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Lausitzer Rundschau: VW verlagert Golf-Produktion von Brüssel nach Deutschland: Keine Schadenfreude
Geschrieben am 21.11.2006 - [Nächster Artikel] |
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Cottbus (ots) - Dieses Mal trifft es die belgischen VW-Mitarbeiter. 3500 bis 4000 Stellen will Volkswagen in Brüssel streichen - der Golf wird künftig nur noch in Deutschland gebaut, im sächsischen Mosel und im Stammwerk Wolfsburg. Betriebswirtschaftlich ist das sinnvoll, denn zwei Werke für die Golf-Produktion auszurüsten, ist natürlich preiswerter als in drei zu investieren - zumindest in Zeiten der Überkapazitäten. Doch sollten sich die deutschen VW-Mitarbeiter nicht zu früh freuen: So wie ihren Brüsseler Kollegen kann es auch ihnen bald wieder ergehen. Denn neue Werke bauen die westeuropäischen Autohersteller derzeit vor allem in Osteuropa. Sie suchen langfristig möglichst den kostengünstigsten Standort. Da aber Osteuropa auch als Absatzmarkt immer mehr wächst, sehen sie dort ihre Chancen, nicht so sehr im gesättigten Markt Westeuropa. Doch sollten die Manager nicht übersehen, dass sich nur diejenigen Neuwagen leisten können, die auch einen Job haben. Streichen sie also in Westeuropa zu viele Stellen, dann schneiden sie sich ins eigene Fleisch. Von der Autoindustrie hängen viele Tausende weitere Arbeitsplätze ab. Was Brüssel jetzt erlebt, sollte für die deutschen Kollegen also kein Anlass zur Schadenfreude sein, sondern sie vorsichtig werden lassen. Sie können die Unternehmen aber mit der Qualität ihrer Arbeit überzeugen. Denn die ist auch ein gutes Verkaufsargument - für Autos "made in Germany".
Originaltext: Lausitzer Rundschau Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=47069 Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_47069.rss2
Pressekontakt: Rückfragen bitte an: Lausitzer Rundschau Telefon: 0355/481231 Fax: 0355/481247 lr@lr-online.de
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