Thema
einer bundesweiten Werbekampagne sein wird, zählt TÜV SÜD nach
Hupfers Worten zu den erfolgreichsten Unternehmen der Branche. Mit
der Entwicklung innovativer Dienstleistungen in
Hochtechnologiebereichen wie Satellitennavigation und regenerative
Energien sowie dem gezielten Ausbau seines weltweiten Netzwerks auch
durch weitere Akquisitionen will der Dienstleistungskonzern seine
Marktposition im globalen Wettbewerb dauerhaft stärken.

Durch die Beteiligung an der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik
(Ottobrunn) hat TÜV SÜD sein Portfolio im Bereich der regenerativen
Energien gezielt verstärkt, um den Einsatz alternativer Energieträger
wirtschaftlich, funktionell und sicher zu gestalten. Als Mitglied der
H2-Community ist TÜV SÜD unmittelbar daran beteiligt, Wasserstoff als
Energieträger von morgen zu etablieren und eine globale
Wasserstoffwirtschaft aufzubauen, die höchste ökologische und
ökonomische Anforderungen erfüllt. Mit dem Ziel, spezielle
Dienstleistungen auf dem Gebiet der Zertifizierung von Ortungs- und
Navigationssystemen zu entwickeln und zu vermarkten, hat TÜV SÜD mit
dem Spezialisten OECON in Braunschweig die NavCert GmbH gegründet.
"In diesem Zusammenhang freuen wir uns sehr darüber, dass die
niedersächsische Landesinitiative GAUSS die erste EU-weite
Ausschreibung zur Erstellung der Zertifizierungsgrundlagen für das
europäische Satellitennavigationssystem GALILEO gewonnen hat", sagte
Hupfer. TÜV SÜD sei Partner der Initiative und werde sich über
NavCert an der Erstellung des Grünbuchs beteiligen.

Grünes Licht hat TÜV SÜD inzwischen für sein großes Engagement in
der Türkei erhalten: Das zuständige türkische Gericht bestätigte die
Rechtmäßigkeit des Privatisierungsverfahrens für Fahrzeug-
Hauptuntersuchungen nach deutschem Vorbild. Das Projekt war
international ausgeschrieben worden. Die Laufzeit beträgt 20 Jahre.
"Wir gehen jetzt davon aus, dass die entsprechenden Verträge im
ersten Quartal 2007 unterzeichnet werden können", sagte Peter Hupfer.
Dann werde TÜV SÜD gemeinsam mit den einheimischen Partnern DOGUS und
AKFEN unter dem Dach der TÜVTURK den landesweiten Aufbau und Betrieb
von rund 200 TÜV Service-Centern und 40 mobilen Stationen fortsetzen.
Die notwendige Technik und die dazugehörigen Prozesse sind bereits
definiert und anhand von zwei Pilotprüfstellen erfolgreich
installiert worden.

Durch die Privatisierung werden in der Türkei mittelfristig rund
3.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zurzeit sind dort zehn Millionen
Kraftfahrzeuge zugelassen. Nach Branchenschätzungen wird der Bestand
jährlich um etwa sieben Prozent wachsen.

Mit rund fünf Millionen Haupt- und drei Millionen
Abgasuntersuchungen sowie 600.000 Führerscheinprüfungen ist TÜV SÜD
der größte Auto-TÜV in Deutschland. Auch in Österreich, Frankreich
und Spanien führt das Unternehmen periodische Fahrzeuginspektionen
durch. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll der Geschäftsbereich
TÜV SÜD Auto Service im Ausland ebenso stark vertreten sein wie auf
dem Heimatmarkt.

Originaltext: TÜV SÜD AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=38406
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_38406.rss2

Pressekontakt:
Redaktion:
Rainer Strang
TÜV SÜD AG
Unternehmenskommunikation
Westendstr. 199, 80686 München
Tel. +49 (0) 89 / 57 91 - 1613
Fax +49 (0) 89 / 57 91 - 2224
E-Mail rainer.strang@tuev-sued.de
Internet www.tuev-sued.de
 
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