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Tarifforum 2006 "Zukunft der Arbeit" vom 24. - 25 November 2006 - Hotel Maritim proArte
Geschrieben am 23.11.2006 - [Nächster Artikel] |
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Krefeld (ots) -
Die Tarifpolitik befindet sich im Umbruch. Wir brauchen mehr Flexibilität in den Tarifverträgen. Die Tarifparteien müssen in Zukunft mehr Möglichkeiten schaffen, mit denen die Arbeitszeiten in den einzelnen Betrieben flexibler gestaltet werden können. Hierzu öffnen sich Wege durch Tarifmodule. Dies sind Tarif-Bausteine, mit denen die Tarifparteien den Flächentarifvertrag unternehmensspezifisch ergänzen können. Auf diese Weise geben sie ihre Tarifautonomie nicht an ihre Betriebe ab.
Auf der anderen Seite müssen Tarifverträge den Unternehmen und ihren Betriebspartnern erlauben, Lohnsteigerungen stärker an der Ertragslage des jeweiligen Unternehmens auszurichten. Wenn die Beschäftigten durch die Tarifnormen in Zukunft stärker als bisher an die Ertragslage ihres Unternehmens gebunden sind, dann ist es auch nur gerecht und billig, wenn sie am Unternehmenserfolg beteiligt werden.
Die Tarifparteien müssen in Zukunft mehr denn je bedenken, dass die Arbeitnehmer durch das weltweite Netz von Informationen, eigenes Interesse und eigene Fähigkeiten auch außerhalb des Berufes mündiger geworden sind und nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit des Schutzes der Tarifparteien bis hin zur Bevormundung bedürfen.
In Zukunft ist die Kompetenz der Mitarbeiter, ihre Handlungsfähigkeit und Handlungsbereitschaft gefragt.
Zur tariflichen Gestaltung der Arbeitsbedingungen gehört vor allem auch Kreativität der Tarifvertragsparteien.
Nur durch weiteren differenzierten Ausbau des Tarifwesens können Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften noch neue Mitglieder gewinnen und die Effektivität des Tarifvertragssystems neu begründen.
Die Zukunft der Arbeit wird die Unternehmen aber auch in der Ethik vor neue Herausforderungen stellen.
Auf die Gewerkschaften kommen zusätzlich Probleme des Wettbewerbes von Gewerkschaften untereinander zu. Nicht nur die Gewerkschaften des Deutschen Gewerkschaftsbundes werden in Zukunft die Tarifpartner in einem Betrieb sein, sondern - wenn die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes im Frühjahr 2007 wechseln sollte - auch andere Gewerkschaften im gleichen Betrieb. Dies kann allerdings in der Betriebspraxis zu Problemen führen, die zu Problemen unterschiedlicher tariflicher Arbeitsbedingungen führen. Diese Probleme müssen diskutiert und bewältigt werden.
15 hochkarätige Referenten werden auf dem Tarifforum 2006 mit den Teilnehmern über zukunftsbewegende Themen diskutieren, unter ihnen der Justizminister des Landes Thüringen sowie Richter und Professoren und Vertreter von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften.
Wer sich für die Themen und Referenten interessiert oder am Tarifforum teilnehmen will, mag sich im Internet orientieren unter www.tarifforum.20
Originaltext: Rechtsanwälte Dr. Lehmann, Frommherz & Prof. Dr. Steckhan Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=61456 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_61456.rss2
Pressekontakt:
Rechtsanwalt Dr. F.-W. Lehmann, Krefeld, Mobil: 0 172 / 2 99 60 74
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