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ANZAG Geschäftsjahr 2006: Stabile Entwicklung in schwierigem Marktumfeld

Geschrieben am 30.11.2006 - [Nächster Artikel]

Frankfurt am Main (ots) - Sparmaßnahmen der Politik und die
anhaltend hohe Wettbewerbsintensität haben die Marktentwicklung im
pharmazeutischen Großhandel auch im Geschäftsjahr 2006 stark
beeinflusst: Während der Umsatz des ANZAG Konzerns um 35,3 Mio. EUR
auf 3,418 Mrd. EUR zunahm, ging das Vorsteuer-Ergebnis um 1,6 Mio.
EUR auf 33,5 Mio. EUR zurück.

Der deutsche Arzneimittelmarkt ist im Geschäftsjahr 2006 der
Andreae-Noris Zahn AG, das am 31. August zu Ende ging, um 4,6 %
gewachsen (Vorjahr: + 6,4 %). Ab Mai 2006 führte das
Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) zu starken
Preissenkungen und damit zu Umsatzeinbußen.

Das Marktvolumen im pharmazeutischen Großhandel stieg um 3,4 % und
damit erneut unterproportional zum Arzneimittelmarkt. Der Grund
hierfür liegt unverändert in der zunehmenden Direktbelieferung durch
die Industrie, deren Anteil inzwischen mehr als 15 % erreicht.
Darüber hinaus bewirkten die Preisdämpfungen im Rahmen des AVWG eine
deutliche Verschlechterung der Einkaufskonditionen bei den
Herstellern.

Marktposition behauptet

In diesem schwierigen Marktumfeld konnte die ANZAG ihre
Marktposition als einer der drei größten Pharmagroßhändler in
Deutschland festigen und ihre Ertragslage stabilisieren.

Der Umsatz des ANZAG Konzerns lag mit 3,418 Mrd. EUR um gut 1 %
über Vorjahr. Die Rohertragsmarge ging um 0,37 Prozentpunkte auf 6,25
% zurück. Das Ergebnis vor Steuern betrug 33,5 Mio. EUR - gegenüber
35,1 Mio. EUR im Vorjahr. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen)
blieb mit 44,0 Mio. EUR stabil.

Damit liegt das Ergebnis je Aktie bei 2,09 EUR, gegenüber 2,04 EUR
im Vorjahr. Davon soll eine Dividende in Vorjahreshöhe, 1,45 EUR pro
Stückaktie, ausgeschüttet werden.

Nach der Beteiligung an der kroatischen Oktal Pharma im Vorjahr
verstärkte die ANZAG in 2006 ihr Engagement in den Wachstumsmärkten
Osteuropas mit dem Erwerb von 60 % der Anteile an der rumänischen
Farmexpert DCI S.A. Farmexpert ist der drittgrößte Pharmagroßhändler
des Landes.

Der ANZAG Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Trümper zeigte sich
zufrieden mit dem Geschäftsergebnis: "Die Maßnahmen der Politik und
die Wettbewerbssituation im Pharmagroßhandel haben zur Folge, dass
wir die Kostensteigerungen in allen Bereichen nur durch höhere
Effizienz ausgleichen können. Gleichzeitig müssen wir die
Leistungskraft für unsere Kunden weiter erhöhen, um im Wettbewerb
bestehen zu können. Wie die Geschäftsentwicklung zeigt, ist uns dies
auch im vergangenen Jahr gut gelungen."

Zukunftskonzepte für die selbstständige Apotheke

Das geplante Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der GKV
(GKV-WSG) wird nach jetzigem Planungsstand u. a. Neuregelungen zur
Nutzung von Verordnungsdaten und zu den Herstellerabgabepreisen
bringen. Nach Einschätzung von Experten könnten diese Regelungen den
Trend zur Direktbelieferung seitens der Hersteller weiter verstärken.
Damit ist die Mischkalkulation des pharmazeutischen Großhandels in
Gefahr, Kostensteigerungen wären die Folge.

Angesichts dieser Aussichten setzt die ANZAG im laufenden
Geschäftsjahr weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in der
Verwaltung und in den Niederlassungen um. Gleichzeitig baut sie ihre
Leistungen für die Apotheken aus. Dr. Thomas Trümper: "Um gemeinsam
mit unseren Marktpartnern weiter erfolgreich zu sein, müssen wir auf
Veränderungen der Rahmenbedingungen schnell reagieren, ja neue
Entwicklungen möglichst vorwegnehmen." Das Zukunftskonzept für die
selbstständige Apotheke vivesco und andere Programme der ANZAG für
den Point of Sale sollen den Erfolg auch in sich verändernden Märkten
sichern. Die Mitgliederzahl des Apotheken-Kooperationssystems vivesco
konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf rund 1.300 Partner
gesteigert werden.

Die Geschäftsentwicklung der ANZAG im laufenden Jahr wird
wesentlich davon abhängen, wann und in welchem Maße die geplanten
gesundheitspolitischen Maßnahmen in Kraft treten. Dabei will die
ANZAG in Deutschland marktkonform wachsen. Zwar ist das Geschäftsjahr
verhalten angelaufen, doch geht die Unternehmensleitung davon aus,
dass der geplante Umsatz von 3,7 Mrd. EUR im Konzern und ein
konstantes Ergebnis erreicht werden.

Über die ANZAG

Mit im Geschäftsjahr 2006 umgerechnet 2.206 Vollzeitmitarbeitern
und einem Umsatz von 3,42 Mrd. Euro gehört die Andreae-Noris Zahn AG
zu den führenden Pharmagroßhändlern in Deutschland. Die ANZAG verfügt
mit 24 Niederlassungen über das dichteste Auslieferungsnetz im
Pharmagroßhandel. Seit Anfang 2004 unterstützt die ANZAG die
selbstständigen Apotheken mit dem Zukunftskonzept vivesco bei der
Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit unter sich verändernden
Marktbedingungen.

Originaltext: ANZAG Andreae-Noris-Zahn AG
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=12801
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_12801.rss2
ISIN: DE0005047005

Kontakt
Andreae-Noris Zahn AG
Karin Laberenz
Solmsstraße 25
60486 Frankfurt am Main
Tel. (069) 7 92 03-237
Fax (069) 7 92 03-342
E-Mail: karin.laberenz@anzag.de
www.anzag.de
 
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