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Werder Bremen-Presseservice: Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs im Interview vor dem Barcelona-Spiel: "100.000 Fans erwarten, dass der Titelverteidiger auf keinen Fall ausscheidet"

Geschrieben am 02.12.2006 - [Nächster Artikel]

Bremen (ots) - Am Samstagabend begann bei Werder der Countdown für
das Spiel beim FC Barcelona. Drei Tage vor dieser
Champions-League-Partie stand Geschäftsführer Klaus Allofs
zahlreichen Medienvertretern Rede und Antwort und sprach über die
bisherige Vorrunde, den Druck auf die Mannschaft und seine
Erwartungen. Werder.de hat die Höhepunkte notiert.

Frage: Herr Allofs, durch das Spiel des Jahres, die Partie beim FC
Barcelona, wird es kaum Zeit geben, Ihren Geburtstag zu feiern. Ist
das ein komisches Gefühl?
Klaus Allofs: Nein, das ist doch normal, dass alle Augen auf diese
Partie gerichtet sind. Es ist ein Endspiel. Wir haben die Chance, für
eine Sensation zu sorgen und es wäre eine Sensation, wenn wir uns
gegen den Titelverteidiger durchsetzen.

Frage: Für Werder Bremen wäre das ein unglaublicher sportlicher
Erfolg, der weltweit für Aufmerksamkeit sorgen würde.
Klaus Allofs: Ja, wenn wir uns dort durchsetzen, dann hat das nichts
mit Zufall zu tun. Es sind in dieser Vorrunde keine glücklichen Dinge
passiert, die uns begünstigt haben. Wir hätten es uns richtig
verdient. Das kann man mal erwähnen.

Frage: Auf Tuchfühlung mit dem aktuellen Champions-League-Ball:
Klaus Allofs.Ist es da nicht schon fast ärgerlich, dass im Hinspiel
dieser späte Ausgleichstreffer für Barcelona gefallen ist. Ohne ihn
hätte Werder schon im Achtelfinale stehen können?
Klaus Allofs: Damit beschäftigen wir uns nicht. Wir sind mehr als
froh über die Situation, die wir uns vor dem letzten Spiel erarbeitet
haben. In dieser Gruppe zehn Punkte geholt und dazu starke Spiele
gegen Chelsea und Barcelona gezeigt zu haben, ist ein Erfolg, der uns
viel Selbstvertrauen geben wird.

Frage: Dennoch geht Barcelona als großer Favorit ins Spiel?
Klaus Allofs: Das ist richtig, aber es ist inzwischen auch nicht mehr
so, dass wir mit feuchten Händen gegen sie antreten müssen. Unsere
Mannschaft steht nicht zum ersten Mal vor so einer Situation. Trotz
unseres jungen Teams haben wir viel Erfahrung. Alle haben schon mal
in so einem Stadion gespielt. Viele haben an der Weltmeisterschaft
oder anderen großen Turnieren teilgenommen.

Frage: Was erwartet Werder am Dienstag in Camp Nou?
Klaus Allofs: Die Stimmung wird riesig sein. Die Zuschauer werden
hinter ihrem Team stehen. Aber mit dieser Situation können wir auch
spielen.

Frage: Was bedeutet das?
Klaus Allofs: Dass davon auch ein gewaltiger Druck für den FC
Barcelona ausgeht. Dort werden fast 100.000 Menschen sitzen, die
nichts anderes erwarten, als dass der Titelverteidiger auf keinen
Fall ausscheidet.

Frage: Aber auch Werder hat enormen Druck?
Klaus Allofs: Aber einen sehr positiven. Es ist nicht so wie gegen
den FC Basel in der Champions-League-Qualifikation vor zwei Jahren.
Da hätten wir uns gegen einen Gegner, der von der Öffentlichkeit
nicht richtig eingeschätzt wurde, richtig blamieren können. Damals
hatten wir Druck, gegen den wir ankämpfen mussten. Aber auch das
haben wir geschafft. Am Dienstag geht es nicht um Versagensängste, am
Dienstag geht es darum das I-Tüpfelchen auf das bisher Erreichte zu
setzen.

Frage: Für dieses I-Tüpfelchen scheint die Mannschaft bereit zu
sein. In der Bundesliga konnte Werder zuletzt zwei deutliche Siege
feiern.
Klaus Allofs: Es ist immer gut, wenn man das letzte Bundesligaspiel
vor so einer Aufgabe gewinnt. Das gibt Selbstvertrauen, das wir am
Dienstag auch brauchen. Wir dürfen uns nicht hinten reinstellen. Wir
müssen unsere Offensivkräfte ins Spiel bringen und mutig nach vorn
agieren.

Frage: Der FC Barcelona hat beim Unentschieden gegen Levante am
Samstagabend einige Spieler, darunter auch Ronaldinho geschont, bei
Werder haben Spieler wie Miroslav Klose, Torsten Frings oder Diego
durchgespielt. Warum hat man Ihnen keine Pause gegeben?
Klaus Allofs: Jeder Trainer hat seine Art, das Team bestmöglich auf
so ein Spiel vorzubereiten. Wir denken, dass es gut ist, wenn unsere
Spieler im Rhythmus bleiben. Außerdem ist ein Spiel gegen Hertha BSC
bei einem 3:1 nicht entschieden. Wir wollten aber unbedingt diese
drei Punkte holen, weil wir den Titel anstreben. Da wäre es
fahrlässig, Spieler herauszunehmen, die gerade gut drauf sind.

Frage: "Gut drauf" ist bei Miroslav Klose fast untertrieben. In
den letzten vier Spielen schoss er sechs Tore. Wie ist das zu
erklären, nachdem er trotz starker Leistungen zuvor nicht so
erfolgreich war?
Klaus Allofs: Warum ein Stürmer auch mal über einen gewissen Zeitraum
nicht trifft, ist eine der Besonderheiten, die es im Fußball immer
geben wird. Das ist nicht erklärbar. Sicher ist nur, dass solche
Phasen vorüber gehen. Ich habe schon vor Wochen vorhergesagt, dass
Miro bald wieder die Torschützenliste anführen wird. Heute hat er die
Führung übernommen.

Frage: Zurück zu Ihrem Geburtstag, was gäbe es für ein schöneres
Geschenk als die Qualifikation für das Achtelfinale?
Klaus Allofs: (lacht) Das wäre schon toll, aber die Champions League
zu gewinnen, wäre auch nicht schlecht.

notiert von Michael Rudolph

Originaltext: Werder Bremen GmbH & Co KG aA
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=52353
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_52353.rss2

Pressekontakt:
Rückfragen bitte an:

Werder Bremen GmbH & Co KG aA
Franz-Böhmert-Str. 1 c
Mediendirektor Tino Polster
tino.polster@werder.de
Telefon: 0421/43459188
Fax: 0421/43459153
 
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