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ThyssenKrupp droht wegen illegaler Kartellabsprachen Strafe

Geschrieben am 28.11.2006 - [Nächster Artikel]

Hamburg (ots) - ThyssenKrupp droht eine empfindliche Geldbuße in
einem in Brüssel gegen die Aufzugindustrie anhängigen
Kartellverfahren. Nach Informationen der ZEIT beschuldigen die
EU-Wettbewerbshüter die vier größten Aufzughersteller der Welt -
Otis, Schindler, ThyssenKrupp und Kone - illegaler Absprachen in
Deutschland und den Benelux-Ländern in den Jahren von 1998 bis 2004.
Otis und Kone räumten inzwischen mögliche Kartellverstöße ein, um in
den Genuss der Kronzeugenregelung zu kommen. Das erhöht den Druck auf
die anderen Unternehmen. Auch ThyssenKrupp sei gesprächsbereit
gewesen, heißt es im Konzern. "Aber", so ein Insider, "die anderen
waren schneller." Eine Sprecherin bestätigt die
Kooperationsbereitschaft des Konzerns, will aber zum Stand des
Kartellverfahrens nicht Stellung nehmen. Die Entscheidung der
EU-Kommission steht in den nächsten Wochen an.

Wenn sich die Vorwürfe erhärten, könnte das teuer werden. Bei
derartigen Vergehen kann die EU-Kommission Strafen von bis zu zehn
Prozent des Konzern-Umsatzes verhängen. In der Regel schöpft sie
diesen Spielraum zwar nicht aus, doch im schlimmsten Falle könnte auf
ThyssenKrupp eine Milliardenstrafe zukommen.

Den kompletten ZEIT-Text der ZEIT Nr. 49 vom 30. November 2006
senden wir Ihnen gerne zu.

Originaltext: DIE ZEIT
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=9377
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_9377.rss2

Pressekontakt:
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse-
und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558,
E-Mail: bunse@zeit.de)
 
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