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Energiekompetenz im Freigelände und unter dem EXPO-Dach

Geschrieben am 22.11.2006 - [Nächster Artikel]

Hannover (ots) -


- Energie aus Holz - Chance für Kommunen, Industrie und Gewerbe

- Hackschnitzel bieten ökologische und ökonomische Vorteile

Wenn vom 14. bis 18. Mai 2007 die LIGNA+ HANNOVER wieder ihre Tore
öffnet, geht es um ein heißes Thema: Energie aus Holz und deren
ökologische und ökonomische Vorteile. Wissenswertes dazu finden die
Besucher der LIGNA+ HANNOVER 2007 bei den Ausstellern im Freigelände
und unter dem EXPO-Dach.

Die bayerische Gemeinde Pfaffenhofen hat es geschafft: Als erste
deutsche Gemeinde hat sie das Ziel der Bundesregierung erreicht und
den Ausstoß von Kohlendioxid von 1990 um ein Viertel reduziert.
Großen Anteil daran hat das 2001 in Betrieb genommene
26-MW-Biomasseheizkraftwerk, das von fünf Geschäftsleuten errichtet
wurde. Sie nutzten die Gelegenheit, ökonomische Planungssicherheit zu
erhalten, indem sie sich mit der Umstellung auf den Energieträger
Holz langfristig vom Ölpreis abkoppelten. Dadurch werden dort
jährlich 24 Millionen Liter Heizöl eingespart und 65 000 Tonnen
Kohlendioxid weniger freigesetzt. Neben der Wärme werden auch Dampf
und Kälte sowie Strom produziert, welche ins öffentliche Netz
eingespeist werden. Ans Werk angeschlossen sind unter anderem ein
Krankenhaus, eine Brauerei, die Werke des Babynahrungs-Herstellers
Hipp und über 100 private Abnehmer.

Pfaffenhofen und viele andere Projekte, die in den vergangenen
Jahren realisiert wurden, beweisen: Ökonomie und Ökologie lassen sich
hervorragend miteinander vereinbaren. Denn neben den finanziellen
Vorteilen für die Unternehmer profitiert auch die Umwelt. Beim Heizen
mit Holz werden Umweltrisiken vermieden, die "endlichen" fossilen
Ressourcen geschont und das Holz lediglich über kurze Transportwege
von regionalen Märkten beschafft. Ein Schüttraummeter
Buchen-Hackschnitzel ersetzt dabei rund 100 Liter Heizöl, das sich im
Gegensatz zum Holz in den vergangenen Jahren deutlich verteuert hat.

Besonders eifrig gehen einige Kommunen bei der Nutzung von Holz
vor: Die Bioenergieregion Knüll im besonders waldreichen Nordhessen
etwa hat bis Ende vergangenen Jahres 25 landkreiseigene Gebäude -
überwiegend Schulen - auf den umweltfreundlichen Brennstoff
umgestellt. Neben dem Beitrag zum Klimaschutz stärkt der Einsatz von
Holz als Brennstoff auch die Knüll-Region, weil Arbeitsplätze
gesichert und geschaffen werden sowie die Wertschöpfung in der Region
bleibt.

Der Komfort bleibt beim Heizen mit Holz nicht auf der Strecke: Die
moderne und ausgereifte Technik sorgt dafür, dass das Holz zum
richtigen Moment und in der richtigen Menge im Kessel ankommt. Durch
die geringe Größe der Hackschnitzel - sie sind etwa so groß wie eine
Streichholzschachtel - lassen sie sich hervorragend fördern. Außerdem
ist der Bau eines Brennstofflagers mit deutlich geringeren Auflagen
verbunden als bei den fossilen Rohstoffen, da von Holz keine Gefahren
für die Umwelt ausgehen.

Die Hackschnitzel kommen bequem per Transport-Lkw, auf die der
Holzhacker das Material geblasen hat. An der Hackschnitzelheizanlage
muss der Brennstoff dann nur noch in den Bunker gekippt werden.

Obwohl die Investitionskosten pro installiertes Kilowatt Leistung
sinken, je größer eine Anlage ist, muss es für Kommunen, Industrie-
und Gewerbebetriebe nicht immer gleich die große Lösung sein: Wenn
die Leitungswege für das Nahwärmenetz zu lang sind oder sich ein
großes Brennstofflager vor Ort nicht realisieren lässt, können auch
kleinere Einzelanlagen sinnvoll sein. Eine Beratung durch einen Profi
kann in diesem Fall schnell Klarheit bringen.

Der verstärkte Einsatz von Holz bei großen Energieabnehmern bietet
auch Chancen für Dienstleister und Waldbesitzer: Neben der
Wertschöpfung bei Holzeinschlag und -verkauf können sie profitieren,
indem sie dem Energienutzer ein so genanntes Wärmecontracting
anbieten. Dabei kauft der Abnehmer lediglich die Wärme, während die
Investition und der laufende Betrieb der Holzheizanlage in den Händen
des Contractors liegen. Davon profitiert auch die Abnehmer-Seite, die
keine große Investition schultern muss und sich weder um die Wartung
der Anlage noch um die Hackschnitzelversorgung kümmern braucht.

Mittlerweile gibt es für das Wärmecontracting komplette
Kleincontainer mit aufklappbarem Dach, in der sowohl die Heizanlage
als auch das Brennstofflager untergebracht sind. Dieser Container,
wie er auch während der LIGNA+ HANNOVER vom 14. bis 18. Mai auf dem
Messegelände in Hannover zu sehen ist, wird dem Wärmeabnehmer direkt
vor das Gebäude gestellt und ähnelt mehr einem schmucken
Gartenhäuschen denn einem Heizkessel. Große Umbauten sind mit diesem
System nicht notwendig, und nach dem Ende der vereinbarten
Wärmelieferung kann der Container wieder bequem abgebaut werden.

Weitere Informationen zum gesamten Programm der LIGNA+ HANNOVER
2007 sowie zu einzelnen Angebotsschwerpunkten stehen im Internet
unter www.ligna.de und www.handwerk-holz-mehr.de.

Originaltext: Deutsche Messe AG Hannover
Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=13314
Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_13314.rss2

Ansprechpartnerin für die Redaktion bei der Deutschen Messe:
Anja Brokjans
Tel. 0511 / 89-3 16 02
E-Mail: anja.brokjans@messe.de

Weitere Pressetexte und Fotos finden Sie unter:
www.ligna.de/presseservice
 
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