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PPP-Markt Deutschland: Public Private Partnerships auf dem Vormarsch - 16 PPP-Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 540 Mio. Euro 2006 zugeschlagen

Geschrieben am 15.12.2006 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - "Für die deutsche Bauindustrie war das Jahr 2006
das erfolgreichste Jahr für Public Private Partnerships im
öffentlichen Hochbau seit Beginn dieses Jahrzehnts." Dieses Resümee
zog heute in Berlin der Vorsitzende des Arbeitskreises "Private
Finanzierung" des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und
Vorsitzender des Vorstands der Bilfinger Berger AG, Dipl.-Ing.
Herbert Bodner, anlässlich der heutigen Vertragsunterzeichnung der
PPP-Pilotprojekte der Stadt Halle/Saale. Bis zum Ende des Jahres sei
mit der Vergabe von 16 PPP-Projekten mit einem Investitionsvolumen
von 540 Mio. Euro bzw. einem Gesamtprojektvolumen von über 1 Mrd.
Euro zu rechnen. Gegenüber der konventionellen Beschaffung könnten
die öffentlichen Auftraggeber damit etwa 16 % - das sind 85 Mio. Euro
- einsparen. Bodner: "PPP zahlt sich für alle Beteiligten aus. Für
den privaten Partner durch die Übernahme bislang öffentlich
erbrachter Dienstleistungen rund um das neu errichtete bzw. sanierte
Bauwerk. Für den öffentlichen Auftraggeber in Form von Einsparungen
gegenüber der konventionellen Projektrealisierung."

Vor allem die Kommunen hätten sich in den letzten Jahren als
"PPP-Pioniere" erwiesen, erläutert Bodner. Es sei deshalb nicht
überraschend, dass der Schwerpunkt der PPP-Vergaben auch 2006 im
Bereich des Neubaus und der Sanierung von Schulen liege. Inzwischen
seien aber auch die Länder dabei, die Vorteile von PPP für sich zu
entdecken. Mit der Einbeziehung privater Partner in die Realisierung
der Justizvollzugsanstalten in München und Offenburg, bis Ende des
Jahres auch in Burg/Sachsen-Anhalt seien erste Investitionsakzente
gesetzt worden.

Seit dem Start der PPP-Initiative zu Beginn des Jahrzehnts seien
damit insgesamt 43 PPP-Verträge mit einem Investitionsvolumen von 1,4
Mrd. Euro und einem Projektvolumen von über 3 Mrd. Euro unterzeichnet
worden, ergänzt Bodner. Damit seien öffentlich-private
Partnerschaften im Hochbau auf einem guten Weg, zu einer
konkurrenzfähigen privatwirtschaftlichen Alternative zur
konventionellen Beschaffung von Bau- und Dienstleistungen zu werden.
Für die Zukunft stimme optimistisch, dass weitere 137 PPP-Projekte
mit einem Investitionsvolumen von 5,6 Mrd. Euro in der Vorbereitung
bzw. bereits in der Ausschreibung seien. Bodner: "Trotz aller Skepsis
hat sich im Hochbau ein Markt für PPP-Projekte endgültig etabliert."

Vom geplanten PPP-Vereinfachungsgesetz der Regierungskoalition
verspricht sich Bodner zusätzlichen Rückenwind für PPP-Projekte in
Deutschland. Für die Versorgung von PPP-Projektgesellschaften mit
Eigenkapital sei wichtig, dass sog. Infrastruktursondervermögen und
Infrastrukturspezialfonds im Investmentgesetz verankert würden. Durch
Einführung eines Tax-Refund-Systems könnte darüber hinaus die
umsatzsteuerliche Diskriminierung von PPP-Modellen abgebaut werden.
Gelänge es darüber hinaus, den starren Rahmen des
Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetzes zu flexibilisieren, könnte
auch der Verkehrswegebau zusätzliche Impulse erhalten. Bodner:
"Leider ist der Projektfluss bei PPP-Projekten im Verkehrswegebau
nach wie vor völlig unbefriedigend. Daran muss sich dringend etwas
ändern."

Auch im Internet abrufbar: www.bauindustrie.de

Originaltext: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=24058
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_24058.rss2

Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Stellv. Hauptgeschäftsführer und
Leiter der Hauptabteilung Volkswirtschaft,
Information und Kommunikation
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de
 
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