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Preissenkungen entlasten Kassen in Milliardenhöhe: Generika-Branche leistet 2006 einen beispiellosen Sparbeitrag

Geschrieben am 14.12.2006 - [Nächster Artikel]

Berlin (ots) - Durch teils drastische Preissenkungen und einen
zusätzlichen Rabatt entlasten die Generika-Hersteller das deutsche
Gesundheitssystem jährlich um rund eine Milliarde Euro. Diese Zahl
gab der Branchenverband Pro Generika am Donnerstag in Berlin bekannt.
Allein durch die Preissenkungen in diesem Jahr spart die
Generikaindustrie den Krankenkassen rund 650 Millionen Euro jährlich
ein. Deutschland ist heute ein Niedrigpreisland für Generika. Auf
Basis des Herstellerabgabepreises sind Generika hierzulande erheblich
günstiger als in den anderen großen Pharmamärkten Europas
(Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien). Hinzu kommt der so
genannte Generika-Abschlag in Höhe von zehn Prozent, der den
Krankenkassen allein 2006 ca. 340 Millionen Euro einbrachte.

"Der beispiellose Preiswettbewerb der Generika-Unternehmen in
Deutschland bietet den Krankenkassen ein gewaltiges
Einsparpotential", erklärte Pro Generika-Geschäftsführer Hermann
Hofmann. Er äußerte zugleich die Sorge, dass dieses Angebot nur
unzureichend angenommen werde. Während die Ausgaben für
patentgeschützte Medikamente weiter ungebremst wachsen, schrumpfte
der generikafähige Markt in diesem Jahr sogar leicht. Hofmann
forderte den Gesetzgeber daher auf, für Generika eine
Mindestverordnungsquote von 85 Prozent im generikafähigen Markt, der
die patentfreien Wirkstoffe umfasst, festzuschreiben.

Als Grund für die Forderung erklärte Hofmann: "Immer noch werden
in drei von zehn Fällen die teureren patentfreien
Erstanbieterprodukte verordnet, statt auf die zwar deutlich
preiswerteren aber qualitativ absolut gleichwertigen Generika
zurückzugreifen. Es liegt jetzt an Politik und Kassen, die richtigen
Anreize zu setzen, ob das Angebot der Generika-Industrie angenommen
und das Gesundheitswesen so entlastet wird, wie dies möglich wäre."

Bisher, so Hofmann weiter, seien die falschen Anreize gesetzt
worden. Als Beispiel nannte er die Zuzahlungsregelungen. "Diese
Regelung geht am Patienten weitgehend vorbei", kritisierte er. Zwar
seien zahlreiche preiswerte Arzneimittel von der Zuzahlung
freigestellt, doch hätten die Kassen dabei vor allem Wirkstoffe
ausgesucht, die für die Behandlung chronisch kranker Menschen
eingesetzt werden. "Genau die sind in der Regel aber nach kurzer Zeit
ohnehin von der Zuzahlung befreit", erklärte Hofmann. Er schlug vor,
die Zuzahlungsregelung komplett umzustellen und eine konsequente
zehn-prozentige Zuzahlung einzuführen. "Heute zahlt der Patient
mindestens fünf Euro, d.h. bei den meisten Generika zahlt er mehr als
zehn Prozent zu", stellte Hofmann fest. Durch eine konsequente
Umstellung der Zuzahlung auf generell zehn Prozent bei Wegfall der
Mindestzuzahlung von fünf Euro würden die Patienten in jedem Fall von
den Preissenkungen bei Generika unmittelbar profitieren.

Die für die Krankenkassen günstige Preisentwicklung im
Generika-Bereich hat aber auch ihre Kehrseite. "2006 war für die
Hersteller das härteste Jahr in der Geschichte der deutschen
Generikaindustrie. Zusätzliche Rabattverträge mit Krankenkassen, die
durch die Gesundheitsreform forciert werden sollen, sind überhaupt
nur denkbar, wenn es gelingt, die Generika-Quote deutlich zu
steigern", betonte Hofmann.

Originaltext: Pro Generika e.V.
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=54604
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_54604.rss2

Ansprechpartner:

Hermann Hofmann
Erster Geschäftsführer
Tel.: (030) 2092 4131
Fax: (030) 2092 4323
info@progenerika.de
 
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